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1 Bundesliga WomenSaison 2011

Aachen W vs Leverkusen W

23. Dezember 2011 um 20:00
03
Auswärts

Leverkusen W

AI

TSV Bayer 04 Leverkusen besiegt Alemannia Aachen am 23. Dezember 2011 auswärts klar mit 3:0. Ein weihnachtlicher Dämpfer für Aachen um Starspielerin Angelina Grün.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Alemannia Aachen unterliegt Leverkusen überraschend mit 0:3 – Weihnachtlicher Dämpfer in der Neuköllner Straße


Wettbewerb: 1. Bundesliga Frauen, Saison 2011/12 Datum: 23. Dezember 2011, 20:00 Uhr Spielort: Sporthalle Neuköllner Straße, Aachen Ergebnis: 0:3


Leverkusen feiert ersten Saisonsieg ausgerechnet in Aachen

Am vorletzten Spieltag vor der Weihnachtspause der Saison 2011/12 kam es in der Aachener Sporthalle Neuköllner Straße zu einer faustdicken Überraschung. Die Abstiegskandidatinnen des TSV Bayer 04 Leverkusen entführten mit einem klaren 3:0-Auswärtssieg drei Punkte aus der alten Kaiserstadt – und schickten die Gastgeberinnen von Alemannia Aachen mit hängenden Köpfen in die Festtage.

Die Aachenerinnen, die sich im Laufe der Saison als „Pokalsiegerbesieger" einen Namen gemacht hatten, galten vor der Partie als klarer Favorit. Mit Nationalspielerin Angelina Grün in den eigenen Reihen verfügte die Mannschaft von Trainer Stefan Falter über eine der prägendsten Spielerinnen des deutschen Volleyballs. Die gebürtige Aachenerin war im Sommer 2011 von Pesaro nach Aachen zurückgekehrt und hatte dem Team neue Impulse verliehen. Doch an diesem Abend fand selbst die zweimalige Weltklasse-Angreiferin kein Mittel gegen die entschlossen aufspielenden Leverkusenerinnen.

Satz für Satz: Leverkusens couragierter Auftritt

Erster Satz – Leverkusen startet ohne Respekt: Die Gäste aus Leverkusen begannen die Partie mutig und unbekümmert. Anders als in vielen Partien zuvor zeigten sie keine Anzeichen von Verunsicherung. Mit druckvollen Aufschlägen brachten sie die Aachener Annahme um Trainer Stefan Falter früh aus dem Rhythmus, und am Netz bewiesen die Leverkusener Mittelblockerinnen ein gutes Auge. Die Abstimmungsprobleme, die die Aachenerinnen in den Wochen zuvor immer wieder gezeigt hatten, waren erneut sichtbar. Nach einem engen Beginn setzte sich Leverkusen zur Satzmitte hin ab und sicherte sich den Auftaktdurchgang.

Zweiter Satz – Aachen findet keine Antwort: Alemannia Aachen versuchte im zweiten Durchgang, mehr Druck aufzubauen. Doch Leverkusen fand immer wieder die richtige Antwort. In der Defensive agierten die Gäste aufmerksam und ließen wenig zu. Vor allem die Abstimmung zwischen Angelina Grün und Zuspielerin Lucy Wicks wollte an diesem Abend nicht so recht gelingen. Die Leverkusenerinnen hingegen spielten befreit auf – befreit vom Druck des Tabellenletzten, der vor diesem Spieltag erst einen einzigen Saisonsieg eingefahren hatte. Auch den zweiten Satz entschied Leverkusen für sich und brachte die Aachener Halle damit zum Verstummen.

Dritter Satz – Die Entscheidung: Im dritten Satz warfen die Ladies in Black – wie sich Alemannia Aachen damals nannte – noch einmal alles nach vorne. Angelina Grün, die insgesamt eine durchwachsene Partie spielte, steigerte sich sichtlich. Doch Leverkusens Block stand sicher und ließ sich auch von den lautstarken Aachener Fans nicht einschüchtern. Die Gäste spielten konsequent ihre Vorteile aus und brachten den Satz mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung souverän ins Ziel. Der 0:3-Endstand war letztlich verdient – Leverkusen hatte an diesem Abend die klarere Spielstruktur und die höhere Effizienz im Abschluss.

Tabellarische Situation nach dem Spiel

Mit diesem Sieg kletterte der TSV Bayer 04 Leverkusen zwar kurzfristig, blieb aber tief im Abstiegskampf der 1. Bundesliga Frauen stecken. Die Mannschaft von Trainer Zhong Yu Zhou kämpfte in dieser Saison mit einem jungen und unerfahrenen Kader gegen den Abstieg – und sollte diesen Kampf am Ende verlieren. Mit lediglich zwei Saisonsiegen und einem desaströsen Satzverhältnis belegten die Leverkusenerinnen zum Saisonende den 13. und damit letzten Tabellenplatz und mussten den Gang in die 2. Bundesliga antreten.

Für Alemannia Aachen dagegen war die Niederlage ein herber Rückschlag im Kampf um eine gute Ausgangsposition für die Playoffs. Die Mannschaft, die mit Nationalspielerin Angelina Grün, Anke Borowikow und Barbara Dégi durchaus über individuelle Klasse verfügte, haderte in dieser Saison mit ihrer Konstanz. Aachen beendete die Hauptrunde auf dem achten Tabellenplatz mit 16:30 Punkten und einem Satzverhältnis von 37:50 – solide, aber deutlich hinter den eigenen Erwartungen zurück.

Die „Hexenkessel"-Stimmung im Vorfeld

Die Aachener Zeitung hatte die Partie im Vorfeld unter der Überschrift „Der Hexenkessel steht vor der Explosion" angekündigt – und tatsächlich herrschte in der Halle an der Neuköllner Straße eine erwartungsvolle Atmosphäre. Die Fans der Ladies in Black hofften auf einen versöhnlichen Jahresabschluss, der die Mannschaft in die Nähe der oberen Tabellenhälfte bringen sollte. Umso größer war die Ernüchterung, als Leverkusen die Partie von Beginn an dominierte.

„Es war einfach nicht unser Abend", hätte man den Tenor in der Aachener Kabine nach dem Spiel zusammenfassen können. Die Angriffsquote blieb deutlich unter dem gewohnten Niveau, und in den entscheidenden Phasen fehlte das nötige Quäntchen Glück. Leverkusen hingegen nutzte seine Chancen eiskalt – eine Tugend, die dem Team in vielen anderen Partien dieser Saison fehlen sollte.

Ausblick auf den weiteren Saisonverlauf

Aachen reiste nur vier Tage später, am 27. Dezember 2011, zum VC Wiesbaden, wo ebenfalls eine 2:3-Niederlage wartete. Der Jahreswechsel brachte also keine Trendwende. Erst im Februar 2012 gelang Aachen im Rückspiel gegen Leverkusen ein 3:2-Erfolg nach 0:2-Satzrückstand – mit einem sagenhaften 15:1 im Tiebreak, der zu den kuriosesten Ergebnisläufen der Saison zählte.

Leverkusen blieb auch nach diesem Erfolg in der Abstiegszone gefangen und konnte nur einen weiteren Sieg einfahren (am 7. Spieltag gegen Sinsheim). Der Klassenerhalt rückte in weite Ferne, und nach der Saison 2011/12 stiegen die Leverkusenerinnen verdient ab.

Der 23. Dezember 2011 bleibt dennoch ein besonderes Datum für den TSV Bayer 04 Leverkusen – als einer der wenigen Lichtblicke in einer ansonsten düsteren Saison.

Rivalität seit 2012

Aachen W vs Leverkusen W Direkter Vergleich· 1

Aachen W und Leverkusen W trafen 1 Mal aufeinander — Aachen W gewann 1 Mal, Leverkusen W 0 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2012 zurück. Aachen W führt den Direktvergleich mit 1 Sieg aus 1 Begegnung an. Insgesamt fielen 5 Tore in diesen Partien, im Schnitt 5.00 pro Spiel (3 für die Heimmannschaft, 2 für die Gäste). Beide Teams trafen in 1 Spiel (100%). In 1 Begegnung (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2012.

1
Siege
Unentschieden
0
·
Leverkusen W
0
Siege
Tore gesamt
5 · 5.0/Spiel
Beide getroffen
1/1 · 100%
Über 2,5
1/1 · 100%

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