Sinsheim W
SC Schweriner W
Schweriner SC gewinnt 3:0 auswärts gegen SV Sinsheim in der 1. Bundesliga Frauen. Patricia Thormann wird MVP. Sinsheim kämpft um Klassenerhalt, Schwerin zeigt Play-off-Form.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSchwerin eine Klasse für sich: Sinsheim unterliegt 0:3
Der Schweriner SC hat am Donnerstagabend, dem 5. Mai 2011, in der 1. Volleyball-Bundesliga der Frauen eindrucksvoll seine Play-off-Form unter Beweis gestellt. Vor heimischer Kulisse in der Messehalle 6 musste sich der SV Sinsheim dem siebenfachen deutschen Meister mit 0:3 (15:25, 17:25, 21:25) geschlagen geben.
Satz für Satz: Die Dominanz des SSC
Erster Satz (15:25): Schwerin erwischte den besseren Start und setzte Sinsheim früh mit dem Aufschlag unter Druck. Die Gäste legten einen Zwischenspurt hin, allen voran Patricia Thormann, die später zur wertvollsten Spielerin (MVP) gekürt wurde. Thormann, seit Jahren eine der besten Mittelblockerinnen der Liga, glänzte mit schnellen Angriffen aus dem Zentrum. Sinsheims Block hielt zunächst beim 7:7 stark mit, doch Schwerin zog auf 16:11 davon und ließ sich die Führung nicht mehr nehmen.
Zweiter Satz (17:25): Die Gastgeberinnen starteten verheißungsvoller in den zweiten Durchgang. Julia Prus und Anne Vorsatz, die für Tonya Mokelki eingewechselt wurde, sorgten für ausgeglichene Verhältnisse bis zum 10:10. Doch sobald sich Schwerin auf die veränderte Situation eingestellt hatte, zogen die Mecklenburgerinnen entscheidend davon. Mit druckvollen Aufschlägen und effizienten Angriffen sicherten sie sich auch diesen Satz deutlich.
Dritter Satz (21:25): Der SV Sinsheim kämpfte im dritten Satz verbissen und konnte den Favoriten mit 21:25 noch am stärksten fordern. Die Hausherrinnen bewahrten die Spannung für das entscheidende Saisonfinale, wie Trainer Stefan Bräuer später betonte: „Es war wichtig, gerade hier die nötige Spannung für das letzte Endspiel am Samstag zu halten.“ Dennoch war auch dieser Durchgang letztlich Beute der Schwerinerinnen.
Stimmen zum Spiel
Sinsheims Trainer Stefan Bräuer zeigte sich nach der Partie realistisch: „Wir wollten unsere Chance suchen und gewinnen, mussten aber schnell anerkennen, dass Schwerin heute in einer anderen Klasse unterwegs war.“ Er bezeichnete die Begegnung als „Kampf David gegen Goliath“.
Auf der anderen Seite war Schwerins Coach Tore Aleksandersen hochzufrieden: „Wir haben zuletzt zwar immer super trainiert, aber in den Spielen schon lange nicht mehr so auftrumpfen können. Wir konnten mit einem guten Aufschlag viel Druck erzeugen und im Angriff die entscheidenden Treffer landen.“
Tabellenkontext und Bedeutung
Die Partie war das vorletzte Hauptrundenspiel der Saison 2010/11. Während Schwerin bereits für die Play-offs qualifiziert war und sich in Bestform präsentierte, stand für den SV Sinsheim noch viel auf dem Spiel. Der Klassenerhalt war noch nicht endgültig gesichert, und die Niederlage gegen den Topfavoriten war kein Beinbruch – wie Bräuer betonte.
Mit Argusaugen verfolgte Stuttgarts Trainer Jan Lindenmair die Partie, denn ein Sinsheimer Sieg hätte seinem Team im Kampf um die Play-off-Plätze helfen können. Stattdessen zeigte sich Schwerin in einer Form, die für die anstehenden Play-offs um die deutsche Meisterschaft vielversprechend war – der SSC sollte am Ende der Saison 2010/11 tatsächlich den Meistertitel gewinnen.
Ausblick
Für den SV Sinsheim stand am folgenden Samstag das finale Hauptrundenspiel gegen das Allgäu Team Sonthofen an – eine Partie, die Bräuer als „Frage der Ehre“ bezeichnete. Mit einem Sieg wollte seine Mannschaft den krönenden Abschluss einer starken Rückrunde schaffen und den Klassenerhalt perfekt machen.
Der Schweriner SC hingegen konnte sich nach diesem überzeugenden Auswärtserfolg voll und ganz auf die Play-offs konzentrieren, in denen die Mannschaft von Tore Aleksandersen als einer der Topfavoriten ins Rennen ging.
Rivalität seit 2010
Sinsheim W vs SC Schweriner W Direkter Vergleich· 5
Sinsheim W und SC Schweriner W trafen 5 Mal aufeinander — Sinsheim W gewann 0 Mal, SC Schweriner W 5 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 5 Siegen aus 5 Begegnungen an. Insgesamt fielen 16 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.20 pro Spiel (1 für die Heimmannschaft, 15 für die Gäste). Beide Teams trafen in 1 Spiel (20%). In 5 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. SC Schweriner W ist in den letzten 5 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–1 im Jahr 2010.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026