Suhl W besiegte VCO Berlin W am 11. Februar 2012 in der 1. Bundesliga Women mit 3:0 (25:18, 25:16, 25:20). Suzana Cebic wurde zur MVP gewählt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSuhl W dominiert VCO Berlin W in der Wolfsgrube
Der VfB Suhl hat am 11. Februar 2012 in der 1. Bundesliga Women einen ungefährdeten 3:0-Heimsieg gegen das Nachwuchsteam des VCO Berlin gefeiert. Vor 650 Zuschauern in der Sporthalle Wolfsgrube setzte sich die Mannschaft mit 25:18, 25:16 und 25:20 durch und untermauerte damit ihre starke Position im Mittelfeld der Tabelle.
Satz für Satz: Suhl lässt nichts anbrennen
Erster Satz: Frühe Führung, souverän verwaltet
Suhl erwischte den besseren Start und setzte sich über Zwischenstände von 8:5 und 16:12 früh ab. Der VCO Berlin, der als Nachwuchsförderteam des Deutschen Volleyball-Verbands mit vielen Talenten antrat, hielt zunächst gut mit, leistete sich aber gegen Ende des Satzes zu viele Eigenfehler. Beim 25:18 war der erste Durchgang nach 22 Minuten entschieden – Suhl profitierte von einer starken Aufschlagserie und einer soliden Blockarbeit.
Zweiter Satz: Die Entscheidung fällt früh
Der zweite Satz geriet zur deutlichsten Angelegenheit des Abends. Suhl zog schnell auf 8:4 davon, baute den Vorsprung über 16:9 auf 21:14 aus und ließ den Gästen aus Berlin keine Chance. Mit 25:16 nach ebenfalls 22 Minuten ging der Satz klar an die Hausherrinnen. Besonders auffällig: Die Suhler Angriffsquote lag bei satten 56 Prozent, während VCO Berlin nur auf 29 Prozent kam.
Dritter Satz: Berlin kämpft, Suhl bleibt cool
Der dritte Satz war die umkämpfteste Phase der Partie. VCO Berlin stemmte sich gegen die drohende Niederlage und lag zwischenzeitlich nur mit 16:13 und 21:20 hinten. Die junge Berliner Mannschaft um Melanie Keil und Carina Aulenbrock zeigte Moral und kämpfte sich Punkt um Punkt heran. Doch Suhl behielt die Nerven – Claudia Steger und Nikolina Kovacic sorgten mit wichtigen Angriffspunkten für die Vorentscheidung. Am Ende hieß es 25:20 nach 24 Minuten.
Die Schlüsselspielerinnen
Suzana Cebic (Suhl): Die Libero der Gastgeberinnen überzeugte mit einer beeindruckenden Annahmequote von 86 Prozent positiv (71 Prozent perfekt) und wurde verdient zur MVP gewählt. Ihre Stabilität in der Annahme gab dem Suhler Angriffsspiel die nötige Sicherheit.
Susanne Jacobi (Suhl): Mit elf Punkten war Jacobi die erfolgreichste Angreiferin ihrer Mannschaft. Sie traf aus dem Angriff bei 45 Prozent und setzte zudem drei wichtige Aufschlagpunkte.
Nikolina Kovacic (Suhl): Die Diagonalangreiferin steuerte neun Punkte bei und überzeugte mit ihrer Variabilität im Angriff (46 Prozent Quote) und drei Assen.
Melanie Keil (VCO Berlin): Auf Seiten der Gäste war Keil die auffälligste Spielerin. Sie erzielte fünf Punkte bei einer starken Angriffsquote von 62 Prozent und zeigte, warum sie zu den vielversprechendsten Talenten im deutschen Volleyball zählt.
Carina Aulenbrock (VCO Berlin): Die Außenangreiferin war mit acht Punkten die Topscorerin des VCO Berlin und kämpfte bis zum Schluss.
Die Statistik im Überblick
| Kategorie | Suhl W | VCO Berlin W |
|---|---|---|
| Gesamtpunkte | 75 | 54 |
| Angriffspunkte | 38 (50%) | 25 (32%) |
| Blockpunkte | 7 | 9 |
| Aufschlagpunkte | 7 | 7 |
| Gegnerische Fehler | 23 | 15 |
| Positive Annahme | 51% | 44% |
| Perfekte Annahme | 33% | 29% |
Tabellenkontext und Bedeutung
Die Saison 2011/12 war für den VfB Suhl eine solide Spielzeit. Die Mannschaft aus Thüringen etablierte sich im gesicherten Mittelfeld der 1. Bundesliga und sammelte mit diesem Heimsieg wichtige Punkte im Kampf um eine möglichst gute Ausgangsposition für die Playoffs. Der VCO Berlin – offiziell VC Olympia Berlin – trat als Nachwuchsmannschaft des Deutschen Volleyball-Verbands an. Das Konzept des VCO sah vor, die größten deutschen Talente in der höchsten Spielklasse zu sammeln und zu fördern. Entsprechend wechselhaft waren die Leistungen des jungen Teams, das in dieser Saison gegen die Erfahrung etablierter Bundesligisten häufig den Kürzeren zog.
Fazit
Suhl präsentierte sich an diesem Abend als erfahrene, abgeklärte Mannschaft, die ihre Chancen konsequent nutzte. Der 3:0-Erfolg war nie ernsthaft gefährdet, auch wenn VCO Berlin im dritten Satz kurzzeitig Hoffnung aufkommen ließ. Die Cleverness und die höhere Angriffseffizienz machten letztlich den Unterschied. Für VCO Berlin war es eine weitere wertvolle Erfahrung auf dem Weg, die nächste Generation deutscher Nationalspielerinnen zu formen.
Schiedsrichter: Edgar Schmitt, Thomas Kriehn
Zuschauer: 650
Spieldauer: 1 Stunde, 8 Minuten
Rivalität seit 2011
Suhl W vs VCO Berlin W Direkter Vergleich· 15
Suhl W und VCO Berlin W trafen 15 Mal aufeinander — Suhl W gewann 13 Mal, VCO Berlin W 2 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2011 zurück. Suhl W führt den Direktvergleich mit 13 Siegen aus 15 Begegnungen an. Insgesamt fielen 53 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.53 pro Spiel (43 für die Heimmannschaft, 10 für die Gäste). Beide Teams trafen in 5 Spielen (33%). In 15 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Suhl W ist in den letzten 9 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2017.
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