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1 Bundesliga WomenSaison 2011

Sinsheim W vs Potsdam W

7. Januar 2012 um 19:00
Heim

Sinsheim W

32
Auswärts

Potsdam W

AI

Die envacom volleys sinsheim drehen ein 0:2 gegen den SC Potsdam und gewinnen 3:2 (20:25, 17:25, 25:23, 25:21, 16:14) – ein Herzschlagfinale in der Messehalle 6.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

envacom volleys sinsheim feiern dramatischen 3:2-Heimsieg gegen den SC Potsdam

Sinsheim – Was für ein Krimi in der Messehalle 6! Die envacom volleys sinsheim haben am 7. Januar 2012 ein bereits verloren geglaubtes Spiel gegen den SC Potsdam noch mit 3:2 (20:25, 17:25, 25:23, 25:21, 16:14) gedreht. Vor über 1.200 Zuschauern feierten die Kraichgauerinnen einen der emotionalsten Siege der Saison – und bewiesen dabei eine Moral, die in der Volleyball-Bundesliga ihresgleichen sucht.

Satz 1 und 2: Potsdam dominiert nach Belieben

Die Ausgangslage war denkbar ungünstig für die Gastgeberinnen. Potsdams Trainer Alberto Salomoni hatte vor der Partie angekündigt: „Wir haben alles, um dieses Spiel zu gewinnen.“ Sein Team legte entsprechend druckvoll los und dominierte die ersten beiden Durchgänge nach Belieben.

Im ersten Satz lag Sinsheim stets ein bis zwei Punkte zurück. Die Diagonalangreiferin Lucia Daniela Fresco war bei Potsdam schlicht nicht zu halten und erzielte gemeinsam mit Patricia Grohmann und Laura Weihenmaier eine Angriffsquote von beeindruckenden 64 Prozent. Satz eins ging folgerichtig mit 25:20 an die Gäste.

Auch der zweite Satz begann ausgeglichener. Luise Mauersberger, Tammy Mahon und Ana Jakšić hielten Sinsheim zunächst im Spiel. Nach einem Aufschlagass von Ann-Christin Quade zum 12:11 schlichen sich jedoch Konzentrationsschwächen ein, die Potsdam mit einem Zwischenspurt auf 18:14 bestrafte. Trainer Stefan Bräuer brachte Marie Frick für Katharina Stauß, doch auch dieser Wechsel konnte die 17:25-Niederlage im zweiten Satz nicht verhindern. Potsdam führte 2:0 – die Messehalle wurde still.

Satz 3: Die Wende mit dem Rücken zur Wand

„Es hat eine Weile gedauert, bis wir unsere Nerven im Griff hatten“, gab Bräuer später zu. Mit dem Rücken zur Wand veränderte er die Aufstellung grundlegend: Marisa Field, Rebecca Schäperklaus und Marie Frick kamen neu ins Spiel. „Ich musste etwas verändern, wir standen mit dem Rücken zur Wand“, so der Trainer.

Doch zunächst sah es nicht nach einer Wende aus. Potsdam führte 20:23 und war nur zwei Punkte vom 3:0-Sieg entfernt. Die allerwenigsten in der Halle – ausgenommen die Spielerinnen selbst und der Fanclub – hätten zu diesem Zeitpunkt noch an ein Comeback geglaubt. Doch dann packte Martina Jakubšová den Hammer aus, die Feldabwehr fightete um jeden Ball, der Block wurde präsenter, und die Halle tobte. Punkt für Punkt kämpften sich die Gastgeberinnen heran und gewannen den dritten Satz mit 25:23.

„Es ist immer alles möglich, du darfst nur nicht aufhören, daran zu glauben“, sagte ein freudestrahlender Stefan Bräuer nach dem Spiel.

Satz 4: Der Ausgleich ist geschafft

War der Satzgewinn nun der gelöste gordische Knoten oder nur ein Strohfeuer? Die Antwort lieferten die envacom volleys sinsheim im vierten Durchgang. Nahezu alle langen Ballwechsel entschieden sie für sich, Nora Götz trumpfte über die Mitte auf, der Block entwickelte sich zu einem unüberwindbaren Bollwerk. Die Spannung in der Halle war zum Greifen nah.

Bis zum 18:18 blieb es ein offener Schlagabtausch, dann war es wieder Martina Jakubšová, die ihre Klasse ausspielte. Am Ende des Satzes wurde sie zu Recht als wertvollste Spielerin des Spiels geehrt. 25:21 – der Satzausgleich war geschafft, der Hexenkessel kochte.

Tiebreak: Sieben Matchbälle und ein Triumph

Der fünfte Satz hatte es in sich. Katharina Stauß leitete mit einem Aufschlagass ein, Sinsheim kämpfte weiter, flog bei der Feldabwehr in die Werbebanden – alles wurde in die Waagschale geworfen. Bei 6:2 schien die Entscheidung zugunsten der Gastgeberinnen gefallen zu sein.

Doch Potsdam war noch nicht geschlagen. Zwei, drei unglückliche Bälle später hatte der SC Potsdam sieben Punkte in Folge gemacht und führte 9:6. Bei 8:12 und 12:14 – zwei Matchbälle für Potsdam – schien die Niederlage für Sinsheim besiegelt. Doch die Kraichgauerinnen wehrten den ersten Matchball ab, Trainer Bräuer brachte Kathrin Neumaier zum Aufschlag – und sie servierte hervorragend. Ann-Christin Quade zimmerte mit jugendlicher Unbekümmertheit die entscheidenden Bälle ins Potsdamer Feld.

16:14 – der 3:2-Sieg war perfekt. Grenzenloser Jubel in der Messehalle 6. Fans, die auch Stunden nach dem Spiel noch mit gefühltem Herzkammerflimmern von „atemberaubend“ bis „überragend“ sprachen.

Tabellenkontext: Ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf

Für die envacom volleys sinsheim war der Sieg ein enorm wichtiger Befreiungsschlag. In der Saison 2011/12 der 1. Volleyball-Bundesliga der Frauen kämpften beide Teams gegen den Abstieg. Sinsheim (als „envacom volleys sinsheim“) und Potsdam standen in der unteren Tabellenhälfte und waren auf jeden Punkt angewiesen.

Das Hinrundenspiel am 15. Oktober 2011 hatte Potsdam noch mit 3:1 für sich entschieden. Umso wichtiger war dieser Rückspielsieg für Sinsheim, der den Grundstein für eine hoffnungsvollere Rückrunde legen sollte.

„Es freut mich für die Mädels. In der Summe ein Sieg mit allen Mannschaftsteilen, jeder einzelnen Spielerin. Wir waren couragiert und mutig, und dieses gemeinsame Erfolgserlebnis war so wichtig“, resümierte Stefan Bräuer nach der Partie. „Wir waren weg vom Fenster und sind noch einmal zurückgekommen. Diese Signalwirkung haben wir gebraucht. Ich bin stolz auf mein Team, endlich haben wir den verdienten Lohn für die letzten Wochen erhalten.“

Fazit

Dieses Spiel war Volleyball in seiner schönsten und dramatischsten Form. Die envacom volleys sinsheim zeigten eine charakterstarke Leistung, kämpften sich aus einer scheinbar aussichtslosen Lage zurück und belohnten sich mit einem der emotionalsten Siege der Saison. Für die Fans in der Messehalle 6 war es ein Abend, den sie so schnell nicht vergessen werden.

Rivalität seit 2009

Sinsheim W vs Potsdam W Direkter Vergleich· 5

Sinsheim W und Potsdam W trafen 5 Mal aufeinander — Sinsheim W gewann 1 Mal, Potsdam W 4 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Potsdam W führt den Direktvergleich mit 4 Siegen aus 5 Begegnungen an. Insgesamt fielen 22 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.40 pro Spiel (9 für die Heimmannschaft, 13 für die Gäste). Beide Teams trafen in 5 Spielen (100%). In 5 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2010.

Sinsheim W
1
Siege
Unentschieden
0
·
4
Siege
Tore gesamt
22 · 4.4/Spiel
Beide getroffen
5/5 · 100%
Über 2,5
5/5 · 100%

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API-Daten: 11. Juni 2026