VC Wiesbaden besiegt SV Lohhof mit 3:0 am 19. Spieltag der 1. Bundesliga Frauen 2009/10 – Hessinnen bauen Heimserie aus, Lohhof bleibt als Schlusslicht sieglos.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungDominante Vorstellung der Wiesbadenerinnen
Vor heimischer Kulisse ließ der VCW von Beginn an keinen Zweifel an der eigenen Stärke aufkommen. Trainerin Xiaojun Yang hatte ihre Mannschaft optimal auf den Aufsteiger eingestellt, der in der gesamten Saison noch auf den ersten Punktgewinn wartete. Wiesbaden bestimmte das Geschehen von der ersten Minute an und ließ den Gästen aus Lohhof kaum Raum zur Entfaltung.
Bereits im Hinspiel am 1. November 2009 hatte der VCW in einer engen Partie mit 3:2 die Oberhand behalten. Im Rückspiel gelang den Hessinnen nun ein wesentlich deutlicherer Erfolg. „Wir haben von Anfang an konzentriert gespielt und uns keine Durchhänger erlaubt“, war die Botschaft aus dem Wiesbadener Lager nach der Partie.
Saisonkontext: Wiesbaden auf dem Vormarsch
Zum Zeitpunkt der Begegnung befand sich der 1. VC Wiesbaden in einer glänzenden Verfassung. Das Team hatte bereits neun Ligaspiele in Serie gewonnen und war auf heimischem Boden in der gesamten Saison ungeschlagen. Mit dieser Siegesserie hatte sich der VCW an die Spitzengruppe der Liga herangearbeitet und war zum engsten Verfolger des Deutschen Meisters Schweriner SC avanciert.
Die Saison 2009/10 war eine der erfolgreichsten in der Vereinsgeschichte des VC Wiesbaden. Das Team von Trainerin Xiaojun Yang spielte lange Zeit um die Meisterschaft mit und beendete die Hauptrunde schließlich auf dem zweiten Tabellenplatz – nur hinter den Roten Raben Vilsbiburg, die sich letztlich den Meistertitel sicherten.
SV Lohhof: Schweres Jahr als Aufsteiger
Für den SV Lohhof gestaltete sich die Erstligasaison 2009/10 hingegen äußerst schwierig. Der Aufsteiger aus dem Münchner Umland, der gemeinsam mit dem SC Potsdam und dem SV Sinsheim in die 1. Bundesliga aufgestiegen war, fand in der gesamten Spielzeit nie richtig Tritt. Bereits im Februar zeichnete sich ab, dass Lohhof als Tabellenletzter den Gang zurück in die Zweite Liga antreten musste.
Die Mannschaft von Trainer Benedikt Frank – mit 29 Jahren damals der jüngste Coach in der 1. Liga Frauen – kämpfte zwar in vielen Partien verbissen, stand am Ende aber ohne einen einzigen Sieg da. Der 1:3-Erfolg im Rückspiel beim Köpenicker SC Berlin blieb der einzige Lichtblick in einer ansonsten verlustreichen Saison. Schon vor dem offiziellen Saisonende stand der SV Lohhof als einziger Absteiger fest, da der Verein auf die Beantragung einer Erstligalizenz für die folgende Spielzeit verzichtete.
Wiesbadens Erfolgsrezept: Geschlossene Mannschaftsleistung
Was den VC Wiesbaden in dieser Saison besonders auszeichnete, war die ausgeglichene Aufstellung und die Fähigkeit, auch in Drucksituationen ruhig zu bleiben. Die eingespielte Mannschaft um die Leistungsträgerinnen agierte als geschlossener Block und ließ sich auch von zwischenzeitlichen Rückschlägen nicht aus dem Konzept bringen. Diese mentale Stärke hatte das Team bereits im Hinspiel gegen Lohhof unter Beweis gestellt, als es einen 2:1-Satzrückstand noch in einen 3:2-Erfolg umwandelte.
Im Rückspiel am 20. Februar 2010 ließen die Wiesbadenerinnen von Beginn an keinen Zweifel an ihrer Überlegenheit aufkommen. Mit konstant starken Aufschlägen, einer stabilen Annahme und effektiven Angriffsaktionen setzten sie sich Satz für Satz gegen den Aufsteiger durch.
Ausblick auf den weiteren Saisonverlauf
Der ungefährdete 3:0-Erfolg gegen Lohhof war der neunte Sieg in Folge für den VC Wiesbaden und festigte die Position im oberen Tabellendrittel. In der Woche darauf stand das Spitzenspiel gegen den VfB Suhl an, das die Hessinnen mit einer erneuten charakterstarken Leistung 3:2 für sich entscheiden konnten. Damit verdrängte Wiesbaden Suhl vom zweiten Tabellenplatz und untermauerte seine Rolle als ernsthafter Meisterschaftsanwärter.
Die Saison 2009/10 endete für den VC Wiesbaden schließlich mit der Vizemeisterschaft – der bis dahin größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Die Mannschaft von Xiaojun Yang hatte sich in der Spitzengruppe der Bundesliga etabliert und gehörte in den folgenden Jahren zu den festen Größen im deutschen Frauen-Volleyball.
Historische Einordnung
Der SV Lohhof hingegen zog sich nach dem Abstieg aus der 1. Bundesliga zurück und spielte in den folgenden Jahren in der 2. Bundesliga Süd. Der Verein aus Unterschleißheim bei München, der in den 1980er Jahren noch Deutsche Meisterschaften gefeiert hatte, konnte nicht mehr an die glorreichen Zeiten anknüpfen. Das Duell gegen den VC Wiesbaden am 20. Februar 2010 war eines der letzten Aufeinandertreffen dieser beiden Teams auf höchstem nationalen Niveau.
Bis heute ist der 1. VC Wiesbaden in der 1. Bundesliga aktiv, während der SV Lohhof sich im Unterbau des deutschen Volleyballs neu aufstellen musste. Das 3:0 vom Februar 2010 bleibt als Zeugnis einer Saison, in der der VCW erstmals ernsthaft um die deutsche Meisterschaft mitspielte.
Rivalität seit 2009
VC Wiesbaden W vs SV Lohhof W Direkter Vergleich· 1
VC Wiesbaden W und SV Lohhof W trafen 1 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 1 Mal, SV Lohhof W 0 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 1 Sieg aus 1 Begegnung an. Insgesamt fielen 5 Tore in diesen Partien, im Schnitt 5.00 pro Spiel (3 für die Heimmannschaft, 2 für die Gäste). Beide Teams trafen in 1 Spiel (100%). In 1 Begegnung (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2009.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026