Schweriner SC feierte am 13. März 2010 die Einweihung der neuen Arena mit einem souveränen 3:0 (25:17, 25:22, 25:19) gegen Allianz Volley Stuttgart vor 1.640 Zuschauern.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungNeue Arena, neuer Sieg: Schweriner SC feiert Einweihung mit 3:0 gegen Stuttgart
Einweihung der neuen Schweriner Arena
Am 13. März 2010 schrieb der Schweriner SC ein besonderes Kapitel seiner Vereinsgeschichte. Mit einem souveränen 3:0 (25:17, 25:22, 25:19) gegen Allianz Volley Stuttgart weihten die Volleyballerinnen des SSC ihre neue Spielstätte in der Von-Flotow-Straße erfolgreich ein. Vor ausverkauftem Haus – 1.640 begeisterte Zuschauer waren Zeugen eines denkwürdigen Abends in der neuen Schweriner Arena.
Der Umzug von der alten Halle am Lambrechtsgrund in die neue Arena markierte einen Neuanfang für den amtierenden deutschen Meister. Und die Mannschaft von Trainer Tore Aleksandersen machte aus diesem Neuanfang auf Anhieb einen Triumph.
Furioser Start im ersten Satz
Die Hausherrinnen legten einen Start hin, der an Deutlichkeit kaum zu überbieten war. Zur ersten technischen Auszeit führte Schwerin bereits mit 8:1 – ein Traumstart, der die 1.640 Zuschauer in der neuen Halle von den Sitzen riss. Stuttgart zeigte sich sichtlich überrumpelt von der Wucht des SSC-Auftakts.
Bis zur zweiten technischen Auszeit beim Stand von 16:12 war der Vorsprung zwar etwas geschmolzen, doch die Schwerinerinnen ließen sich nicht mehr einfangen. Mit einem ungefährdeten 25:17 sicherten sie sich den ersten Satz. Besonders Lisa Thomsen überzeugte in der Annahme, Maja Pachale glänzte im Angriff und Julia Retzlaff setzte mit starken Aufschlägen die Stuttgarter Annahme früh unter Druck.
Enge zweite Runde
Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein deutlich ausgeglicheneres Bild. Stuttgart, das bereits in der laufenden Saison zweimal gegen den SSC verloren hatte (unter anderem ein klares 0:3 auswärts zu Saisonbeginn), präsentierte sich nun widerstandsfähiger. Die Gäste führten lange und ließen den SSC einem Rückstand hinterherlaufen. Erst beim 10:10 gelang Schwerin der Ausgleich – ausgerechnet durch einen sehenswerten Angriff, der vom Publikum mit langanhaltendem Applaus belohnt wurde.
Die Partie blieb bis zum Ende eng. Nach 29 Minuten stand es 25:22 für die Gastgeberinnen. In dieser Phase waren es vor allem die erfahrenen Kräfte, die den Unterschied ausmachten: Lisa Thomsen stabilisierte die Annahme, Denise Hanke variierte im Aufschlag und die erfahrene Sylvia Roll traf im Angriff die entscheidenden Lösungen. Stuttgart hingegen leistete sich in dieser entscheidenden Phase zu viele Eigenfehler.
Sylvia Roll macht den Deckel drauf
Mit der Führung von 2:0 im Rücken startete der SSC auch in den dritten Satz selbstbewusst. Stuttgart stemmte sich zwar gegen die Niederlage, fand aber offensiv nur selten die Durchschlagskraft, um das Schweriner Bollwerk zu durchbrechen. Die Blockarbeit des SSC stand sicher, die Annahme funktionierte – und im Angriff wurde konsequent abgeschlossen.
Es war ausgerechnet Sylvia Roll, einer der erfahrensten Spielerinnen der Liga, die den Schlusspunkt setzte. Mit ihrem Angriff zum 25:19 verwandelte die 36-Jährige den Matchball und besiegelte den 3:0-Erfolg. Für Roll, die bereits unzählige Spiele für den deutschen Volleyball bestritten hatte, war es ein besonderer Moment – die Einweihung der neuen Halle mit einem deutlichen Sieg gegen einen direkten Konkurrenten.
Spielerinnen des Spiels
Lisa Thomsen war der Fels in der Schweriner Annahme und legte mit ihrer stabilen Leistung das Fundament für den Erfolg. Die Außenangreiferin, die später mit Schwerin deutscher Meister werden und mit der Nationalmannschaft Vizeeuropameisterin (2011) werden sollte, zeigte einmal mehr ihre Klasse.
Maja Pachale wusste im Angriff zu überzeugen. Die gebürtige Schwerinerin, die bereits eine beachtliche Karriere in der Nationalmannschaft (193 Länderspiele) vorzuweisen hatte, war die zuverlässigste Angreiferin auf dem Feld.
Sylvia Roll behielt mit ihrer Erfahrung in den entscheidenden Momenten die Nerven und krönte ihre Leistung mit dem verwandelten Matchball.
Denise Hanke sorgte für Druck mit ihren Aufschlägen und leitete damit mehrere entscheidende Punkte ein.
Bedeutung für die Saison 2009/2010
Der Sieg war in mehrerlei Hinsicht bedeutsam. Zum einen festigte Schwerin seine Position im Kampf um die Meisterschaft. Die Saison 2009/2010 war hart umkämpft – die Roten Raben Vilsbiburg sollten am Ende den Titel holen, Schwerin und Stuttgart lieferten sich mit Dresden ein enges Rennen um die Spitzenplätze.
Zum anderen hatte Schwerin mit Stuttgart einen Gegner geschlagen, der in dieser Saison bereits zu den stärksten Teams der Liga zählte. Für Stuttgart war es bereits die dritte Saisonniederlage gegen den SSC – nach einem 0:3 in Stuttgart (November 2009) und nun erneut 0:3 in Schwerin.
Für den SSC war dieser 13. März 2010 aber vor allem eines: ein Startschuss für eine neue Ära in der neuen Arena. Die alte Halle am Lambrechtsgrund hatte viele Erfolge gesehen – die neue Arena sollte daran anknüpfen.
Fazit
Der 3:0-Sieg gegen Allianz Volley Stuttgart war mehr als nur zwei weitere Punkte in der Tabelle. Es war die gelungene Einweihung einer neuen Heimstätte. Mit einer konzentrierten Mannschaftsleistung, einer stabilen Annahme und variablen Angriffen ließen die Schwerinerinnen dem Gegner keine Chance. Drei Sätze, drei Erfolge – und eine Halle, die in den folgenden Jahren zur Festung werden sollte.
Rivalität seit 2011
SC Schweriner W vs Stuttgart W Direkter Vergleich· 50
SC Schweriner W und Stuttgart W trafen 50 Mal aufeinander — SC Schweriner W gewann 29 Mal, Stuttgart W 21 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2011 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 29 Siegen aus 50 Begegnungen an. Insgesamt fielen 192 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.84 pro Spiel (108 für die Heimmannschaft, 84 für die Gäste). Beide Teams trafen in 31 Spielen (62%). In 50 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 7 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2019.
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