Rote Raben Vilsbiburg besiegen SC Potsdam auswärts mit 3:0 (25:16, 25:17, 25:23) und festigen damit Platz 2 der 1. Volleyball-Bundesliga Frauen 2010/11.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungRote Raben Vilsbiburg demontieren SC Potsdam – 3:0-Auswärtssieg am 13. Spieltag
Potsdam – Die Rote Raben Vilsbiburg haben ihre Titelambitionen in der Saison 2010/11 der 1. Volleyball-Bundesliga der Frauen eindrucksvoll untermauert. Am 6. Februar 2011 feierten die Niederbayerinnen einen souveränen 3:0-Auswärtserfolg beim SC Potsdam und festigten damit ihren zweiten Tabellenplatz.
Satz für Satz: Vilsbiburg dominiert von Beginn an
Vor heimischem Publikum in der Potsdamer Halle erwischte der SC Potsdam einen denkbar schlechten Start. Die Gäste aus Vilsbiburg bestimmten von der ersten Minute an das Geschehen und ließen den Gastgeberinnen kaum Luft zum Atmen.
Satz 1 (16:25): Die Roten Raben starteten furios und setzten Potsdam mit einer starken Aufschlagserie und einer stabilen Blockarbeit unter Druck. Der SC Potsdam fand überhaupt nicht ins Spiel und musste den ersten Durchgang deutlich mit 16:25 abgeben.
Satz 2 (17:25): Auch im zweiten Satz ließ Vilsbiburg nicht nach. Die Mannschaft von Trainer Jorge Munari spielte ihre körperliche Überlegenheit am Netz konsequent aus. Potsdam kämpfte zwar verbissen, kam aber gegen die gut organisierte Abwehr der Gäste nur selten zu einfachen Punkten. Mit 17:25 ging auch der zweite Satz an die Roten Raben.
Satz 3 (23:25): Der SC Potsdam zeigte im dritten Satz Moral und kämpfte sich deutlich besser in die Partie. Die Mannschaft von Trainer Alberto Salomoni hielt diesmal lange Zeit mit und hatte beim 23:23 sogar die Chance auf eine Satzführung. Doch Vilsbiburg bewies in der entscheidenden Phase die größere Abgeklärtheit und verwandelte den dritten Satz mit 25:23. Somit stand der 3:0-Auswärtssieg fest.
Tabellensituation: Vilsbiburg bleibt oben dran
Mit diesem Sieg baute Vilsbiburg seine beeindruckende Bilanz auf 22:4 Punkte aus und blieb mit 35 gewonnenen Sätzen bei nur 12 verlorenen Sätzen das Team mit der zweitbesten Satzdifferenz der Liga. Der Dresdner SC (22:2 Punkte) führte die Tabelle weiterhin an, doch Vilsbiburg blieb als erster Verfolger in Schlagdistanz.
Der SC Potsdam hingegen rutschte mit der Niederlage weiter ins Tabellenmittelfeld ab. Mit 8:16 Punkten und 17:27 Sätzen belegten die Brandenburgerinnen nach diesem Spieltag den 11. Platz – nur zwei Punkte vor den Abstiegsrängen. Die Saison 2010/11 war für Potsdam, das erst 2009 in die 1. Bundesliga aufgestiegen war, ein schwieriger Lernprozess.
Spielerinnen im Fokus
Bei Vilsbiburg überzeugte vor allem die kubanische Diagonalangreiferin Liana Mesa Luaces, die in dieser Saison zu den herausragenden Spielerinnen der Liga zählte. Auch die niederländische Außenangreiferin Debby Stam und Zuspielerin Mareike Hindriksen – in jener Saison eine der Aufschlagstärksten der Liga – trugen maßgeblich zum Erfolg bei.
Auf Seiten des SC Potsdam versuchte die tschechische Diagonalangreiferin Nikola Radosova ihre Mannschaft zu führen, doch gegen die Übermacht der Roten Raben war an diesem Tag kein Kraut gewachsen.
Saisonausblick
Für die Roten Raben Vilsbiburg sollte die Saison 2010/11 historisch enden: Der Verein aus Niederbayern sicherte sich am Ende zum achten Mal die Deutsche Meisterschaft – ein Erfolg, der sich an diesem Sonntag in Potsdam bereits deutlich abzeichnete. Der SC Potsdam beendete die Spielzeit auf dem 11. Platz und entging knapp dem Abstieg.
Spielstatistik
| Team | Sätze | Bälle |
|---|---|---|
| SC Potsdam | 0 | 56 |
| Rote Raben Vilsbiburg | 3 | 75 |
Satzverlauf: 16:25, 17:25, 23:25
Datum: 6. Februar 2011, 16:00 Uhr Wettbewerb: 1. Bundesliga Frauen, Saison 2010/11 – 13. Spieltag
Rivalität seit 2009
Potsdam W vs Vilsbiburg W Direkter Vergleich· 37
Potsdam W und Vilsbiburg W trafen 37 Mal aufeinander — Potsdam W gewann 23 Mal, Vilsbiburg W 14 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Potsdam W führt den Direktvergleich mit 23 Siegen aus 37 Begegnungen an. Insgesamt fielen 143 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.86 pro Spiel (75 für die Heimmannschaft, 68 für die Gäste). Beide Teams trafen in 21 Spielen (57%). In 37 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Potsdam W ist in den letzten 12 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2024.
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