Kopenicker Berlin W
Munster W
Köpenicker SC verliert sein erstes Heimspiel in der neuen Hämmerlinghalle 1:3 gegen den USC Münster – ein historischer Rückblick auf die Saison 2009/10.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungAuftakt in der neuen Heimat
Am 24. Oktober 2009 feierte der Köpenicker SC sein erstes Heimspiel in der neu errichteten Ballspielhalle an der Hämmerlingstraße – doch die Premiere endete mit einer 1:3-Niederlage gegen den USC Münster. Vor rund 1.300 Zuschauern in der modernen Spielstätte auf dem Gelände des Stadions An der Alten Försterei präsentierten sich die Berlinerinnen zwar kämpferisch, mussten sich aber letztlich der Erfahrung und der körperlichen Überlegenheit der Gäste aus Westfalen geschlagen geben.
Spielverlauf
Der Köpenicker SC startete engagiert in die Partie und konnte vor allem in der Anfangsphase des ersten Satzes mithalten. Die junge Mannschaft von Trainer Rieke zeigte phasenweise ansprechende Aktionen, litt jedoch unter einer hohen Eigenfehlerquote – insbesondere bei der Aufschlagannahme und im Aufschlag selbst. Der USC Münster nutzte diese Schwächen konsequent aus, setzte Köpenick mit einem massiven Block unter Druck und erspielte sich so die Satzgewinne.
Am Ende hieß es 1:3 aus Sicht der Gastgeberinnen. Ein Fan des 1. FC Union Berlin, der das Spiel verfolgte, resümierte:
„Die KSC-Mädels sehr jung und unerfahren im Vergleich zu Münster, und wenn die nicht gefühlte 1000 Service-Fehler gemacht hätten und etwas kreativer gegen diesen Monsterblock von Münster gespielt hätten, wäre es viel ausgeglichener gewesen!“
Historischer Kontext: Ein neues Kapitel für den KSC
Der Umzug in die Ballspielhalle Hämmerlingstraße markierte einen bedeutenden Schritt für den Köpenicker SC. Die Halle bot rund 1.300 Sitzplätze und ersetzte die bisherigen, deutlich kleineren Spielstätten. Die taz berichtete unter dem Titel „Glück mit der Halle, Pech im Spiel“ über die Premiere und hob hervor, dass der Verein trotz der Niederlage neue Zuschauer für sich gewinnen konnte. Prominenter Gast unter den Besuchern war unter anderem der Politiker Gregor Gysi.
Die Saison 2009/10 im Rückblick
Die 1. Bundesliga Frauen 2009/10 war geprägt von der Dominanz des Schweriner SC, der die Hauptrunde mit 44:8 Punkten und einem Satzverhältnis von 69:28 anführte, vor den Roten Raben Vilsbiburg (42:10) und dem Dresdner SC (40:12). Am Tabellenende mussten Alemannia Aachen und die Fighting Kangaroos Chemnitz den Gang in die Zweitklassigkeit antreten.
Köpenicker SC und USC Münster beendeten die Saison punktgleich – beide Mannschaften holten 22:30 Punkte und wiesen mit je 46:56 Sätzen sogar exakt dieselbe Satzbilanz auf. Aufgrund des direkten Vergleichs landete der KSC auf Rang 8, der USC Münster auf Rang 9. Der KSC sicherte sich damit souverän den Klassenerhalt und konnte sich in den folgenden Jahren in der 1. Bundesliga etablieren.
Fazit
Für den Köpenicker SC war die 1:3-Niederlage gegen Münster der Auftakt einer Saison, die mit Platz 8 und einer ausgeglichenen Bilanz von 11 Siegen und 15 Niederlagen endete. Der USC Münster fand sich mit derselben Punkteausbeute auf Rang 9 wieder – ein Indiz dafür, wie eng das Mittelfeld der Liga in jener Saison beisammen lag.
Quellen
- taz.de: „Glück mit der Halle, Pech im Spiel“ (2009)
- Unionforum.de – Fanbericht vom 24. Oktober 2009
- Volleyball-Bundesliga.de – Ergebnisarchiv 2009/10
- Wikipedia: Deutsche Volleyball-Bundesliga 2009/10 (Frauen)
- Inside VolleyCountry – Diskussion zur Saison 2009/10
Rivalität seit 2010
Kopenicker Berlin W vs Munster W Direkter Vergleich· 17
Kopenicker Berlin W und Munster W trafen 17 Mal aufeinander — Kopenicker Berlin W gewann 4 Mal, Munster W 13 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Munster W führt den Direktvergleich mit 13 Siegen aus 17 Begegnungen an. Insgesamt fielen 73 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.29 pro Spiel (28 für die Heimmannschaft, 45 für die Gäste). Beide Teams trafen in 14 Spielen (82%). In 17 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2017.
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