Die Roten Raben Vilsbiburg drehen einen 0:2-Satzrückstand gegen den VfB Suhl und gewinnen 3:2 (27:29, 22:25, 25:19, 25:18, 15:7) – eine Woche nach der Pokalfinal-Niederlage.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungRote Raben Vilsbiburg drehen 0:2-Rückstand gegen VfB Suhl
Vilsbiburg – Nur drei Tage nach der bitteren Pokalfinal-Niederlage gegen Schwerin haben die Roten Raben Vilsbiburg eine beeindruckende Moral bewiesen. Im Heimspiel der 1. Bundesliga Frauen drehten die Niederbayerinnen am 7. März 2012 einen 0:2-Satzrückstand gegen den VfB Suhl und gewannen mit 3:2 (27:29, 22:25, 25:19, 25:18, 15:7). Vor 1.057 Zuschauern in der Stadtwerke-Halle zeigte der Pokal-Zweite eine starke Reaktion.
Tabellenführung verteidigt
Mit diesem Sieg untermauerten die Roten Raben ihre Spitzenposition in der Tabelle. Nach 23 Spieltagen führte Vilsbiburg die Liga mit 20 Siegen und nur 3 Niederlagen (40:6 Punkte) an – punktgleich mit dem Dresdner SC, der jedoch die bessere Satzdifferenz aufwies. Der VfB Suhl rangierte mit 15 Siegen aus 23 Partien (30:16 Punkte) auf dem fünften Tabellenplatz und war zu diesem Zeitpunkt noch im CEV Challenge Cup als Halbfinalist im Europapokal vertreten.
Das Spiel war der 24. Spieltag der Hauptrunde, und für Vilsbiburg stand viel auf dem Spiel: Die Tabellenführung galt es gegen einen starken Gegner zu verteidigen, der in dieser Saison bereits mehrfach für Überraschungen gesorgt hatte.
Pokalfinal-Nachwehen
Die Partie stand ganz im Zeichen der Ereignisse vom vergangenen Sonntag: Vilsbiburg hatte am 4. März 2012 das DVV-Pokalfinale in Mannheim gegen den Schweriner SC mit 1:3 verloren. Die Niederlage saß tief – und war den Spielerinnen in den ersten beiden Durchgängen gegen Suhl noch deutlich anzumerken.
Der VfB Suhl kam entsprechend selbstbewusst aus der Kabine und nutzte die Verunsicherung der Gastgeberinnen konsequent aus. Die Thüringerinnen zeigten sich in der Europapokal-Verfassung, die sie bis ins Halbfinale des Challenge Cup geführt hatte.
Satz 1: Eine enge Kiste geht an Suhl
Der erste Satz war ein echter Krimi. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen, die Führung wechselte mehrfach. Vilsbiburg kämpfte sich von einem 10:16-Rückstand auf 17:21 heran, doch Suhl behielt in der Crunchtime die Nerven. Gleich mehrere Satzbälle wehrte Vilsbiburg ab, ehe Suhl den Durchgang mit 29:27 für sich entschied. Insgesamt fielen in diesem hochklassigen Satz 56 Punkte – 27 für Vilsbiburg, 29 für Suhl.
Satz 2: Suhl bleibt vorn
Auch im zweiten Durchgang präsentierte sich der VfB Suhl stark. Vilsbiburg startete gut und führte zwischenzeitlich 16:12, doch Suhl kämpfte sich zurück und übernahm bei 20:21 erstmals wieder die Führung. Am Ende hieß es 22:25 – und die Gäste aus Thüringen lagen mit 2:0 Sätzen vorn. Ein Coup in Vilsbiburg zeichnete sich ab.
Satz 3: Die Wende beginnt
Doch die Roten Raben schüttelten die Pokal-Niederlage endgültig ab und kamen mit neuer Energie aus der Satzpause. Angetrieben von der erfahrenen Zuspielerin Mona El-Wassimy und starken Aufschlägen von Mirjana Djuric sowie Myrthe Schoot übernahmen die Gastgeberinnen schnell die Kontrolle. Von 8:10 auf 16:10 zog Vilsbiburg davon und gewann den Satz souverän mit 25:19. Mittelblockerin Renata Cristina de Jesus Benedito begann sich nun als zentrale Angriffswaffe zu etablieren.
Satz 4: Der Druck wächst
Im vierten Satz setzte Vilsbiburg den Aufwärtstrend fort. Wieder waren es die Aufschläge von Djuric und Schoot, die Suhls Annahme unter Druck setzten und die Gäste aus dem Rhythmus brachten. Vilsbiburg führte 16:11, zog auf 21:13 davon und gewann 25:18. Der Ausgleich war geschafft – der Tiebreak musste entscheiden.
Satz 5: Vilsbiburg dominiert den Tiebreak
Im entscheidenden fünften Satz gab es kein Halten mehr für die Hausherrinnen. Vilsbiburg startete furios, führte 10:6 und zog auf 12:6 davon. Mit 15:7 endete der Tiebreak – eine deutliche Ansage. Insgesamt 114 Punkte erzielte Vilsbiburg im Spiel, Suhl kam auf 98.
Die Matchwinnerin
Zur besten Spielerin der Partie wurde Renata Cristina de Jesus Benedito gewählt. Die brasilianische Mittelblockerin erzielte 18 Punkte für Vilsbiburg, darunter 13 Angriffspunkte bei einer Erfolgsquote von 68 Prozent. Hinzu kamen drei Blockpunkte und zwei Aufschlagasse. Auch Mirjana Djuric (17 Punkte, 7 direkte Aufschläge) und Myrthe Schoot (11 Punkte, starke Aufschlagserie) prägten das Spiel.
Auf Seiten des VfB Suhl waren Tatiana Kalinovskaya und Lucie Merková mit jeweils 13 Punkten die effektivsten Angreiferinnen, während die slowenische Zuspielerin Sara Utla (17 Punkte) und Maja Pucarevic ebenfalls starke Leistungen zeigten.
Tabellenkonstellation
Durch den Sieg blieb Vilsbiburg an der Tabellenspitze, während der VfB Suhl den fünften Platz behauptete. Zwei Spieltage vor Ende der Hauptrunde war der Kampf um die Play-off-Plätze in vollem Gange. Für Vilsbiburg standen noch Auswärtsspiele beim Köpenicker SC und zu Hause gegen den Dresdner SC an – zwei richtungsweisende Duelle im Rennen um die Meisterschaft.
Fazit
Die Roten Raben Vilsbiburg bewiesen an diesem Abend eine bemerkenswerte charakterliche Stärke. Nach dem Rückschlag im Pokalfinale und einem 0:2-Satzrückstand hätten viele Mannschaften abgeschaltet – doch Vilsbiburg kämpfte sich zurück und belohnte sich mit einem verdienten 3:2-Sieg. Der VfB Suhl zeigte über weite Strecken eine starke Leistung und verpasste den Coup in Vilsbiburg nur knapp, konnte aber mit dem Auftritt in der Fremde durchaus zufrieden sein.
Rivalität seit 2010
Vilsbiburg W vs Suhl W Direkter Vergleich· 30
Vilsbiburg W und Suhl W trafen 30 Mal aufeinander — Vilsbiburg W gewann 21 Mal, Suhl W 9 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Vilsbiburg W führt den Direktvergleich mit 21 Siegen aus 30 Begegnungen an. Insgesamt fielen 119 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.97 pro Spiel (73 für die Heimmannschaft, 46 für die Gäste). Beide Teams trafen in 21 Spielen (70%). In 30 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2023.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026
