Georgien U20 besiegte Uruguay U20 49:3 in der World Rugby U20 Championship 2024. Sieben Versuche, perfekte Kicker-Leistung von Khalvashi.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSo lief die Partie
Uruguay überraschte zunächst mit einem frühen Führungstreffer: Juan Francisco Pereira verwandelte in der 6. Minute einen Straftritt zur 3:0-Führung für die Südamerikaner. Die Antwort der Georgier ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Bereits eine Minute später durchbrach Gabriel Razmadze die Abwehrreihe und legte den ersten Versuch – Nikolozi Khalvashi erhöhte per Conversion zum 7:3 (7. Minute).
Das georgische Angriffsspiel lief fortan auf Hochtouren. Temuri Dzodzuashvili erzielte in der 14. Minute den zweiten Versuch aus kurzer Distanz, Khalvashi verwandelte erneut (14:3). Nur zwei Minuten später war es Luka Tabatadze, der nach einem Lückenlauf den Ball im Malfeld ablegte; Khalvashis Conversion bedeutete das 21:3 (16. Minute).
Noch vor der Pause erhöhte Luka Narsia nach einem Pick-and-Go aus der Drangphase auf 26:3, Khalvashs Conversion stellte den 28:3-Halbzeitstand her (40. Minute).
auch nach dem Seitenwechsel blieb Georgien das bestimmende Team. Narsia schnappte sich in der 46. Minute seinen zweiten Versuch des Abends (35:3). In der 62. Minute legte Saba Nozadze nach Vorarbeit von Giorgi Khonelidze den sechsten Versuch (42:3), ehe Data Akhvlediani in der 65. Minute den siebten und letzten Versuch zum 49:3-Endstand folgen ließ. Khalvashi verwandelte alle sieben Erhöhungen.
Der Uruguayer Piero Veglio sah in der 79. Minute die Gelbe Karte.
Der Wendepunkt
Der frühe Druck nach dem Rückstand war der Schlüssel. Nach Pereiras Straftritt in der 6. Minute zum 0:3 antwortete Georgien postwendend mit dem Versuch durch Razmadze nur 60 Sekunden später. Uruguay hatte in der Folge keine Antwort auf die georgische Physis im Gedränge und die Schnelligkeit in der Hintermannschaft. Die 0:3-Führung war die einzige Führung Uruguays im gesamten Turnier – die Südamerikaner verloren am Ende mit 0:151 Punkten aus drei Vorrundenspielen.
Die Schlüsselspieler
Nikolozi Khalvashi (Georgien U20) – Der Schlussmann und Kicker blieb vom ersten bis zum letzten Ballbesitz fehlerfrei: Sieben von sieben Conversions bei einer perfekten Trefferquote. Zudem bereitete er mehrere Angriffe mit seinen Läufen durch die Abwehrreihe vor.
Luka Narsia (Georgien U20) – Der Stürmer erzielte zwei Versuche (40., 46.) und war mit seiner Präsenz in der Nähe des Malfelds eine ständige Gefahr für die uruguayische Abwehr.
Gabriel Razmadze (Georgien U20) – Sein Solo-Versuch in der 7. Minute leitete die Aufholjagd ein und brachte Georgien nach dem frühen Rückstand zurück ins Spiel.
Juan Francisco Pereira (Uruguay U20) – Der Uruguayer erzielte die einzigen Punkte seines Teams per Straftritt in der 6. Minute und war einer der wenigen Lichtblicke in einer ansonsten überforderten Mannschaft.
Spieler des Spiels: Nikolozi Khalvashi (Georgien U20)
By the numbers – interpretiert
Georgien dominierte die Ballbesitzstatistik über weite Strecken: 93 Prozent der Spielzeit führten die Gastgeber, Uruguay kam auf null Minuten Führung. Die Georgier erspielten sich 17 Einwürfe in die gegnerische 22-Meter-Zone (lediglich zwei für Uruguay) und punkteten bei jedem dieser Angriffe im Schnitt mit 3,2 Zählern. Im Gedränge gewann Georgien 75 Ballwechsel, Uruguay nur 45. Die Ruck-Geschwindigkeit spiegelte die Überlegenheit wider: 52 Prozent der georgischen Rucks wurden innerhalb von drei Sekunden gespielt (Uruguay: 27 Prozent).
Was das Ergebnis bedeutet
Für Georgien U20 war es der erste Sieg im Turnier nach zwei Niederlagen gegen Südafrika (5:33 am 2. Juli) und Wales (24:47 am 5. Juli). Mit nun 5 Punkten aus drei Spielen belegen die Georgier den dritten Platz in Gruppe A. Uruguay U20 bleibt nach drei Niederlagen (7:104 gegen Südafrika, 0:47 gegen Wales, 3:49 gegen Georgien) punktlos am Tabellenende.
Georgien trifft als Nächstes in der Platzierungsrunde auf den Gegner aus Gruppe B, Uruguay spielt um die Plätze 13–16.
Fazit
Georgien U20 zeigte gegen Uruguay eine souveräne und physisch überlegene Vorstellung, die den ersten Turniersieg verdient besiegelte. Die Georgier nutzten ihre Überlegenheit im Gedränge und ihre Schnelligkeit in der Hintermannschaft konsequent aus. Für Uruguay war es die erwartet schwere Aufgabe gegen einen höher eingestuften Gegner – die Mannschaft von Trainer Juan Carlos Bado hielt in den ersten Minuten gut mit, brach dann aber unter dem anhaltenden Druck ein.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 8. Juli 2026