Vilsbiburg W
Munster W
Vilsbiburg W deklassierte Münster W am 10. Februar 2010 mit 3:0 (25:7, 25:12, 25:15) in der 1. Volleyball-Bundesliga Frauen der Saison 2009/10.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVilsbiburg in bestechender Frühform
Die Partie in der Ballsporthalle Vilsbiburg war von Beginn an eine klare Angelegenheit. Vor heimischem Publikum ließen die Gastgeberinnen dem USC Münster keine Chance und fertigten die Westfalen mit denkbar knappen Satzergebnissen ab: 25:7, 25:12 und 25:15. Besonders der erste Satz mit 25:7 war eine Machtdemonstration der Niederbayern.
Dieser Sieg reihte sich nahtlos in eine beeindruckende Phase der Roten Raben ein. In derselben Woche hatte Vilsbiburg bereits den SC Potsdam mit 25:7, 25:12, 25:15 – insgesamt nur 34 Ballpunkte für den Gegner – vom Feld gefegt. Die Mannschaft von Trainer Juan Diego Garcia Diaz zeigte sich in bestechender Form und schob sich mit diesem Erfolg in der Tabelle an Titelverteidiger Schweriner SC vorbei auf Platz zwei, wenngleich die Niederbayern bereits drei Spiele mehr absolviert hatten.
Die Saison 2009/10 – ein Meisterstück
Die Saison 2009/10 der Frauen-Volleyball-Bundesliga startete am 17. Oktober 2009 und endete am 8. Mai 2010 mit der Krönung der Roten Raben Vilsbiburg zum zweiten Mal nach 2008 (zuvor war 2009 der Schweriner SC Meister). Zwölf Mannschaften kämpften in der Hauptrunde um die Playoff-Plätze.
Vilsbiburg dominierte die Hauptrunde und belegte am Ende Platz eins nach 26 Spieltagen. Der Tabellenerste der Hauptrunde ließ Konkurrenten wie den 1. VC Wiesbaden, den Schweriner SC und den Dresdner SC hinter sich. Der USC Münster hingegen fand sich in der unteren Tabellenhälfte wieder und beendete die Hauptrunde auf dem achten Rang – ein Spiegelbild des sportlichen Gefälles, das sich auch in diesem Duell manifestierte.
Im Rampenlicht: Katja Wühler und die Vilsbiburger Stars
Die wohl prägendste Spielerin der Saison war Katja Wühler (heute Katja Hahn), die am Saisonende von Trainern, Kapitäninnen und Journalisten zur MVP der Saison 2009/10 gewählt wurde. Die Diagonalangreiferin führte die Wertungen in Angriff (Platz 2) und Service (Platz 2) an und war das Herzstück des Vilsbiburger Angriffsspiels.
Neben Wühler ragten Lena Möllers (Zuspiel), die als beste Nachwuchsspielerin der Saison ausgezeichnet wurde, und Libera Lenka Dürr heraus, die in der Defensiv- und Annahme-Wertung jeweils auf Platz drei landete. Die US-Amerikanerin Sheila Shaw bildete mit ihrer starken Blockarbeit (Platz 4 in der Blockwertung) das Rückgrat im Vilsbiburger Mittelblock.
USC Münster – ein Traditionsverein im Wandel
Der USC Münster blickt auf eine glorreiche Vergangenheit zurück: Elf deutsche Meistertitel (zuletzt 2005) machen die Westfalen zu einem der erfolgreichsten Vereine der Bundesliga-Geschichte. Doch die Saison 2009/10 war ein Übergangsjahr für den USC, der sich im Mittelfeld der Liga etablierte, aber gegen die absolute Spitze wie Vilsbiburg meist den Kürzeren zog.
Maren Brinker, die später für die deutsche Nationalmannschaft spielen sollte, war damals eine der Leistungsträgerinnen in Münster und wurde am Saisonende in der MVP-Wertung auf Platz vier gewählt.
Spielverlauf und Analyse
| Satz | Vilsbiburg | Münster |
|---|---|---|
| 1 | 25 | 7 |
| 2 | 25 | 12 |
| 3 | 25 | 15 |
Die Satzergebnisse sprechen eine deutliche Sprache: Münster kam in keinem der drei Durchgänge über 15 Punkte hinaus. Vilsbiburg dominierte in allen Elementen – Aufschlag, Angriff und Block – und ließ den Gästen keinerlei Raum für eine eigene Spielentwicklung. Besonders die Aufschlagserien der Roten Raben brachten Münster immer wieder aus dem Rhythmus.
Fazit
Der 3:0-Sieg von Vilsbiburg gegen Münster am 10. Februar 2010 war ein weiterer Beweis für die Überlegenheit der Roten Raben in dieser Saison. Während Vilsbiburg souverän seinem zweiten Meistertitel entgegensteuerte, blieb dem USC Münster nur die Rolle des Statisten. Am Ende der Saison feierten die Roten Raben die Deutsche Meisterschaft 2010 – die Krönung einer fast perfekten Spielzeit.
Rote Raben Vilsbiburg: Der Klub aus der niederbayerischen Stadt (ca. 12.000 Einwohner) schrieb mit diesem Titel ein kleines Sportmärchen und etablierte sich als feste Größe im deutschen Spitzenvolleyball.
Rivalität seit 2009
Vilsbiburg W vs Munster W Direkter Vergleich· 30
Vilsbiburg W und Munster W trafen 30 Mal aufeinander — Vilsbiburg W gewann 16 Mal, Munster W 14 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Vilsbiburg W führt den Direktvergleich mit 16 Siegen aus 30 Begegnungen an. Insgesamt fielen 118 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.93 pro Spiel (59 für die Heimmannschaft, 59 für die Gäste). Beide Teams trafen in 19 Spielen (63%). In 30 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2024.
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API-Daten: 11. Juni 2026