Alemannia Aachen unterliegt Köpenicker SC am letzten Spieltag der Saison 2009/2010 mit 1:3. Emotionale Abschiede von Kapitänin Preiss, Stahl, Hindriksen und Manager Schnitker prägen den Tag.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungAachen verabschiedet sich mit 1:3 gegen Köpenick aus der Saison
Am letzten Spieltag der Volleyball-Bundesliga-Saison 2009/2010 traf Alemannia Aachen vor heimischer Kulisse auf den Köpenicker SC. Was sportlich mit einer 1:3 (25:21, 19:25, 20:25, 22:25)-Niederlage endete, war vor allem ein Tag der großen Emotionen und Abschiede.
Satz 1: Starker Start, knapper Satzgewinn
Vor bestens gefülltem „Hexenkessel“ an der Neuköllner Straße erwischte Aachen einen Traumstart. Mit einer 6:1-Führung brachten die Ladies in Black die Berlinerinnen früh unter Druck. Doch Köpenick kämpfte sich zurück — beim 12:11 war der Satz wieder offen. Selbst eine 19:12-Führung brachte keine Sicherheit, denn Izabela de Oliviera verkürzte mit kraftvollen Angriffen auf 19:18. Die von Kapitänin Alexandra Preiss angeführte Alemannia bewahrte jedoch die Nerven und verwandelte den ersten Satzball zum 25:21.
Satz 2 und 3: Köpenick übernimmt die Kontrolle
Der zweite Durchgang begann ausgeglichen, doch beim 4:3 erspielten sich die Gäste die erste eigene Führung — und gaben sie nicht mehr ab. Beim 8:7 hatte Aachen letztmals Kontakt, dann zog Köpenick über 19:11 davon und glich mit 25:19 zum 1:1 aus.
Im dritten Satz sorgte Sandra Sell mit einer gefährlichen Aufschlagserie für die Vorentscheidung. Köpenick führte schnell 9:2, doch Aachen steckte nicht auf. Mit viel Einsatz kämpften sich die Gastgeberinnen auf 15:14 heran. Die Freude währte jedoch nur kurz: Köpenick stabilisierte sich und holte sich mit 25:20 die Satzführung zum 2:1.
Satz 4: Aufholjagd ohne Happy End
Auch im vierten Satz lag Aachen früh deutlich zurück. Beim 18:10 schienen die Berlinerinnen bereits auf und davon zu sein. Doch Jennifer Schräder in ihrem letzten Spiel für Aachen sowie Dauerbrennerin Esther Stahl entfachten noch einmal ein Feuer im Hexenkessel. Von 18:10 kämpfte sich Aachen auf 18:20 heran — die Halle bebte. Einen Matchball wehrten die Ladies in Black noch ab, doch letztlich setzte sich Köpenick mit 25:22 durch und gewann die Partie mit 3:1.
Eine Ära geht zu Ende
Die Niederlage war an diesem Tag nur die eine Seite der Medaille. Nach dem Schlusspfiff wurde es richtig emotional: Gleich mehrere Aachener Urgesteine verabschiedeten sich von der Bühne der 1. Bundesliga.
Alexandra Preiss, die Kapitänin, beendete ihre aktive Karriere und widmet sich künftig ihrem Beruf als Pilotin. Esther Stahl, seit 2001 bei der Alemannia aktiv, sagte ebenfalls schweren Herzens „Tschö“. Mareike Hindriksen, an diesem Tag zur Spielerin des Tages gewählt, wechselte zum VfB Suhl. Jennifer Schräder bleibt dem Verein als Jugendtrainerin erhalten.
Der wohl emotionalste Abschied galt jedoch Manager André Schnitker — Alemannias „Mr. Volleyball“ — der sich nach vielen Jahren aus dem Tagesgeschäft zurückzog. „Ich habe all das nicht wegen der Anerkennung gemacht, sondern weil es mir unheimlich viel Spaß gemacht hat. Aber wenn die Anerkennung dann kommt, ist es natürlich schön“, sagte Schnitker unter Tränen.
Fazit einer turbulenten Saison
Trainer Stefan Falter zeigte sich trotz der Niederlage zufrieden: „Die Mädels haben noch mal gezeigt, was sie können. Schade, dass einmal mehr die Konstanz gefehlt hat, um auch am Ende erfolgreich zu sein.“ Beide Trainer sprachen von einem „Fehlerfestival“ — die hohe Zahl an vergebenen Aufschlägen und ungenauen Angriffsbällen war auf beiden Seiten erheblich.
Aachen beendete die Saison 2009/2010 auf Tabellenplatz zwölf, Köpenick landete auf Rang neun. Die Partie war ein würdiger, wenn auch sportlich bitterer Abschluss einer Ära, die den Aachener Volleyball-Fans noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Rivalität seit 2010
Aachen W vs Kopenicker Berlin W Direkter Vergleich· 18
Aachen W und Kopenicker Berlin W trafen 18 Mal aufeinander — Aachen W gewann 12 Mal, Kopenicker Berlin W 6 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Aachen W führt den Direktvergleich mit 12 Siegen aus 18 Begegnungen an. Insgesamt fielen 68 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.78 pro Spiel (42 für die Heimmannschaft, 26 für die Gäste). Beide Teams trafen in 9 Spielen (50%). In 18 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Aachen W ist in den letzten 3 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2016.
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API-Daten: 11. Juni 2026