Vilsbiburg gewinnt 3:2 in Suhl. Set scores: 25:21, 19:25, 15:25, 25:22, 13:15. Suhls Libera Cigic verletzt sich früh. Sarah Petrausch führt Gäste zum Sieg.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungRote Raben entführen zwei Punkte aus der Wolfsgrube: Vilsbiburg siegt 3:2 in Suhl
Suhl – In einem packenden Fünfsatzkrimi in der Suhler Wolfsgrube haben die Roten Raben Vilsbiburg am 23. Januar 2010 einen 3:2-Auswärtssieg (25:21, 19:25, 15:25, 25:22, 13:15) gegen den VfB 91 Suhl gefeiert. Vor heimischer Kulisse kämpfte Suhl verbissen, musste aber früh im Spiel einen schweren Rückschlag verkraften.
Verletzungsschock zu Beginn
Bereits im ersten Satz erwischte es Suhls Libera Lucija Cigic, die sich eine Schulterverletzung zuzog und nicht weiterspielen konnte. Die Japanerin Yoko Hiroe sprang als Ersatzfrau ein und machte ihre Sache mehr als ordentlich – dennoch war der Ausfall ein herber Schlag für die Thüringerinnen. „Hiroe hat einen guten Job gemacht, aber diese Verletzung war einer der Wendepunkte des Spiels“, kommentierte ein Suhl-Fan auf Inside VolleyCountry. Cigic hatte sich zuvor in bestechender Form präsentiert, ihr Fehlen sollte sich im Laufe der Partie noch bemerkbar machen.
Satz für Satz: Ein Wechselbad der Gefühle
Satz 1 – Suhl startet furios (25:21)
Der VfB Suhl erwischte trotz des frühen Verletzungsschlags einen Blitzstart. Gut 400 Zuschauer in der Sporthalle Wolfsgrube sahen einen dominanten ersten Durchgang der Gastgeberinnen, die mit druckvollen Aufschlägen und einer stabilen Blockarbeit den Satz souverän mit 25:21 für sich entschieden. Insbesondere die tschechische Diagonalangreiferin Michaela Jelínková zeigte früh ihre Klasse.
Satz 2 – Vilsbiburg schlägt zurück (19:25)
Die Roten Raben, angeführt von Trainer Guillermo Carlos Gallardo, fanden nun besser ins Spiel. Sarah Petrausch, die später als eine der Schlüsselspielerinnen der Partie hervortreten sollte, sorgte mit kraftvollen Angriffen für die Wende. Vilsbiburgs Annahme stabilisierte sich, und die Gäste zogen über 25:19 den Satzausgleich.
Satz 3 – Vilsbiburg dominiert (15:25)
Der dritte Satz geriet zur bislang deutlichsten Angelegenheit der Partie. Vilsbiburg ließ Suhl kaum Luft zum Atmen und entschied den Durchgang unangefochten mit 25:15. Die niederländische Mittelblockerin Caroline Wensink und die deutsche Nationalspielerin Margareta Kozuch setzten sich im Netz immer wieder durch. Suhl fand gegen den variablen Angriff der Gäste kein Mittel.
Satz 4 – Suhl kämpft sich zurück (25:22)
Mit dem Rücken zur Wand bewies der VfB 91 Suhl Moral. Angeführt von Maja Adam Ilic und der aufopferungsvoll kämpfenden Hiroe stemmten sich die Gastgeberinnen gegen die drohende Niederlage. Die Satzführung wechselte mehrfach, doch Suhl behielt in den entscheidenden Momenten die Nerven und holte sich Satz vier mit 25:22.
Satz 5 – Entscheidung im Tiebreak (13:15)
Der Tiebreak wurde zur Nervenprobe für beide Teams. Suhl startete mit einem Mini-Break, doch Vilsbiburg kämpfte sich Punkt um Punkt zurück. Beim 13:13 war die Partie auf Messers Schneide – dann schlugen die Roten Raben eiskalt zu. Ein Angriffsfehler Suhls und ein cleverer Block der Gäste besiegelten den 15:13-Erfolg für Vilsbiburg.
Saisonkontext
Die Saison 2009/10 war die bis dahin erfolgreichste der Vereinsgeschichte der Roten Raben Vilsbiburg. Als amtierender Meister der Spielzeiten 2007/08 und 2008/09 waren die Niederbayern das Maß aller Dinge in der 1. Bundesliga Frauen. Der Sieg in Suhl unterstrich ihre Titelambitionen, auch wenn sie sich in der Liga der starken Konkurrenz aus Schwerin und Dresden erwehren mussten.
Der VfB 91 Suhl hingegen kämpfte in jener Saison um den Anschluss an das obere Tabellendrittel. Die Mannschaft von Trainer Haimo Wirthel – der in jener Saison allerdings ausgewechselt wurde – suchte nach Konstanz. Die Verletzung von Cigic erwies sich als Rückschlag, den Suhl in den folgenden Wochen nur schwer verkraften sollte.
Schlüsselspielerinnen
Sarah Petrausch (Vilsbiburg): Die Außenangreiferin war eine der auffälligsten Spielerinnen auf dem Feld und traf in den entscheidenden Phasen des Spiels.
Caroline Wensink (Vilsbiburg): Die niederländische Nationalspielerin dominierte am Netz mit starken Blöcken und effektiven Angriffen.
Yoko Hiroe (Suhl): Die japanische Zuspielerin/Abwehrspielerin sprang für die verletzte Cigic ein und zeigte eine bemerkenswerte Leistung.
Fazit
Der 3:2-Erfolg der Roten Raben Vilsbiburg in der Suhler Wolfsgrube war ein hart erkämpfter Arbeitssieg. Suhl zeigte Moral und Kampfgeist, musste sich am Ende aber der individuellen Klasse der Gäste geschlagen geben. Die zwei Punkte aus Thüringen sollten für Vilsbiburg im engen Titelrennen der Saison 2009/10 noch wertvoll sein.
Rivalität seit 2010
Suhl W vs Vilsbiburg W Direkter Vergleich· 30
Suhl W und Vilsbiburg W trafen 30 Mal aufeinander — Suhl W gewann 9 Mal, Vilsbiburg W 21 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Vilsbiburg W führt den Direktvergleich mit 21 Siegen aus 30 Begegnungen an. Insgesamt fielen 119 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.97 pro Spiel (46 für die Heimmannschaft, 73 für die Gäste). Beide Teams trafen in 21 Spielen (70%). In 30 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2023.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026

