VT Aurubis Hamburg besiegte VfB Suhl am 28. Januar 2012 mit 3:1. Nach einem dramatischen vierten Satz (25:23 nach 23:20-Rückstand) eroberte Hamburg Platz fünf zurück.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVT Aurubis Hamburg bezwingt VfB Suhl 3:1 – Wedekind und Jásová die Unterschiedsspielerinnen
Am 28. Januar 2012 empfing VT Aurubis Hamburg in der CU Arena den direkten Tabellennachbarn VfB Suhl zum 17. Spieltag der 1. Bundesliga Frauen. Vor heimischer Kulisse setzten sich die Elbestädterinnen verdient mit 3:1 (25:18, 21:25, 25:18, 25:23) durch und eroberten damit den fünften Tabellenplatz zurück.
Spannender Vier-Satz-Krimi mit dramatischer Schlussphase
Die Partie begann vielversprechend für die Gastgeberinnen. Hamburg dominierte den ersten Satz nach anfänglicher Ausgeglichenheit zunehmend und gewann klar mit 25:18. Die Mannschaft von Trainer Dirk Sauermann zeigte vor allem am Netz eine starke Präsenz, angeführt von der 1,96 m großen Mittelblockerin Imke Wedekind, die mit ihren erfolgreichen Blockaktionen immer wieder für Punktgewinne sorgte.
Im zweiten Durchgang meldete sich Suhl jedoch eindrucksvoll zurück. Die Thüringerinnen um ihre tschechische Diagonalangreiferin Vendula Merková, die an diesem Tag herausragende 25 Punkte erzielte, kämpften sich Satz für Satz heran und glichen mit 25:21 zum 1:1 aus.
Hamburgs Blockarbeit wird zum Schlüsselfaktor
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Hamburg wieder in bestechender Form. Mit konsequenter Blockarbeit und einer stabilen Annahme durch Libera Julie Jásová, die zur Spielerin des Spiels gewählt wurde, ließen die Hamburgerinnen den Gästen wenig Raum zur Entfaltung. Der dritte Satz ging klar mit 25:18 an die Gastgeberinnen.
Die Entscheidung fiel im vierten Satz, der zur Nervenprobe für beide Teams wurde. Suhl kämpfte sich zunächst eine 23:20-Führung heraus und schien den Satz und damit die Verlängerung in den Tiebreak erzwingen zu können. Doch Hamburg bewahrte die Ruhe und zeigte Moral: Mit einer beeindruckenden Serie von fünf Punkten in Folge drehten die blockstarken Hamburgerinnen den Satz noch um und gewannen ihn mit 25:23.
Merková als One-Woman-Show, Jásová als Matchwinnerin
Auf Seiten der Gäste ragte einmal mehr Vendula Merková heraus, die mit 25 Zählern die mit Abstand beste Angreiferin auf dem Feld war. Die Diagonalangreiferin des VfB Suhl stemmte sich mit aller Macht gegen die drohende Niederlage, konnte die geschlossene Mannschaftsleistung der Hamburgerinnen am Ende aber nicht kontern.
Bei VT Aurubis Hamburg wurde Libera Julie Jásová zur wertvollsten Spielerin gekürt. Die Tschechin zeigte eine herausragende Leistung in der Annahme und Abwehr und legte damit das Fundament für den Erfolg ihrer Mannschaft. Zusammen mit der überragenden Imke Wedekind am Netz bildete sie das Rückgrat des Hamburger Spiels.
Tabellensituation: Hamburg zurück auf Rang fünf
Mit diesem Sieg schob sich VT Aurubis Hamburg in der Tabelle wieder auf den fünften Platz vorbei am direkt besiegten VfB Suhl. Für die weitere Saison bedeutete dieser Erfolg eine wichtige psychologische Stärkung im Kampf um die vorderen Playoff-Plätze.
Die Mannschaft von Trainer Dirk Sauermann untermauerte mit dem Heimsieg ihre Ambitionen und zeigte vor allem in den entscheidenden Phasen des vierten Satzes die nötige Abgeklärtheit, die Spitzenteams auszeichnet.
Endstand: VT Aurubis Hamburg 3 – 1 VfB Suhl (25:18, 21:25, 25:18, 25:23)
Rivalität seit 2009
Hamburg W vs Suhl W Direkter Vergleich· 15
Hamburg W und Suhl W trafen 15 Mal aufeinander — Hamburg W gewann 6 Mal, Suhl W 9 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Suhl W führt den Direktvergleich mit 9 Siegen aus 15 Begegnungen an. Insgesamt fielen 56 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.73 pro Spiel (27 für die Heimmannschaft, 29 für die Gäste). Beide Teams trafen in 8 Spielen (53%). In 15 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2014.
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