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1 Bundesliga WomenSaison 2010

Vilsbiburg W vs Hamburg W

18. Dezember 2010 um 20:00
Heim

Vilsbiburg W

03
Auswärts

Hamburg W

AI

Der deutsche Meister Rote Raben Vilsbiburg unterlag dem VT Aurubis Hamburg am 18. Dezember 2010 in der Vilstalhalle deutlich mit 0:3 (19:25, 23:25, 21:25).

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

VT Aurubis Hamburg demontiert Meister Vilsbiburg: 0:3-Auswärtssieg zum Jahresausklang

Vilsbiburg – Der deutsche Meister Rote Raben Vilsbiburg hat am 18. Dezember 2010 eine herbe vorweihnachtliche Enttäuschung erlebt. Vor heimischer Kulisse in der Vilstalhalle unterlag das Team von Trainer Jan Lindenmair dem VT Aurubis Hamburg klar mit 0:3 (19:25, 23:25, 21:25) und kassierte damit die zweite Pflichtspielniederlage innerhalb weniger Tage.

Die Ausgangslage

Bereits eine Woche zuvor waren die Roten Raben im DVV-Pokal ausgeschieden – nun folgte der nächste Rückschlag in der Bundesliga. Vilsbiburg war als Titelverteidiger in die Saison 2010/11 gestartet, hatte jedoch in den Wochen zuvor zunehmend mit Konstanzproblemen zu kämpfen. Dabei war die Mannschaft unter der Woche noch im CEV-Pokal erfolgreich gewesen: Mit einem klaren 3:0 (25:21, 25:22, 25:17) gegen Stiinta Bacau aus Rumänien hatte sich Vilsbiburg für die nächste Runde qualifiziert.

Die Gäste aus Hamburg reisten dagegen mit breiter Brust an. Erst eine Woche zuvor hatte der VT Aurubis unter seinem neuen Trainer Jean-Pierre Staelens einen wichtigen Sieg gegen Spitzenreiter Potsdam gefeiert. „So stelle ich mir das vor“, sollte Staelens nach dem Spiel über den Auftritt seiner Mannschaft sagen. „Und dann hat man plötzlich auch die richtigen Antworten gegen den Meister.“

Die Partie im Detail

Satz 1 (19:25): Der Start in die Partie misslang den Hausherrinnen vollends. Hamburg erwischte einen Traumstart und setzte Vilsbiburg von Beginn an massiv unter Druck. Mit einer starken Aufschlagserie und einer aggressiven Blockarbeit ließen die Norddeutschen dem Meister keine Chance zur Entfaltung. Beim 10:25 wirkte Vilsbiburg regelrecht überfordert – Hamburg dominierte nach Belieben.

Satz 2 (23:25): Im zweiten Durchgang steigerten sich die Roten Raben deutlich. Angetrieben von der erfahrenen Mittelblockerin und dem heimischen Publikum kämpfte sich Vilsbiburg zurück in die Partie. Die Mannschaft von Jan Lindenmair hielt lange Zeit Punkt für Punkt mit, lag zwischenzeitlich sogar in Führung. In der Crunchtime zeigte Hamburg jedoch die größere Abgeklärtheit und nutzte die entscheidenden Fehler der Gastgeberinnen konsequent aus. Mit 25:23 ging auch der zweite Satz an Aurubis.

Satz 3 (21:25): Der dritte Satz wurde zur Zerreißprobe. Vilsbiburg war nun gewarnt und startete entschlossen. Das Team kämpfte verbissen um den Satzgewinn, um die Partie noch einmal spannend zu machen. Doch Hamburg ließ nicht locker. Die Mannschaft von Jean-Pierre Staelens agierte in der entscheidenden Phase erneut abgezockter und ließ sich die Führung nicht mehr nehmen. Mit 25:21 machte Aurubis den Deckel drauf – und feierte einen hochverdienten 3:0-Auswärtssieg.

Reaktionen und Stimmen

„So stelle ich mir das vor“, freute sich Hamburgs Trainer Jean-Pierre Staelens nach dem überzeugenden Auftritt. „Und dann hat man plötzlich auch die richtigen Antworten gegen den Meister.“ Die Hamburgerinnen nutzten die Schwächen des Gastgebers in den entscheidenden Phasen konsequent aus.

Im Hamburger Abendblatt war vor dem Spiel bereits von einer „neuen Mannschaft“ unter Staelens die Rede, die „neues Selbstvertrauen“ getankt hatte. Dennoch kam der deutliche Erfolg gegen den Titelverteidiger auch für die Hamburgerinnen überraschend – eine lange Rückfahrt im Bus, dessen Heizung ausgefallen war, konnten sie mit einem breiten Grinsen antreten.

Tabellensituation und Ausblick

Die Niederlage bedeutete für Vilsbiburg den Sturz in der Tabelle. Während Smart Allianz Stuttgart sich mit einem Dreifach-Erfolg innerhalb von acht Tagen an die Tabellenspitze setzte, rutschte der Meister aus Vilsbiburg ab. Für die Roten Raben stand bereits drei Tage später am 21. Dezember die nächste schwere Aufgabe an: Auswärts beim SV Sinsheim. „Wir werden zu spüren bekommen, dass sie gegen Suhl verloren haben. Aber zu Hause ist immer etwas möglich“, hatte Sinsheims Trainer Rudi Sonnenbichler bereits vorgewarnt.

Hamburg dagegen hatte den Aufwärtstrend bestätigt und empfing am 22. Dezember den Vizemeister VC Wiesbaden – ein weiterer Prüfstein auf dem Weg nach oben.

Satzverlauf im Überblick

Satz Rote Raben Vilsbiburg VT Aurubis Hamburg
1 19 25
2 23 25
3 21 25
Ende 0 3

Fazit

Der deutsche Meister Vilsbiburg erlebte eine gebrauchte Woche: Nach dem Pokal-Aus folgte die klare Heimniederlage gegen ein stark aufspielendes Hamburg. Die Mannschaft von Jean-Pierre Staelens zeigte Moral und Qualität und bestätigte den Aufwärtstrend. Für Vilsbiburg galt es, die Weihnachtspause zu nutzen, um zurück in die Erfolgsspur zu finden. Der Meistertitel aus dem Vorjahr war plötzlich in weiter Ferne gerückt.

Rivalität seit 2009

Vilsbiburg W vs Hamburg W Direkter Vergleich· 18

Vilsbiburg W und Hamburg W trafen 18 Mal aufeinander — Vilsbiburg W gewann 17 Mal, Hamburg W 1 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Vilsbiburg W führt den Direktvergleich mit 17 Siegen aus 18 Begegnungen an. Insgesamt fielen 65 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.61 pro Spiel (51 für die Heimmannschaft, 14 für die Gäste). Beide Teams trafen in 8 Spielen (44%). In 18 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Vilsbiburg W ist in den letzten 9 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2014.

Vilsbiburg W
17
Siege
Unentschieden
0
·
Hamburg W
1
Siege
Tore gesamt
65 · 3.6/Spiel
Beide getroffen
8/18 · 44%
Über 2,5
18/18 · 100%

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