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1 Bundesliga WomenSaison 2011

Kopenicker Berlin W vs Suhl W

7. Januar 2012 um 19:00
Heim

Kopenicker Berlin W

31
Auswärts

Suhl W

AI

Köpenicker SC Berlin besiegt VfB Suhl mit 3:1 (13:25, 25:13, 25:23, 25:22) – historischer erster Sieg gegen Suhl vor 740 Zuschauern in der Sporthalle Hämmerlingstraße.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Köpenicker SC Berlin schreibt Geschichte gegen VfB Suhl

Der Köpenicker SC Berlin hat am 7. Januar 2012 in der Sporthalle Hämmerlingstraße einen denkwürdigen 3:1 (13:25, 25:13, 25:23, 25:22)-Erfolg gegen den VfB Suhl gefeiert. Vor 740 Zuschauern gelang den Berlinerinnen der erste Sieg der Vereinsgeschichte gegen die Thüringerinnen überhaupt.

Eine Partie der Extreme

Was sich an diesem Samstagabend im Berliner Südosten abspielte, war ein Spiel mit Achterbahnverlauf. Suhl war als klarer Favorit angereist – die Mannschaft von Trainer Felix Koslowski stand nach einer starken Hinrunde auf Platz fünf der Tabelle, während der Köpenicker SC als Tabellenneunter in die Partie ging.

Der erste Satz schien die Rollenverteilung zu bestätigen: Suhl dominierte nach Belieben, ließ den Gastgeberinnen beim 25:13 keine Chance und zeigte eine taktisch reife Vorstellung. Die Berliner Angriffsreihe fand gegen die stabile Suhler Abwehr kein Mittel.

Die Wende nach der Pause

Doch der Köpenicker SC präsentierte sich im zweiten Durchgang wie verwandelt. Mit einer aggressiven Aufschlagserie und einer deutlich stabileren Annahme brachten die Gastgeberinnen Suhl aus dem Rhythmus. Das Resultat war ein 25:13 – die denkbar klare Antwort auf die Vorführung im ersten Satz.

„Wir haben nach dem verlorenen ersten Satz unsere Aufschläge massiv verschärft und Suhl damit aus dem Spielaufbau genommen“, war die Taktik der Berlinerinnen aufgegangen.

Enge Sätze entscheiden die Partie

Der dritte Satz entwickelte sich zur Vorentscheidung. Beide Teams schenkten sich nichts, die Führung wechselte mehrfach. Am Ende behielt Köpenick mit 25:23 die Oberhand und stellte auf 2:1.

Im vierten Satz schien Suhl das Ruder noch einmal herumreißen zu können. Die Gäste legten einen fulminanten Start hin und führten bereits deutlich mit 16:6. Ein Sieg in der Verlängerung schien greifbar nah.

Knauf als Matchwinnerin von der Bank

Doch dann kam die entscheidende Wende. Mit der eingewechselten Zuspielerin Ann-Marie Knauf fand Köpenick zurück ins Spiel. Knauf brachte die Suhlerinnen mit ihrer variablen Spielverteilung immer wieder aus dem Konzept. Vor allem Sandra Sell profitierte davon – die Außenangreiferin startete eine beeindruckende Aufschlagserie, die den Rückstand der Berlinerinnen Satz für Satz schmelzen ließ.

„Die Einwechslung von Ann-Marie Knauf war der Gamechanger. Sie hat die Suhler Abwehr mit klugen Zuspielen auseinandergenommen“, analysierte ein Beobachter vor Ort.

Letztlich drehten die Hausherrinnen den Satz noch um und gewannen ihn mit 25:22 – der Jubel in der Halle kannte keine Grenzen.

Historischer Erfolg

Es war nicht nur ein wichtiger Sieg im Kampf um den Klassenerhalt, sondern vor allem ein historischer: Zum ersten Mal überhaupt bezwang der Köpenicker SC den VfB Suhl. In der Gesamtbilanz der Rivalität führt Suhl mit 11:4-Siegen (Stand heute), doch dieser Erfolg war ein Meilenstein für den KSC.

Tabellensituation

Mit dem Sieg verbesserte sich Köpenick auf 6:6-Siege in der Saison 2011/12 und festigte den neunten Tabellenplatz. Suhl blieb mit 8:4-Siegen auf Rang fünf, verpasste aber den Anschluss an die Spitzengruppe.

Suhls Wochenend-Trip nach Berlin

Bemerkenswert war auch die Ausgangslage: Suhl hatte bereits am Freitagabend ein Nachholspiel gegen das Zurich Team VCO Berlin mit 3:0 (25:15, 28:26, 25:23) gewonnen und trat innerhalb von 24 Stunden zum zweiten Mal in Berlin an. Die Doppelbelastung könnte in den entscheidenden Phasen des vierten Satzes eine Rolle gespielt haben.

Fazit

Der Köpenicker SC Berlin bewies an diesem Abend große Moral und schrieb mit dem ersten Sieg gegen Suhl ein Stück Vereinsgeschichte. Vor allem die kämpferische Leistung nach dem verlorenen ersten Satz und die Aufholjagd im vierten Durchgang unterstrichen das Potenzial der Mannschaft. Für Suhl war es eine schmerzhafte Niederlage, die jedoch den Blick auf die bevorstehenden Aufgaben in Bundesliga und Challenge Cup nicht trüben sollte.

Rivalität seit 2010

Kopenicker Berlin W vs Suhl W Direkter Vergleich· 15

Kopenicker Berlin W und Suhl W trafen 15 Mal aufeinander — Kopenicker Berlin W gewann 4 Mal, Suhl W 11 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Suhl W führt den Direktvergleich mit 11 Siegen aus 15 Begegnungen an. Insgesamt fielen 57 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.80 pro Spiel (20 für die Heimmannschaft, 37 für die Gäste). Beide Teams trafen in 9 Spielen (60%). In 15 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Kopenicker Berlin W ist in den letzten 3 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2017.

Kopenicker Berlin W
4
Siege
Unentschieden
0
·
11
Siege
Tore gesamt
57 · 3.8/Spiel
Beide getroffen
9/15 · 60%
Über 2,5
15/15 · 100%

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