USC Münster besiegte Smart Allianz Stuttgart am 2. Januar 2012 mit 3:0 (25:6, 25:15, 25:21). Lonneke Sloetjes war mit 21 Punkten die überragende Spielerin.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungUSC Münster feiert historischen Kantersieg gegen Stuttgart
Der USC Münster hat am 2. Januar 2012 zum Abschluss der Hinrunde der 1. Volleyball-Bundesliga ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Das Team von Trainer Axel Büring fegte den Tabellennachbarn Smart Allianz Stuttgart in der Halle am Berg Fidel mit einem beeindruckenden 3:0 (25:6, 25:15, 25:21) aus der Halle und bescherte sich damit die beste Vorrunde seit der Meistersaison 2004/05.
Ein erster Satz für die Geschichtsbücher
Was sich am Montagabend in Münster abspielte, hatte mit einem ausgeglichenen Spitzenspiel nur wenig gemein. Der USC Münster zeigte von der ersten Minute an eine konzentrierte Vorstellung und ließ den Gästen aus Stuttgart nicht den Hauch einer Chance. Besonders der erste Satz geriet zur einseitigen Demonstration: Mit 25:6 deklassierten die Münsteranerinnen den Vizemeister der Vorsaison und stellten früh die Weichen auf Sieg.
Trainer Axel Büring hatte sein Team offenbar perfekt auf den Gegner eingestellt. Die Abstimmung in der Annahme, die Variabilität im Angriff und die Geschlossenheit im Block – alles griff an diesem Abend nahtlos ineinander. Stuttgart, das mit großen Ambitionen in die Partie gegangen war, fand gegen das aggressive Aufschlagsspiel der Münsteranerinnen kein Mittel.
Lonneke Sloetjes als überragende Akteurin
Als wertvollste Spielerin des Abends wurde die Niederländerin Lonneke Sloetjes ausgezeichnet, die auf beeindruckende 21 direkte Punkte kam. Die Diagonalangreiferin, die erst 21 Jahre alt war und sich in jener Saison zu einer der dominantesten Angriffsspielerinnen der Liga entwickelte, war von der Stuttgarter Abwehr nicht zu kontrollieren. Ihre Angriffe aus der Rückraumzone und ihre präzisen Schläge über den Block brachten die Gäste immer wieder in Verlegenheit.
Neben Sloetjes überzeugte auch Zuspielerin Tess von Piekartz mit cleverer Spielverteilung. Die niederländische Regisseurin hielt ihre Angreiferinnen stets in einem guten Rhythmus und sorgte dafür, dass die Münsteraner Angriffsmaschine auf Hochtouren lief. Auch Andrea Berg am Netz und Lea Hildebrand auf der Außenposition trugen ihren Teil zu dem überzeugenden Auftritt bei.
Zweiter und dritter Satz: Kontrolle behalten
Nach dem erdrückenden ersten Satz blieb Münster auch im zweiten Durchgang dominant. Der USC setzte Stuttgart früh unter Druck und erspielte sich schnell eine komfortable Führung. Mit 25:15 ging auch dieser Satz deutlich an die Gastgeberinnen, die zu diesem Zeitpunkt bereits uneinholbar auf Kurs Richtung Heimsieg lagen.
Im dritten Satz stemmte sich Stuttgart noch einmal etwas energischer gegen die drohende Niederlage. Der Tabellensechste kämpfte sich heran und hielt das Spiel zeitweise offen. Doch Münster ließ sich nicht mehr von der Siegerstraße abbringen. Am Ende hieß es 25:21 – der dritte Satzgewinn und der insgesamt verdiente 3:0-Erfolg waren perfekt.
Mit diesem Sieg untermauerte der USC Münster seine Rolle als Überraschungsteam der Saison 2011/12. Das Team um die herausragende Lonneke Sloetjes schloss die Hinrunde punkt- und satzgleich mit dem Schweriner SC auf dem dritten Tabellenplatz ab – nur aufgrund des schlechteren Ballverhältnisses hinter den Mecklenburgerinnen.
Tabellensituation nach dem 16. Spieltag
Zur Halbzeit der Saison führten die Roten Raben Vilsbiburg die Tabelle an, gefolgt vom Dresdner SC. Münster und Schwerin lagen gleichauf dahinter – eine Position, die vor der Saison wohl nur die wenigsten Experten dem USC zugetraut hätten. Der Traditionsverein, der zwischen 1993 und 2000 fünf Mal deutscher Meister wurde, war nach einigen durchwachsenen Jahren zurück in der Spitzengruppe.
Für Stuttgart hingegen war die deutliche Niederlage ein Rückschlag. Das Team von Trainer Alberto Salomoni, das mit Ambitionen auf die vorderen Plätze in die Saison gestartet war, fand an diesem Abend nie zu seinem Spiel. Die Annahme geriet immer wieder ins Wanken, und auch die Angriffsbemühungen der Stuttgarterinnen scheiterten allzu oft am gut organisierten Münsteraner Block.
Ausblick auf die Rückrunde
Für den USC Münster ging es bereits wenige Tage später weiter: Am 7. Januar 2012 stand das Auswärtsspiel beim VT Aurubis Hamburg auf dem Programm. Stuttgart reiste ebenfalls am 7. Januar zum Dresdner SC, dem Tabellenzweiten – eine schwere Aufgabe für die Mannschaft, die nach der deutlichen Pleite in Münster Wiedergutmachung betreiben wollte.
Die Rückrunde versprach Spannung: Konnte Münster an die starke Vorrunde anknüpfen und sich für die Playoffs qualifizieren? Und würde Stuttgart zurückschlagen und den Anschluss an die Spitzengruppe wiederherstellen?
Fazit
Der 3:0-Erfolg des USC Münster gegen Smart Allianz Stuttgart am 2. Januar 2012 war eine der eindrucksvollsten Vorstellungen der gesamten Saison. Besonders der 25:6-Erfolg im ersten Satz blieb in Erinnerung – ein Ergebnis, das in dieser Höhe zwischen zwei etablierten Bundesligateams selten zu sehen ist. Lonneke Sloetjes avancierte mit 21 Punkten zur überragenden Spielerin des Abends und unterstrich ihre Ausnahmestellung in der Volleyball-Bundesliga.
Rivalität seit 2009
Munster W vs Stuttgart W Direkter Vergleich· 40
Munster W und Stuttgart W trafen 40 Mal aufeinander — Munster W gewann 5 Mal, Stuttgart W 35 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 35 Siegen aus 40 Begegnungen an. Insgesamt fielen 151 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.77 pro Spiel (39 für die Heimmannschaft, 112 für die Gäste). Beide Teams trafen in 22 Spielen (55%). In 40 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 21 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2023.
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