Alemannia Aachen dreht nach 1:2-Satzrückstand die Partie gegen das Allgäu Team Sonthofen und gewinnt mit 3:2 im Tie-Break. Karolina Bednarova wird zur Spielerin des Tages gewählt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungAlemannia Aachen bezwingt Allgäu Team Sonthofen nach 0:2-Satzrückstand im Tie-Break
Aachen – Die Carboo4U Ladies in Black haben ihr erstes Heimspiel der Saison 2010/11 in der 1. Volleyball-Bundesliga der Frauen dramatisch mit 3:2 gegen das Allgäu Team Sonthofen gewonnen. Nach über 120 Minuten behielt die Alemannia vor heimischer Kulisse die Oberhand und feierte einen 3:2-Erfolg (26:24, 17:25, 18:25, 25:?, 15:10).
Auftakt nach Maß, dann Einbruch
Der erste Satz war hart umkämpft und ging mit 26:24 knapp an die Gastgeberinnen. Doch dann geriet das Spiel der Aachenerinnen ins Stocken. Mit 17:25 und 18:25 gaben sie die folgenden beiden Durchgänge ab und lagen plötzlich mit 1:2-Sätzen zurück. „Wir sind nach einer miesen Phase im zweiten und dritten Satz noch einmal ganz groß zurückgekommen“, zeigte sich Kapitänin Karolina Bednarova, die später zur Aachener Spielerin des Tages gewählt wurde, erleichtert.
Die Wende im vierten Satz
Im vierten Durchgang steigerten sich die „Ladies in Black“ deutlich. Sonthofen zog sich etwas zurück, während Aachen das Risiko erhöhte. Eine starke Aufschlagserie von Christina Speer brachte die Wende: Das daraus resultierende 19:14 legte den Grundstein für den Satzausgleich. Die eingewechselte Laura Feldmann zementierte den 2:2-Ausgleich schließlich mit einem Ass.
Tie-Break-Entscheidung
Im entscheidenden fünften Satz zogen die Aachenerinnen schnell davon. Erneut war es Christina Speer, die mit einer Aufschlagserie die 5:1-Führung initiierte. Die Partie blieb bis zum Schluss spektakulär – einen atemberaubenden Punktgewinn beim 5:2 für Sonthofen quittierte selbst Hallensprecher André Schnitker mit den Worten: „So was habe ich noch nie gesehen.“ Am Ende behielt Aachen jedoch die Nerven und gewann den Tie-Break mit 15:10.
Den letzten Punkt des Tages erzielte Jana-Franziska Poll mit einem entschlossenen Angriffsball. Aachens Trainer Stefan Falter brachte es nach dem Schlusspfiff kurz und knapp auf den Punkt: „Geiler Sport.“
Youngster auf Seiten der Gäste
Auf Seiten der Sonthofenerinnen sorgte die erst 16-jährige Sandra Ittlinger für Aufsehen. Die Angreiferin kam aufgrund einer Bänderdehnung von Teamgefährtin Hana Kovarova zu ihren ersten Bundesliga-Einsätzen und machte ihre Sache laut Trainer Andreas Wilhelm „hervorragend“. Ittlinger war bereits zuvor beim Bundesligaspiel in Aachen zum Einsatz gekommen – wenn auch mit 2:3-Niederlage.
Auszeichnungen
Im Anschluss an die Partie wurden die Spielerinnen des Tages geehrt. Auf Seiten der Gäste wurde Diagonalangreiferin Jana Gogolová ausgezeichnet, bei der Alemannia ging die Ehrung an Kapitänin Karolina Bednarova.
Mit vier Punkten aus den ersten beiden Saisonspielen startete die Alemannia Aachen optimal in die Spielzeit 2010/11. Für das Allgäu Team Sonthofen war es der zweite Tie-Break binnen weniger Tage – Ausdruck des Kampfgeists, der die Mannschaft von Trainer Andreas Wilhelm in dieser Saison auszeichnen sollte.
Rivalität seit 2009
Aachen W vs Allgau Sonthofen W Direkter Vergleich· 4
Aachen W und Allgau Sonthofen W trafen 4 Mal aufeinander — Aachen W gewann 2 Mal, Allgau Sonthofen W 2 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Insgesamt fielen 16 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.00 pro Spiel (8 für die Heimmannschaft, 8 für die Gäste). Beide Teams trafen in 2 Spielen (50%). In 4 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2010.
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API-Daten: 11. Juni 2026