Hamburg W
Vilsbiburg W
VT Aurubis Hamburg verliert vor 950 Fans in der Sportarena Süderelbe ein packendes Fünf-Satz-Match gegen Rote Raben Vilsbiburg mit 2:3 (22:25, 25:17, 25:22, 17:25, 11:15).
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVT Aurubis Hamburg unterliegt Roten Raben Vilsbiburg im Tiebreak-Krimi
VT Aurubis Hamburg hat am 15. November 2009 vor 950 Zuschauern in der Sportarena Süderelbe eine denkbar knappe 2:3 (22:25, 25:17, 25:22, 17:25, 11:15)-Niederlage gegen die Roten Raben Vilsbiburg hinnehmen müssen. Nach 109 Minuten standen die Gastgeberinnen mit leeren Händen da.
Fehlstart und Personalsorgen
Die Hamburgerinnen waren nach der unerwarteten 0:3-Niederlage in Wiesbaden unter Druck geraten und wollten gegen den Titelmitfavoriten aus Niederbayern den Fehlstart in der Saison 2009/10 korrigieren. Doch die Personalsituation machte Trainer Helmut von Soosten einen Strich durch die Rechnung: Libera Lisa Rühl fehlte grippekrank, und auch Anne Friedrich sowie Lousiane Penha Souza waren von der Grippewelle geschwächt. Zudem konnte Kerstin Ahlke nicht eingreifen — ihr war eine Schranktür auf den Fuß gefallen.
Die französische Nationalspielerin Séverine Lienard übernahm den Libera-Part, fehlte damit aber als Alternative im Außenangriff. „Die fehlenden Alternativen im Angriff und zu viele individuelle Fehler haben die Partie entschieden“, analysierte von Soosten nach dem Spiel.
Ein Spiel auf Augenhöhe
Der erste Satz ging mit 22:25 knapp an die Gäste. Aurubis schlug zurück und dominierte die folgenden beiden Durchgänge mit 25:17 und 25:22, ehe Vilsbiburg mit einer konzentrierten Leistung den vierten Satz deutlich mit 25:17 für sich entschied. Im entscheidenden Tiebreak lagen die Hamburgerinnen zunächst mit 5:3 vorn, doch dann ließen die Kräfte nach. Am Ende hieß es 11:15 aus Hamburger Sicht — der Krimi war entschieden.
„Nach der unerwarteten 0:3-Niederlage in Wiesbaden stand das Team unter Druck. Meine Damen haben Charakter bewiesen und Vilsbiburg eine Partie auf Augenhöhe geliefert“, lobte von Soosten dennoch den Auftritt seiner Mannschaft.
Tabellensituation
Mit 4:6 Punkten aus den ersten sechs Partien rangierte VT Aurubis Hamburg zum Zeitpunkt der Partie im Mittelfeld der Tabelle — auf Rang 8 mit 12:10 Sätzen. Die Roten Raben Vilsbiburg standen mit 8:4 Punkten und 15:8 Sätzen auf Platz 6, hatten aber bereits die Ambitionen angemeldet, erneut um die Meisterschaft mitzuspielen — die Niederbayern sollten am Ende der Saison 2009/10 Deutscher Meister werden.
Trotz des enttäuschenden Starts gab sich von Soosten optimistisch: „Wir werden aus dem Mittelfeld angreifen. Die Saison ist noch lang. Da von den ersten acht Mannschaften jede jeden schlagen kann, sind wir zuversichtlich, am Saisonende noch unser Ziel von den ersten drei Tabellenplätzen zu erreichen.“
Ausblick
Für VT Aurubis Hamburg war es trotz der knappen Niederlage ein Achtungserfolg gegen eines der Topteams der Liga. Die Mannschaft hatte gezeigt, dass sie auch gegen Spitzenmannschaften mithalten kann — eine Leistung, auf die man in der Hansestadt in den folgenden Wochen aufbauen wollte.
Die Roten Raben Vilsbiburg hingegen bestätigten mit dem Fünf-Satz-Erfolg ihre Ambitionen und marschierten weiter Richtung Playoffs — mit dem Ziel, den zweiten Meistertitel nach 2008 nach Niederbayern zu holen.
Rivalität seit 2010
Hamburg W vs Vilsbiburg W Direkter Vergleich· 18
Hamburg W und Vilsbiburg W trafen 18 Mal aufeinander — Hamburg W gewann 2 Mal, Vilsbiburg W 16 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Vilsbiburg W führt den Direktvergleich mit 16 Siegen aus 18 Begegnungen an. Insgesamt fielen 63 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.50 pro Spiel (15 für die Heimmannschaft, 48 für die Gäste). Beide Teams trafen in 7 Spielen (39%). In 18 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Vilsbiburg W ist in den letzten 9 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2014.
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API-Daten: 11. Juni 2026