VT Aurubis Hamburg besiegt Alemannia Aachen am Ostermontag 2011 mit 3:1 (25:16, 21:25, 25:15, 25:21) in der 1. Bundesliga Frauen. Gomulka (18 Punkte) und Penha de Souza (17) führen Hamburg zum Heimsieg.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVT Aurubis Hamburg gewinnt Heimspiel gegen Alemannia Aachen mit 3:1
Am Ostermontag, dem 25. April 2011, hat VT Aurubis Hamburg in der Sporthalle Süderelbe einen verdienten 3:1 (25:16, 21:25, 25:15, 25:21)-Heimsieg gegen Alemannia Aachen gefeiert. Vor heimischer Kulisse präsentierten sich die Hamburgerinnen vor allem in den Sätzen eins und drei in bestechender Form und untermauerten damit ihre Position im Mittelfeld der 1. Bundesliga Frauen.
Ausgangslage: Saisonendspurt in der 1. Bundesliga
Die Saison 2010/11 der Volleyball-Bundesliga der Frauen neigte sich dem Ende zu. Für VT Aurubis Hamburg ging es darum, sich im gesicherten Mittelfeld zu etablieren und möglichst viele Punkte für den Endspurt zu sammeln. Alemannia Aachen – später als Ladies in Black bekannt – stand ebenfalls im Tabellenmittelfeld und wollte mit einem Auswärtssieg in der Hansestadt punkten.
Das Hinrundenspiel in Aachen hatte Hamburg mit 0:3 verloren, sodass die Mannschaft von Trainer Jean-Pierre Staelens gegen die Mannschaft von Trainer Stefan Falter Wiedergutmachung anstrebte.
Satz 1: Hamburgs Start nach Maß
Der erste Satz war eine klare Angelegenheit für die Gastgeberinnen. VT Aurubis Hamburg dominierte von Beginn an und ließ Aachen kaum zur Entfaltung kommen. Mit starken Aufschlägen (zwei Asse im Auftaktsatz) und einer stabilen Blockarbeit setzten sich die Hamburgerinnen schnell ab. Nach 21 Minuten stand der 25:16-Satzgewinn – die deutlichste Führung der Partie. Allein sechs Blockpunkte im ersten Durchgang unterstrichen die Überlegenheit der Hamburgerinnen am Netz.
Satz 2: Aachen schlägt zurück
Im zweiten Durchgang änderte sich das Bild komplett. Aachen fand besser ins Spiel und nutzte eine Schwächephase der Hamburgerinnen in der Annahme aus. Die Gäste verbesserten ihre Angriffsquote und kämpften sich Punkt für Punkt nach vorne. Bei 14:16 und 20:21 lag Aachen stets knapp vorn, ehe sie den Satz mit 25:21 für sich entschieden. Fünf Blockpunkte der Gäste in diesem Durchgang waren ein entscheidender Faktor. Der Satz dauerte 25 Minuten – der längste der Partie.
Satz 3: Die Antwort der Gastgeberinnen
Nach der kurzen Verschnaufpause kam Hamburg mit neuer Energie aus der Kabine. Das Team um die überragende Gomulka (18 Punkte insgesamt) und Penha de Souza (17 Punkte) setzte Aachen früh unter Druck. Fünf Aufschlagasse im dritten Satz – darunter mehrere direkt verwertete Services – brachten die Aachener Annahmereihe gehörig ins Wanken. Nach 21 Minuten stand es 25:15 für Hamburg, die klarste Antwort auf den zwischenzeitlichen Satzverlust.
Satz 4: Nerven behalten in der Schlussphase
Der vierte Satz entwickelte sich zum spannendsten der gesamten Begegnung. Hamburg startete gut, doch Aachen kämpfte sich immer wieder heran. Bei 15:16 lagen die Gäste sogar knapp in Führung. Doch Hamburg behielt die Nerven: Mit einer starken Aufschlagserie, konzentrierten Angriffen (13 Angriffspunkte im vierten Satz) und einer soliden Defensive drehte der Gastgeber die Partie endgültig. Beim 25:21 und 27 Minuten Spielzeit war der 3:1-Gesamtsieg unter Dach und Fach.
Die Schlüsselspielerinnen
Gomulka war mit 18 Zählern die überragende Punktesammlerin der Partie. Die Angreiferin erzielte 12 Angriffspunkte bei einer Quote von 39 Prozent, dazu drei Asse und drei Blockpunkte – eine nahezu perfekte Allround-Leistung.
Penha de Souza steuerte 17 Punkte bei, darunter 14 Angriffspunkte (38 Prozent Quote), zwei Blockpunkte und ein Ass. Die Brasilianerin war zudem in der Annahme mit 74 Prozent positiver Annahme eine der Stützen des Hamburger Spiels.
Radzuweit (11 Punkte, 50 Prozent Angriffsquote) und Michalski (9 Punkte, 57 Prozent Angriffsquote) ergänzten das Hamburger Angriffsspiel effektiv.
Auf Aachener Seite ragte Walkenhorst mit 14 Punkten (10 Angriffspunkte, zwei Asse, zwei Blocks) heraus, gefolgt von Liliom (13 Punkte) und Bednarova (7 Punkte).
Statistik im Überblick
| Kategorie | VT Aurubis Hamburg | Alemannia Aachen |
|---|---|---|
| Punkte gesamt | 96 | 77 |
| Angriffspunkte | 47 | 32 |
| Blockpunkte | 12 | 11 |
| Aufschlagasse | 10 | 11 |
| Angriffsquote | 41 % | 30 % |
| Annahme positiv | 57 % | 54 % |
Fazit
VT Aurubis Hamburg zeigte eine insgesamt souveräne Leistung und belohnte sich mit drei wichtigen Punkten gegen einen direkten Tabellennachbarn. Die Hamburgerinnen überzeugten insbesondere in der Offensive (47 Angriffspunkte, 41 Prozent Quote) und machten deutlich mehr Druck als die Gäste aus Aachen. Der zwischenzeitliche Satzverlust im zweiten Durchgang war letztlich nur eine kleine Delle in einem ansonsten dominanten Auftritt.
Für Alemannia Aachen war die Niederlage ein Rückschlag im Kampf um einen Platz im oberen Mittelfeld. Das Team von Trainer Stefan Falter zeigte im zweiten Satz Moral, konnte die Leistung aber nicht über die gesamte Spielzeit halten.
Die Partie dauerte insgesamt eine Stunde und 34 Minuten und wurde von den Schiedsrichtern Munir Fattah und Janita Richter geleitet.
Rivalität seit 2009
Hamburg W vs Aachen W Direkter Vergleich· 15
Hamburg W und Aachen W trafen 15 Mal aufeinander — Hamburg W gewann 7 Mal, Aachen W 8 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Aachen W führt den Direktvergleich mit 8 Siegen aus 15 Begegnungen an. Insgesamt fielen 58 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.87 pro Spiel (28 für die Heimmannschaft, 30 für die Gäste). Beide Teams trafen in 9 Spielen (60%). In 15 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2016.
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