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1 Bundesliga WomenSaison 2010

SWE Volley-Team W vs Aachen W

7. Mai 2011 um 18:00
Heim

SWE Volley-Team W

32
Auswärts

Aachen W

AI

SWE Volley-Team Erfurt beendet die Bundesliga-Saison 2010/11 mit einem 3:2-Sieg über Alemannia Aachen. Die Partie war der letzte Auftritt vor dem Abstieg in die 2. Liga.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Satz für Satz: Die Partie im Überblick

Der erste Satz begann aus Erfurter Sicht denkbar schlecht. Aachen dominierte von Beginn an und ließ den Gastgeberinnen wenig Raum zur Entfaltung. Mit 16:25 ging der Auftaktdurchgang klar an die Gäste, die damit ihre Ambitionen untermauerten. Aachens Angriffsspiel lief gut – 14 Angriffspunkte im ersten Satz belegen die Durchschlagskraft.

Doch das SWE Volley-Team zeigte Moral. Im zweiten Satz kämpfte sich die Mannschaft zurück ins Spiel. Schlüsselspielerin Lüttge (am Ende 23 Angriffspunkte, +14 G-V-Bilanz) und Döhnert (12 Angriffspunkte, +7) drehten auf. Mit 25:17 glich Erfurt souverän aus – die Aufschlagserie von Maria Völker und die stabilere Annahme machten den Unterschied.

Der dritte Satz wurde zur Geduldsprobe. Beide Teams lieferten sich intensive Ballwechsel, doch Erfurt behielt in den entscheidenden Momenten die Oberhand. 25:21 – das SWE Volley-Team ging erstmals in Führung. Hoppe steuerte im dritten Satz wichtige Punkte bei.

Aachen schlug jedoch zurück. Im vierten Satz erhöhten die Ladies in Black den Druck. Poll (17 Angriffspunkte, +12) und Speer (10 Angriffspunkte, +6) waren die treibenden Kräfte. 21:25 bedeutete Satzausgleich und die Entscheidung musste im Tiebreak fallen.

Tiebreak-Krimi zum Saisonabschluss

Der fünfte Satz war von Beginn an von hoher Nervosität geprägt. Erfurt legte vor, Aachen konterte – beim Seitenwechsel führte das SWE Volley-Team knapp mit 8:6. In der Crunch-Phase zeigten die Erfurterinnen dann ihre beste Seite: Die Aufschläge von Slack sorgten für Annahmeprobleme bei Aachen, und Lüttge verwandelte zwei entscheidende Angriffe. Mit 15:11 sicherte sich Erfurt den Satz- und damit den Matchgewinn.

Am Ende stand ein 3:2-Erfolg, der in der nackten Statistik seine Bestätigung fand: Erfurt kam auf 102 Gesamtpunkte, Aachen auf 99. Die Heimmannschaft gewann 68 Angriffspunkte und setzte insgesamt sechs Aufschlagasse – darunter zwei direkte Aufschlagpunkte im Tiebreak.

Besondere Bedeutung für Erfurt

Vereinspräsident Michael Panse schrieb später auf seiner Vereinsseite: "Am Samstag haben unsere Mädels noch einmal klasse gekämpft und mit einem 3:2-Sieg über Aachen einen versöhnlichen Saisonabschluss gesetzt." Es waren die letzten Minuten Erstliga-Volleyball für das SWE Volley-Team – zumindest vorerst.

Der Verein hatte sich in seiner zweiten Bundesliga-Saison das ehrgeizige Ziel "Wir sind gekommen, um zu bleiben" gesetzt. Nach vier Siegen in der Hinrunde und Erfolgen gegen Sinsheim, Dresden und Potsdam keimte Hoffnung auf. Doch die Rückrunde verlief weniger erfolgreich. Am Ende fehlte der entscheidende Sieg gegen eines der Spitzenteams, und der Abstieg stand bereits vor dem letzten Spieltag fest.

Abschied von Leistungsträgerinnen

Das Spiel markierte auch den Abschied mehrerer Spielerinnen, die Erfurt nach der Saison verließen. Eszter Kovács (Einsatz als Libera in diesem Spiel) erhielt kurz danach eine Berufung in die ungarische Nationalmannschaft. Liz Cordonier und Julie Young (im Kader, aber ohne Einsatz) kehrten zurück nach Kanada, um dort für das Nationalteam zu spielen. Brigitte Slack – eine der Schlüsselspielerinnen in diesem Match – flog zurück in die USA.

Auch wenn das Team in die 2. Bundesliga absteigen musste, gab es Grund zur Zuversicht: Die neue Riethhalle in Erfurt mit Platz für bis zu 1.500 Zuschauer stand kurz vor der Fertigstellung, und viele Sponsoren blieben dem Verein treu.

Ausblick: Ein Neuanfang

Für Aachen hingegen war die Saison ebenfalls beendet. Die Ladies in Black belegten in der Abschlusstabelle einen Platz im Mittelfeld und schauten nach einem durchwachsenen Saisonverlauf auf eine Saison mit Höhen (u.a. ein 3:1-Sieg gegen Pokalsieger Stuttgart) und Tiefen. Aachens Walkenhorst (10 Angriffspunkte) und Bednarova (7 Angriffspunkte) waren in diesem letzten Saisonspiel die auffälligsten Akteurinnen.

Für das SWE Volley-Team hieß es nach der Partie: "Wir gehen, um wieder zu kommen." Der Saisonabschluss mit einem Derbysieg gegen Aachen gab dem Team und den Fans den nötigen Rückenwind für den Neuaufbau in der 2. Bundesliga.

Rivalität seit 2011

SWE Volley-Team W vs Aachen W Direkter Vergleich· 6

SWE Volley-Team W und Aachen W trafen 6 Mal aufeinander — SWE Volley-Team W gewann 1 Mal, Aachen W 5 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2011 zurück. Aachen W führt den Direktvergleich mit 5 Siegen aus 6 Begegnungen an. Insgesamt fielen 20 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.33 pro Spiel (4 für die Heimmannschaft, 16 für die Gäste). Beide Teams trafen in 2 Spielen (33%). In 6 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Aachen W ist in den letzten 4 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–1 im Jahr 2016.

SWE Volley-Team W
1
Siege
Unentschieden
0
·
5
Siege
Tore gesamt
20 · 3.3/Spiel
Beide getroffen
2/6 · 33%
Über 2,5
6/6 · 100%

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