Köpenicker SC Berlin besiegt Smart Allianz Stuttgart 3:2 (25:18, 18:25, 27:25, 11:25, 15:13) in einem dramatischen Fünf-Satz-Krimi zum Auftakt der Saison 2011/12 der 1. Bundesliga Frauen.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungKrimi zum Saisonauftakt: Köpenicker SC Berlin ringt Smart Allianz Stuttgart nieder
Der Köpenicker SC Berlin ist mit einem packenden 3:2 (25:18, 18:25, 27:25, 11:25, 15:13) gegen Smart Allianz Stuttgart in die Saison 2011/12 der 1. Bundesliga Frauen gestartet. Vor heimischer Kulisse in der Sporthalle Hämmerlingstraße lieferten sich beide Teams am 27. Dezember 2011 ein wahres Wechselbad der Gefühle – mit extremen Leistungsschwankungen auf beiden Seiten.
Satz 1: Startschwierigkeiten überwunden
Die Gastgeberinnen erwischten einen nervösen Start. In der Annahme haperte es gewaltig, und Stuttgart nutzte dies eiskalt aus. Schnell lagen die Berlinerinnen mit 7:12 zurück. Doch dann kam der KSC auf Betriebstemperatur. Mit konzentrierten Aufschlägen – insbesondere durch Pia Riedel – setzte man die Gästedeckung gehörig unter Druck. Die Abstimmung bei Stuttgart geriet ins Wanken. Köpenick spielte nun variabel und zog seine Punkte nicht nur über die Diagonale von Kindra Carlson, sondern auch über Mittelblockerin Lauren Barfield im Schnellangriff. Am Ende stand ein verdienter 25:18-Satzgewinn – der Auftakt war geglückt.
Satz 2: Stuttgarts Aufschlagshow
Was im ersten Satz funktioniert hatte, war im zweiten Durchgang wie weggeblasen. Stuttgart-Angreiferin Heather Meyers übernahm das Kommando am Aufschlagpunkt. Von einem 4:5 zog sie mit einer Serie von Sprungaufschlägen auf 4:13 davon – die Berliner Annahme war schlichtweg demontiert. Als der KSC endlich die richtige Einstellung auf die sich wegdrehenden Bälle gefunden hatte, war der Zug längst abgefahren. Stuttgart glich mit 25:18 zum 1:1 aus.
Satz 3: Verlängerungskrimi
Der dritte Satz bot von Beginn an hochklassigen Volleyballsport. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen, konzentriert jagten beide Mannschaften den Bällen hinterher. Zahlreiche lange Ballwechsel mit exzellenten Angriffsleistungen des KSC rissen das Publikum von den Sitzen. Am Ende waren es erneut die Berlinerinnen, die das glücklichere Ende für sich verbuchen konnten – in der Verlängerung setzte sich Köpenick mit 27:25 durch und stellte auf 2:1.
Satz 4: Totaler Einbruch
Nach dem Kraftakt des dritten Satzes drohte der KSC im vierten Durchgang völlig auseinanderzufallen. Stuttgart schickte nacheinander Papafotiou und Renkema an die Aufschlaglinie – mit verheerender Wirkung. Zwei Aufschlagserien zerstörten die Köpenicker Annahme ein weiteres Mal. Beim Stand von 1:12 (!) gelang den Gastgeberinnen erst der zweite Punkt. Die Chance auf den Satzausgleich ließ sich Stuttgart nicht nehmen. Satz vier endete 25:11 aus Sicht der Gäste – die Höchststrafe für den KSC, der in diesem Durchgang nie zu seiner Angriffsstärke fand.
Satz 5: Herzschlagfinale
Der entscheidende Tiebreak musste die Frage nach dem Sieger beantworten. Zunächst schien alles auf Stuttgart hinauszulaufen: Die Gäste zogen auf 9:5 davon. Doch dann bewies der Köpenicker SC eine beeindruckende Moral. Mit konsequenter Energieleistung und kämpferisch großartiger Abwehrarbeit kämpften sich die Berlinerinnen Punkt für Punkt heran. Beim 12:12 war der Ausgleich geschafft. Im Herzschlagfinale behielten die Gastgeberinnen die Nerven und verwandelten den Matchball zum umjubelten 15:13 – der erste Saisonsieg war unter Dach und Fach.
Fazit
Trainer Benedikt Frank jubelte nach Spielende mit seiner Mannschaft: Der Köpenicker SC hatte mit viel Kampfgeist, einigen Krämpfen und zeitweise richtig gutem Volleyball die ersten beiden Punkte der Saison in der Hauptstadt behalten. Der Sieg war jedoch keineswegs ungefährdet – die extremen Leistungsausschläge zeigten, dass an der Konstanz noch gearbeitet werden musste. Für die Zuschauer bot sich dennoch ein denkwürdiger Volleyballabend, der sämtliche Emotionen des Sports vereinte.
Mit diesem Erfolg im Rücken reiste der KSC zuversichtlich in die nächsten Aufgaben der Saison 2011/12 – ein wichtiger Schritt im Kampf um den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga.
Rivalität seit 2009
Kopenicker Berlin W vs Stuttgart W Direkter Vergleich· 15
Kopenicker Berlin W und Stuttgart W trafen 15 Mal aufeinander — Kopenicker Berlin W gewann 3 Mal, Stuttgart W 12 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 12 Siegen aus 15 Begegnungen an. Insgesamt fielen 61 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.07 pro Spiel (19 für die Heimmannschaft, 42 für die Gäste). Beide Teams trafen in 10 Spielen (67%). In 15 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2016.
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