Der USC Münster gewann am 16. Februar 2011 mit 3:1 beim SC Potsdam – eine Niederlage, die die Freistellung von Potsdams Trainer Michael Merten nach sich zog.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungUSC Münster bezwingt SC Potsdam – Auslöser für Trainerwechsel bei den Brandenburgerinnen
Der USC Münster hat am 16. Februar 2011 ein richtungsweisendes Auswärtsspiel beim SC Potsdam mit 3:1 für sich entschieden. Die Partie des 15. Spieltags der 1. Bundesliga Frauen hatte weitreichende Konsequenzen: Sie besiegelte das Ende von Trainer Michael Merten beim abstiegsgefährdeten Gastgeber.
Enge Sätze, klare Sache für Münster
Vor heimischem Publikum erwischte der SC Potsdam einen ordentlichen Start, doch der USC Münster zeigte sich abgebrühter und effizienter in den entscheidenden Phasen. Der amtierende Deutsche Meister Rote Raben Vilsbiburg war eine Woche zuvor mit 3:1 an den Münsteranerinnen gescheitert – eine Referenz, die auch in Potsdam Eindruck hinterließ.
Der USC setzte sich in drei der vier Durchgänge durch und untermauerte damit seinen Anspruch auf einen Platz in der oberen Tabellenhälfte. Die Gäste agierten vor allem im Block stark und ließen die Potsdamer Angreiferinnen immer wieder verzweifeln.
Die Folgen: Merten muss gehen
Die Niederlage war für die Verantwortlichen des SC Potsdam der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Der SC Potsdam hatte in der Saison 2010/11 bis dahin einen schweren Stand und kämpfte gegen den Abstieg.
Nur zwei Tage später, am Sonntag, 18. Februar 2011 beim 3:0-Heimsieg gegen den Köpenicker SC, saß Co-Trainer Volker Knedel bereits als Chef auf der Bank. Die Vereinsführung hatte Michael Merten nach der Pleite gegen Münster beurlaubt.
„Die Beurlaubung von Michael Merten war ein unerlässlicher Schritt“, begründete Hans-Jürgen Scharfenberg, Volleyball-Abteilungsleiter beim SC Potsdam, die Entscheidung. Es handelte sich um den vierten Trainerwechsel der laufenden Bundesliga-Saison – ein deutliches Zeichen für die Unruhe, die in mehreren Abstiegskandidaten herrschte.
Tabellensituation und Saisonverlauf
Der SC Potsdam stand zu diesem Zeitpunkt der Saison auf dem zehnten Tabellenplatz – nur wenige Zähler vor den Abstiegsrängen. Am Ende der Spielzeit 2010/11 belegte Potsdam erneut den zehnten Platz und konnte die Klasse halten.
Der USC Münster hingegen zeigte sich in der Rückrunde in starker Form. Das Team von Trainer Axel Büring spielte eine solide Saison und lieferte auch gegen die Spitzenmannschaften der Liga beachtliche Leistungen ab. Der Deutsche Meistertitel ging in jener Saison an den Schweriner SC, der sich zum achten Mal die Krone aufsetzte.
Viertes Auswärtsspiel in Folge gewonnen
Mit dem Erfolg in Potsdam unterstrich der USC Münster seine Auswärtsstärke. Der Traditionsverein aus Westfalen, neunmaliger Deutscher Meister und zehnmaliger Pokalsieger, befand sich in jener Phase in einem Aufwärtstrend. Das Team profitierte dabei von einer eingespielten Mannschaft um Leistungsträgerinnen wie Hana Cutura und Kristin Kasperski.
Für den SC Potsdam war es eine weitere bittere Erfahrung in einer Spielzeit, die von sportlichem Abstiegskampf und personellem Wechsel geprägt war. Die Mannschaft sollte sich unter Volker Knedel jedoch wieder fangen und am Ende der Saison den Klassenerhalt sichern.
Fazit
Die Partie zwischen SC Potsdam und USC Münster am 16. Februar 2011 war mehr als ein gewöhnlicher Bundesliga-Spieltag. Der 1:3-Erfolg der Gäste aus Münster löste eine Trainerfreigabe aus, die den SC Potsdam zur Neuausrichtung zwang. Während sich der USC in der oberen Tabellenhälfte etablierte, begann für Potsdam eine schwierige Phase, die am Ende jedoch mit dem Klassenerhalt belohnt wurde.
Rivalität seit 2009
Potsdam W vs Munster W Direkter Vergleich· 28
Potsdam W und Munster W trafen 28 Mal aufeinander — Potsdam W gewann 12 Mal, Munster W 16 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Munster W führt den Direktvergleich mit 16 Siegen aus 28 Begegnungen an. Insgesamt fielen 109 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.89 pro Spiel (54 für die Heimmannschaft, 55 für die Gäste). Beide Teams trafen in 15 Spielen (54%). In 28 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2023.
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