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1 Bundesliga WomenSaison 2010

Stuttgart W vs Vilsbiburg W

21. April 2011 um 19:30
03
Auswärts

Vilsbiburg W

AI

Rote Raben Vilsbiburg besiegt Smart Allianz Stuttgart auswärts mit 3:0 (25:17, 25:20, 25:19) am 27. Spieltag der 1. Bundesliga Frauen 2010/11. Vilsbiburg festigt Platz 2.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Klarer Auswärtserfolg für die Roten Raben

Am 27. Spieltag der 1. Bundesliga Frauen 2010/11 setzten sich die Rote Raben Vilsbiburg souverän mit 3:0 (25:17, 25:20, 25:19) bei der Smart Allianz Stuttgart durch. Die Partie in der Stuttgarter SCHARRena war richtungsweisend im Kampf um die Playoff-Plätze – und Vilsbiburg untermauerte mit einer konzentrierten Vorstellung seine Ambitionen.

Satz für Satz: Vilsbiburg lässt nichts anbrennen

Erster Satz (17:25): Die Gäste aus Niederbayern erwischten einen Traumstart. Ohne ihre Top-Angreiferin Natalia Korobkova, die mit Ellbogenproblemen kämpfte und nur eingeschränkt eingesetzt werden konnte, fand Vilsbiburg schnell zu seinem Rhythmus. Besonders die Aufschlagserie von Evelyn Delogu brachte Stuttgart früh in Bedrängnis. Die Hausherrinnen um Nationalspielerin Maren Brinker und Mittelblockerin Angie Bland taten sich gegen die stabile Annahme der Roten Raben schwer. Vilsbiburg zog kontinuierlich davon und sicherte sich Satz eins mit 25:17.

Zweiter Satz (20:25): Stuttgart kam verbessert aus der Satzpause. Sabrina Roß und Maren Brinker punkteten über die Flügel, und das Team von Trainer Jan Lindenmair hielt zunächst mit. Doch Vilsbiburgs Libera Lenka Dürr – später zur MVP gewählt – zeigte eine herausragende Abwehrleistung und nahm den Stuttgarter Angreiferinnen den Schwung. Die Diagonalangreiferin Liana Mesa Luaces (Kuba) und die niederländische Außenangreiferin Debby Stam waren die verlässlichen Punktegaranten auf Vilsbiburger Seite. Beim 20:25 war der Satz erneut verloren.

Dritter Satz (19:25): Stuttgart stemmte sich noch einmal gegen die Niederlage. Angie Bland verbuchte wichtige Blockpunkte, und die Stuttgarter kämpften sich auf 16:18 heran. Doch Vilsbiburg behielt die Nerven. Mareike Hindriksen verteilte klug das Spiel, und mit einer Serie von Aufschlaggewinnen zogen die Roten Raben zum 25:19 davon. Der 3:0-Auswärtssieg war perfekt.

Taktische Schlüsselfaktoren

Vilsbiburg präsentierte sich an diesem Abend von seiner besten Seite. Die Abwehr um Libera Lenka Dürr war das Fundament des Erfolgs. „Beide Liberas wurden zum MVP gewählt – das zeigt, wie wichtig die Defensive an diesem Abend war“, kommentierte ein Beobachter der Partie. Die Roten Raben spielten auch ohne ihre verletzte Top-Angreiferin Korobkova (Ellbogenbeschwerden) strukturiert und fehlerarm.

Auf Stuttgarter Seite fehlte die Durchschlagskraft in der Offensive. Maren Brinker und Sabrina Roß fanden gegen die gut organisierte Vilsbiburger Abwehr nur selten Lücken. Stuttgart-Trainer Jan Lindenmair musste zusehen, wie sein Team besonders in den entscheidenden Phasen nachließ.

Tabellenkontext: Playoff-Drama nimmt Fahrt auf

Mit diesem Sieg untermauerten die Roten Raben ihren zweiten Tabellenplatz (22 Siege, 6 Niederlagen, 44:12 Punkte). Stuttgart blieb mit 19 Siegen und 6 Niederlagen (36:14 Punkte) auf Rang vier – ein polsterloser Vorsprung vor dem 1. VC Wiesbaden, der am selben Abend überraschend mit 3:0 in Schwerin gewann.

Die Playoffs der Saison 2010/11 standen unmittelbar bevor: Die ersten vier Teams der Hauptrunde sollten im Halbfinale (1. gegen 4., 2. gegen 3.) um die Meisterschaft kämpfen – mit Hin- und Rückspiel sowie möglichem Golden Set. Dresden führte die Tabelle souverän an, Vilsbiburg war als Zweiter der erste sichere Playoff-Teilnehmer.

Spielerinnen des Spiels

  • Lenka Dürr (Vilsbiburg): Die Libera glänzte mit einer fehlerlosen Annahme und unzähligen geretteten Bällen. Ihre Leistung brachte ihr die Auszeichnung als MVP ein.
  • Liana Mesa Luaces (Vilsbiburg): Die kubanische Diagonalangreiferin war die verlässlichste Punktesammlerin auf dem Feld.
  • Evelyn Delogu (Vilsbiburg): Ihre Aufschlagserie im ersten Satz legte den Grundstein für den deutlichen Erfolg.

Fazit

Vilsbiburg präsentierte sich in bestechender Form und fuhr einen hochverdienten Auswärtssieg ein. Stuttgart dagegen verpasste es, sich frühzeitig für die Playoffs zu qualifizieren und musste im Saisonendspurt noch um den vierten Platz zittern. Die Roten Raben unterstrichen mit diesem dominanten Auftritt, dass sie auch ohne ihre Topscorerin Korobkova zu den Spitzenteams der Liga zählen.

Rivalität seit 2009

Stuttgart W vs Vilsbiburg W Direkter Vergleich· 38

Stuttgart W und Vilsbiburg W trafen 38 Mal aufeinander — Stuttgart W gewann 28 Mal, Vilsbiburg W 10 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 28 Siegen aus 38 Begegnungen an. Insgesamt fielen 132 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.47 pro Spiel (91 für die Heimmannschaft, 41 für die Gäste). Beide Teams trafen in 15 Spielen (39%). In 38 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 24 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2020.

Unentschieden
0
·
Vilsbiburg W
10
Siege
Tore gesamt
132 · 3.5/Spiel
Beide getroffen
15/38 · 39%
Über 2,5
38/38 · 100%

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