Menu
1 Bundesliga WomenSaison 2010

SC Schweriner W vs Dresdner SC W

18. Mai 2011 um 19:00
Heim

SC Schweriner W

32
Auswärts

Dresdner SC W

AI

Der Schweriner SC gewann das erste Play-off-Finale der 1. Bundesliga Frauen 2010/11 gegen den Dresdner SC mit 3:2 (25:23, 23:25, 25:22, 22:25, 15:12) und legte damit den Grundstein für den achten Meistertitel.

Match-Videos

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Schwerin gewinnt Final-Hinspiel gegen Dresden – 3:2-Auftaktsieg in der Arena Schwerin

Der Schweriner SC hat sich im ersten Play-off-Finale um die Deutsche Meisterschaft der Frauen einen wichtigen Heimsieg gesichert. Vor heimischer Kulisse in der Arena Schwerin bezwang der Rekordmeister den Dresdner SC mit 3:2 (25:23, 23:25, 25:22, 22:25, 15:12) und legte damit den Grundstein für den achten Meistertitel der Vereinsgeschichte.

Spitzenspiel mit Finalcharakter

Die Saison 2010/11 der 1. Bundesliga Frauen gipfelte in einem traditionsreichen Play-off-Finale zwischen den beiden Schwergewichten des deutschen Frauenvolleyballs. Der Dresdner SC war als Erster der Normalrunde mit 46:10 Punkten und 76:30 Sätzen ins Finale eingezogen, während der Schweriner SC als Dritter der Hauptrunde (40:16 Punkte, 66:38 Sätze) über die Halbfinals gegen die Roten Raben Vilsbiburg ins Endspiel eingezogen war.

In der Saison zuvor hatte Dresden beide Ligaspiele gegen Schwerin für sich entschieden – 3:1 in der Hinrunde in eigener Halle und 3:2 im Rückspiel am 30. März in Schwerin. Der Druck lag also auf den Gastgeberinnen, die vor 2.096 Zuschauern in der ausverkauften Arena Schwerin eine Antwort geben mussten.

Schwerin startet furios

Die Hausherrinnen erwischten einen Traumstart. Angeführt von der Kroatin Mira Topic, der überragenden Patricia Thormann und Kapitänin Julia Retzlaff dominierten sie den ersten Satz nach Belieben. Schwerins Aufschlagsspiel bereitete Dresden früh Probleme, Grit Müller hatte auf der gegnerischen Annahmeposition sichtlich Schwierigkeiten. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einer starken Blockarbeit – insbesondere über die Mitte mit Thormann und Hanke – zog Schwerin schnell auf 8:3 davon und sicherte sich den ersten Durchgang mit 25:23.

Dresden schlägt zurück

Im zweiten Satz zeigte der Dresdner SC seine Klasse. Das Team von Trainer Alexander Waibl, das sich über die gesamte Saison als das konstanteste Team der Liga erwiesen hatte, fand besser ins Spiel. Kerstin Tzscherlich, die Rekordnationalspielerin und Legende des DSC, stabilisierte die Annahme, und über die Diagonalposition der Kalifornierin Nadia Schaus sowie die junge Saskia Hippe kamen die Sachsen immer besser zur Geltung. Am Ende des zweiten Durchgangs setzte sich Dresden mit 25:23 durch – der Ausgleich war geschafft.

Nervenkrimi in der Arena

Der dritte Satz wurde zur Vorentscheidung. Schwerin startete erneut stark, doch Dresden kämpfte sich zurück. Der Abschnitt war geprägt von hochklassigen Ballwechseln und einer Vielzahl spektakulärer Abwehraktionen auf beiden Seiten. Mira Topic, die ihre Klasse als Diagonalangreiferin immer wieder unter Beweis stellte, und die junge Zuspielerin Denise Hanke hielten Schwerin im Spiel. Am Ende hatte Schwerin mit 25:22 die Nase vorn und führte mit 2:1.

Der vierte Satz war erneut hart umkämpft. Dresden gab nicht auf – die Mannschaft aus der sächsischen Landeshauptstadt glich mit 25:22 aus und erzwang den Tiebreak.

Entscheidung im Tiebreak

Im fünften Satz waren es die Nerven, die entschieden. Schwerin erwies sich als das abgeklärtere Team. Vor der stimmungsvollen Kulisse der Arena Schwerin behielten die Gastgeberinnen die Ruhe. Mira Topic und Patricia Thormann – die kurz zuvor als MVP der Saison ausgezeichnet worden war – übernahmen die Verantwortung. Mit 15:12 sicherte sich der SSC den Tiebreak und damit einen 3:2-Gesamtsieg im ersten Finalspiel.

Bedeutung für die Finalserie

Der Sieg im Hinspiel war von großer Bedeutung für den weiteren Verlauf der Finalserie. Drei Tage später, am 21. Mai 2011, stand das Rückspiel in der Dresdner Margon Arena an. Schwerin reiste mit der Option eines möglichen Golden Sets im Gepäck nach Dresden – sollte Dresden das Rückspiel gewinnen, hätte ein Entscheidungssatz über den Titel entschieden.

„Es war ein Spiel auf höchstem Niveau. Wir haben zwei Ausnahmespielerinnen wie Mira Topic und Patricia Thormann in unseren Reihen, die heute den Unterschied ausgemacht haben“, zeigte sich Schwerins Trainer Tore Aleksandersen zufrieden, für den die Partie eine besondere Bedeutung hatte: Es war sein letztes Heimspiel als Schweriner Coach, da er nach der Saison das Amt des finnischen Nationaltrainers übernehmen sollte.

Dresdens Trainer Alexander Waibl zeigte sich kämpferisch: „Wir haben gezeigt, dass wir auf Augenhöhe sind. Jetzt kommt das Rückspiel in eigener Halle – da wollen wir alles reinwerfen.“

Ausblick

Das Rückspiel am 21. Mai in der Dresdner Margon Arena vor 3.000 Zuschauern sollte die Entscheidung bringen. Der Schweriner SC krönte sich dort mit einem souveränen 3:0 (25:23, 27:25, 25:18) zum achten Mal zum Deutschen Meister. Die Meisterschale wurde von Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière an Kapitänin Julia Retzlaff überreicht – der krönende Abschluss einer packenden Finalserie zwischen zwei der traditionsreichsten Vereine der deutschen Volleyball-Geschichte.

Für den Dresdner SC, der die Normalrunde als Tabellenführer abgeschlossen hatte, blieb nur der Vizemeistertitel. Die Enttäuschung saß tief, doch die Mannschaft von Alexander Waibl sollte in den folgenden Jahren mehrfach zurückkommen – der erste von drei aufeinanderfolgenden Finalniederlagen gegen Schwerin (2011, 2012, 2013), bevor 2014 die lang ersehnte Meisterschaft gelang.

Schlüsselspielerinnen

  • Mira Topic (Schwerin): Die kroatische Diagonalangreiferin war mit ihren kraftvollen Angriffen über die Position 2 eine der entscheidenden Spielerinnen und sorgte immer wieder für die wichtigen Punkte in den entscheidenden Phasen.
  • Patricia Thormann (Schwerin): Die MVP der Saison 2010/11 zeigte im Finale ihre ganze Klasse – sowohl im Block als auch im Angriff war sie eine Bank.
  • Julia Retzlaff (Schwerin): Die Kapitänin führte ihr Team mit Erfahrung und Abgeklärtheit, insbesondere in den entscheidenden Momenten des Tiebreaks.
  • Saskia Hippe (Dresden): Die 20-jährige Außenangreiferin gab ihr Finaldebüt und zeigte auf der großen Bühne eine starke Leistung.

Rivalität seit 2009

SC Schweriner W vs Dresdner SC W Direkter Vergleich· 40

SC Schweriner W und Dresdner SC W trafen 40 Mal aufeinander — SC Schweriner W gewann 23 Mal, Dresdner SC W 17 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 23 Siegen aus 40 Begegnungen an. Insgesamt fielen 159 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.98 pro Spiel (86 für die Heimmannschaft, 73 für die Gäste). Beide Teams trafen in 26 Spielen (65%). In 40 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Dresdner SC W ist in den letzten 5 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2021.

SC Schweriner W
23
Siege
Unentschieden
0
·
Tore gesamt
159 · 4.0/Spiel
Beide getroffen
26/40 · 65%
Über 2,5
40/40 · 100%

Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.

API-Daten: 11. Juni 2026