SC Schweriner W
Vilsbiburg W
Vilsbiburg besiegte Schwerin am 24. April 2010 mit 3:1 (29:31, 25:21, 20:25, 17:25) im Meisterschaftsduell der 1. Bundesliga Frauen und legte den Grundstein für den späteren Meistertitel.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVilsbiburg bezwingt Schwerin im Meisterschaftsduell der 1. Bundesliga Frauen
Die Rote Raben Vilsbiburg haben am 24. April 2010 ein richtungsweisendes Spitzenspiel der 1. Bundesliga Frauen für sich entschieden. Der Pokalsieger von 2009 setzte sich beim amtierenden Meister SC Schweriner mit 3:1 (29:31, 25:21, 20:25, 17:25) durch und untermauerte damit nachdrücklich seine Meisterschaftsambitionen.
Brisanz vor dem Anpfiff
Die Ausgangslage vor diesem 20. Spieltag hätte spannender nicht sein können. Drei Teams kämpften um die Meisterschaft: Der 1. VC Wiesbaden führte mit 42:8 Punkten, dicht gefolgt von Vilsbiburg (38:8) und Schwerin (38:8). Schwerin hatte jedoch zuvor unter der Woche einen herben Rückschlag erlitten – eine Fünf-Satz-Niederlage beim 1. VC Wiesbaden. Unter Cheftrainer Edwin Benne, dem Niederländer, der seit 2008 an der Seitenlinie stand, musste die Mannschaft nun zu Hause gegen den direkten Konkurrenten aus Vilsbiburg liefern.
Für Vilsbiburgs Trainer Guillermo Gallardo war es die Chance auf den ersten Sieg in Schwerin seit seinem Amtsantritt im Jahr 2007 – und seine Spielerinnen sollten ihn nicht enttäuschen.
Satz für Satz: Ein Duell auf höchstem Niveau
Erster Satz (29:31): Die Partie begann mit einem wahren Krimi. Beide Teams lieferten sich von Beginn an ein intensives Duell auf Augenhöhe. Schwerin kämpfte verbissen, doch Vilsbiburg zeigte sich abgeklärt und wehrte mehrere Satzbälle ab. Am Ende hatten die Roten Raben die Nervenstärke auf ihrer Seite und entschieden den Satz mit 31:29 für sich – eine denkbar knappe Angelegenheit, die bereits die gesamte Spannung dieser Begegnung widerspiegelte.
Zweiter Satz (25:21): Der Meister von 2009 bewies Moral. Schwerin steigerte sich, stabilisierte die Annahme und forcierte über die Außenangreiferinnen den Druck. Mit konsequentem Aufschlagsspiel gelang es den Gastgeberinnen, Vilsbiburg aus dem Rhythmus zu bringen und den Satz mit 25:21 zu gewinnen. Der Ausgleich war geschafft – die Partie war wieder völlig offen.
Dritter Satz (20:25): Der dritte Durchgang wurde zur Vorentscheidung. Vilsbiburg kam mit neuer Energie aus der Kabine und fand schnell zu seiner gefährlichen Angriffsformation. Gallardos Team agierte „sehr diszipliniert und mutig“, wie der Trainer später betonte. Schwerin fand kaum Mittel gegen die variable Offensive der Gäste und musste den Satz mit 20:25 abgeben.
Vierter Satz (17:25): Im vierten Satz war der Widerstand der Schwerinerinnen endgültig gebrochen. Die Hausherrinnen leisteten sich zunehmend Eigenfehler, während Vilsbiburg selbstbewusst und zielstrebig weiterspielte. Mit 25:17 zogen die Roten Raben davon und machten den Auswärtssieg perfekt.
Tabellenkonstellation und Meisterschaftsrennen
Durch diesen Sieg kletterte Vilsbiburg mit 40:8 Punkten am Schweriner SC (38:10) vorbei auf Rang zwei, nur noch zwei Punkte hinter Wiesbaden (42:8). Der 1. VC Wiesbaden hatte sich zeitgleich mit einem 3:1 in Aachen durchgesetzt, sodass die Tabellenspitze weiterhin eng beisammen blieb. Wiesbaden hatte jedoch bereits ein Spiel mehr absolviert.
Vilsbiburg standen noch zwei Heimspiele bevor – gegen Alemannia Aachen (1. Mai) und VT Aurubis Hamburg (8. Mai) –, während Schwerin auswärts beim Köpenicker SC Berlin antreten musste und dann zu Hause den VfB Suhl empfing.
Der Weg zur Meisterschaft
Die Rote Raben Vilsbiburg ließen sich in den folgenden Wochen nicht mehr aufhalten. Mit zwei souveränen Heimsiegen sicherten sie sich die Tabellenführung und krönten eine herausragende Saison 2009/2010 mit der Deutschen Meisterschaft. Für den Verein aus Niederbayern war es nach 2008 der zweite Titelgewinn und der Beginn einer goldenen Ära.
Der Schweriner SC beendete die Saison verdient auf dem dritten Platz und verpasste die Titelverteidigung. Die Niederlage gegen Vilsbiburg am 24. April 2010 erwies sich im Nachhinein als die vorentscheidende Weichenstellung in einem der packendsten Meisterschaftskämpfe der letzten Jahre.
Fazit
Das 1:3 des Schweriner SC gegen die Roten Raben Vilsbiburg war mehr als eine wichtige Niederlage im Titelrennen – es war das Spiel, in dem sich die Meisterschaft endgültig nach Niederbayern neigte. Vilsbiburg bewies Nervenstärke, taktische Reife und den unbedingten Willen, den Thron zu besteigen. Für Kenner des deutschen Frauenvolleyballs bleibt diese Partie ein unvergessenes Duell auf höchstem Niveau.
Rivalität seit 2010
SC Schweriner W vs Vilsbiburg W Direkter Vergleich· 30
SC Schweriner W und Vilsbiburg W trafen 30 Mal aufeinander — SC Schweriner W gewann 23 Mal, Vilsbiburg W 7 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 23 Siegen aus 30 Begegnungen an. Insgesamt fielen 117 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.90 pro Spiel (77 für die Heimmannschaft, 40 für die Gäste). Beide Teams trafen in 18 Spielen (60%). In 30 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. SC Schweriner W ist in den letzten 7 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2022.
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API-Daten: 11. Juni 2026