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1 Bundesliga WomenSaison 2011

Kopenicker Berlin W vs Sinsheim W

23. Dezember 2011 um 16:00
Heim

Kopenicker Berlin W

32
Auswärts

Sinsheim W

AI

Köpenicker SC Berlin dreht einen 0:2-Satzrückstand gegen Sinsheim und gewinnt 3:2 in einem dramatischen Fünfsatzkrimi der 1. Bundesliga Frauen 2011/12.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Köpenicker SC Berlin vs. Sinsheim W — 3:2 (19:25, 19:25, 25:19, 25:15, 15:11)

Der Köpenicker SC Berlin hat sich am Freitag vor Weihnachten in einem dramatischen Fünfsatzkrimi gegen die envacom volleys Sinsheim mit 3:2 (19:25, 19:25, 25:19, 25:15, 15:11) durchgesetzt. Vor heimischem Publikum in der Sporthalle an der Hämmerlingstraße drehte der KSC einen 0:2-Satzrückstand und sicherte sich drei wichtige Punkte im Abstiegskampf der 1. Bundesliga Frauen.

Sinsheim startet furios

Die Gäste aus dem Kraichgau erwischten einen Traumstart. Köpenick wirkte zunächst gehemmt und fand nicht ins Spiel. Sinsheim nutzte die Verunsicherung eiskalt aus und dominierte die ersten beiden Durchgänge. Mit 25:19 und erneut 25:19 sicherten sich die Spielerinnen von Trainer Stefan Bräuer eine komfortable 2:0-Führung. „Wir haben uns in den ersten beiden Sätzen nicht an die besprochene Taktik gehalten“, räumte Bräuer nach der Partie ein.

Köpenicks Antwort

Doch der KSC steckte nicht auf. Mit lauter werdender Unterstützung des Heimpublikums kämpften sich die Berlinerinnen zurück in die Partie. Trainer Gil Ferrer Cutino fand die richtigen Stellschrauben, und seine Mannschaft begann, Druck auf die Sinsheimer Annahme auszuüben. Satz drei ging mit 25:19 an den KSC – der Turnaround war eingeleitet.

Im vierten Satz lief es für Köpenick wie am Schnürchen. Eine frühe 8:2-Führung wurde kontinuierlich ausgebaut. Die Berlinerinnen ließen nichts mehr anbrennen und spielten den Satz mit 25:15 souverän nach Hause. Der Ausgleich zum 2:2 war perfekt, die Halle kochte.

Tiebreak-Drama

Der Entscheidungssatz hielt, was die 99 Minuten zuvor versprachen. Köpenick legte mit 3:0 vor und zog auf 10:6 davon. Als die Berlinerinnen auf 14:6 davonzogen, schien die Entscheidung gefallen. Doch Sinsheim gab sich nicht geschlagen: Mit einer beeindruckenden Aufholjagd kamen die Gäste noch einmal auf Schlagdistanz. „Hier haben wir vier Chancen ungenützt verstreichen lassen“, ärgerte sich Stefan Bräuer über die ungenutzten „Dankebälle“. Am Ende behielt Köpenick jedoch die Nerven und verwandelte den Matchball zum 15:11 – der erlösende Sieg war unter Dach und Fach.

„Wir waren deutlich besser als zuletzt, geschlossener, konnten die Spannung und den Rhythmus leider nicht bis zum Ende halten“, zeigte sich Bräuer nach dem Spiel geknickt. „Leider wurden wir gegen einen direkten Kontrahenten für unser Engagement nicht belohnt.“

Die entscheidenden Spielerinnen

Auf Seiten der Gäste ragte Luise Mauersberger mit 16 Punkten als beste Scorerin und wertvollste Spielerin (MVP) heraus. Auch Martina Jakubšová und Marisa Field zeigten starke Leistungen. Die beiden Youngster Ann-Christin Quade (für Tammy Mahon eingewechselt) und Rebekka Schäperklaus über die Mitte brachten nach ihrem Comeback neuen Schwung ins Sinsheimer Spiel. Marie Frick führte ihr Team mit viel Einsatz an.

Tabellarische Bedeutung

Zum Zeitpunkt der Partie standen beide Teams im unteren Tabellendrittel – der Sieg war für den KSC im Kampf um den Klassenerhalt von enormer Bedeutung. Die direkte Bilanz zwischen beiden Mannschaften bleibt eng: Von bis dahin fünf Duellen gewann Köpenick drei, Sinsheim zwei.

Ausblick

Während Köpenick mit dem Gefühl eines glücklichen, aber verdienten Heimsieges in die Weihnachtspause gehen konnte, blieb bei Sinsheim vor allem die Erkenntnis, auch in Berlin mithalten zu können. Bereits am 2. Januar 2012 wartete mit dem Dresdner SC der nächste schwere Brocken auf die Mannschaft von Stefan Bräuer.

Die Weihnachtsbescherung blieb für die envacom volleys sinsheim aus – doch die Moral und die gezeigte Leistung in den ersten beiden Sätzen und der Aufholjagd im Tiebreak gaben Hoffnung für die Rückrunde.

Rivalität seit 2009

Kopenicker Berlin W vs Sinsheim W Direkter Vergleich· 5

Kopenicker Berlin W und Sinsheim W trafen 5 Mal aufeinander — Kopenicker Berlin W gewann 3 Mal, Sinsheim W 2 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Kopenicker Berlin W führt den Direktvergleich mit 3 Siegen aus 5 Begegnungen an. Insgesamt fielen 21 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.20 pro Spiel (12 für die Heimmannschaft, 9 für die Gäste). Beide Teams trafen in 4 Spielen (80%). In 5 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2012.

Kopenicker Berlin W
3
Siege
Unentschieden
0
·
Sinsheim W
2
Siege
Tore gesamt
21 · 4.2/Spiel
Beide getroffen
4/5 · 80%
Über 2,5
5/5 · 100%

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