Munster W
Kopenicker Berlin W
USC Münster gewinnt am 4. Spieltag der 1. Bundesliga Frauen 2010/11 mit 3:1 gegen den Köpenicker SC Berlin – Setzergebnisse: 25:20, 25:18, 21:25, 25:22.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSatz für Satz: Münsters dominante Phasen
Satz 1 – 25:20: Münster begann druckvoll und setzte Köpenick von Beginn an unter Dauerdruck. Die Gastgeberinnen zeigten sich im ersten Durchgang souverän in der Annahme und nutzten ihre Angriffsmöglichkeiten konsequent. Der KSC hielt zwar phasenweise mit, musste sich aber am Ende klar geschlagen geben.
Satz 2 – 25:18: Noch deutlicher wurde es im zweiten Satz. Der USC steigerte sich weiter und ließ den Berlinerinnen kaum Raum zur Entfaltung. Vor allem im Aufschlag und in der Blockarbeit agierten die Münsteranerinnen auf hohem Niveau. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung zog Münster auf 2:0 davon.
Satz 3 – 21:25: Der KSC bewies Moral und kämpfte sich zurück in die Partie. Die Schmetterlinge aus Köpenick agierten nun entschlossener und machten über die Außenpositionen Druck. Münster leistete sich einige Unkonzentriertheiten, und Köpenick nutzte die sich bietenden Chancen eiskalt aus – der Anschlusstreffer war verdient.
Satz 4 – 25:22: Der vierte Durchgang war der umkämpfteste. Beide Teams lieferten sich intensive Ballwechsel, die Führung wechselte mehrfach. Münster behielt jedoch die Nerven und zog in der entscheidenden Phase davon. Mit einem 25:22 stellte der USC den 3:1-Endstand sicher und holte wichtige drei Punkte im Kampf um die Playoff-Plätze.
Tabellensituation: Enge Platzierung im Mittelfeld
Vor diesem Spieltag belegte der USC Münster mit 12:18 Punkten und einem Satzverhältnis von 25:31 den 9. Tabellenplatz. Der Köpenicker SC Berlin rangierte mit 10:20 Punkten und 23:32 Sätzen direkt dahinter auf Platz 10. Der Sieg war für Münster daher doppelt wertvoll – nicht nur drei Punkte, sondern auch ein direkter Schritt weg von den unteren Tabellenregionen.
Die Tabelle nach 15 Spieltagen (Stand USC Journal 2010/11) führte der Dresdner SC mit 46:10 Punkten an, gefolgt von den Roten Raben Vilsbiburg und dem Schweriner SC. Am Ende der Saison sollte Schweriner SC den achten Meistertitel feiern.
Schlüsselspielerinnen auf Münster Seite
Der USC Münster konnte in der Saison 2010/11 auf ein eingespieltes Team mit internationaler Erfahrung zurückgreifen. Zu den Leistungsträgerinnen zählten:
- Hana Čutura (#2, Außenangriff): Die 1,94 Meter große Kroatin war eine der konstantesten Punktesammlerinnen und wurde bereits mehrfach von gegnerischen Trainern als wichtigste Spielerin ausgezeichnet.
- Ines Bathen (#17, Außenangriff): Die damals 20-jährige Nachwuchsspielerin studierte an der WWU Münster und war Teil des Spitzensportförderprogramms der Universität. Mit ihrer Dynamik und Sprungkraft bereitete sie der KSC-Abwehr erhebliche Probleme.
- Linda Dörendahl (#14, Libera): Die erfahrene Libero sorgte für Stabilität in der Münsteraner Annahme und Abwehr – eine entscheidende Grundlage für den Erfolg.
- Gwendoline Horemans (#12, Mittelblock): Die belgische Mittelblockerin setzte sowohl im Block als auch im Angriff wichtige Akzente.
- Michaela Jelinkova (#11, Zuspiel): Die tschechische Zuspielerin dirigierte das Münsteraner Angriffsspiel mit Übersicht und Präzision.
Köpenick: Kampfgeist belohnt, aber nicht belohnt genug
Für den Köpenicker SC Berlin war es die vierte Saisonniederlage im fünften Spiel. Der KSC zeigte vor allem im dritten Satz, dass mit ihm zu rechnen ist, und bewies Moral. In der Sporthalle Hämmerlingstraße in Berlin-Köpenick wäre vielleicht mehr drin gewesen, aber auswärts fehlte dem Team von Trainer Rieke am Ende die Konstanz, um in Münster zu bestehen.
Der KSC beendete die Saison 2010/11 auf dem 12. Tabellenplatz mit 18:38 Punkten – sechs Zähler hinter Münster (34:22). Angesichts des knappen Kaders und der Verletzungssorgen, die die Saison über anhielten, war dies ein respektables Ergebnis.
Saisonausblick
Für den USC Münster war dieser Heimsieg ein wichtiger Schritt in der Entwicklung unter Trainer Axel Büring. Der neunfache Deutsche Meister hatte in den Jahren zuvor eine Durststrecke durchlebt, aber das Team um Jungstars wie Ines Bathen und Routiniers wie Andrea Berg zeigte, dass es mit der Spitzengruppe mithalten konnte. Am Ende der Saison 2010/11 belegte Münster den 8. Platz – das Fundament für die folgenden Jahre, in denen der USC wieder regelmäßig in die Playoffs einzog.
Rivalität seit 2009
Munster W vs Kopenicker Berlin W Direkter Vergleich· 17
Munster W und Kopenicker Berlin W trafen 17 Mal aufeinander — Munster W gewann 13 Mal, Kopenicker Berlin W 4 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Munster W führt den Direktvergleich mit 13 Siegen aus 17 Begegnungen an. Insgesamt fielen 73 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.29 pro Spiel (45 für die Heimmannschaft, 28 für die Gäste). Beide Teams trafen in 14 Spielen (82%). In 17 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2017.
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API-Daten: 11. Juni 2026