Südafrika U20 besiegt Gastgeber Georgien 33:5 im zweiten Spiel der World Rugby U20 Championship 2026. Mnebelele (2 Versuche) und Giliomee (11 Punkte) führen Junior Boks zum Sieg in Tiflis.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungJunior Springboks bezwingen Gastgeber Georgien 33:5 – Mnebelele-Doppelpack ebnet den Weg in Tiflis
Tiflis – Südafrikas U20-Nationalmannschaft hat auch ihr zweites Spiel bei der World Rugby U20 Championship 2026 gewonnen. Die Junioren-Springboks setzten sich am Donnerstagabend im Avchala-Stadion von Tiflis mit 33:5 (12:5) gegen Gastgeber Georgien durch und bleiben damit in der Vorrundengruppe A ohne Punktverlust. Der Sieg fiel jedoch deutlicher aus, als es der Spielverlauf über weite Strecken vermuten ließ.
Georgien schockt Titelverteidiger mit frühem Versuch
Die Hausherren erwischten einen Start nach Maß. Bereits in der 7. Minute schlug Georgien zu: Nach einem abgefangenen Kick-off setzten die Georgier eine schnelle Angriffsserie über die Außenbahn, und Luka Tabatadze tauchte im rechten Eck auf, um den ersten Versuch des Spiels zu legen. Die Conversion blieb ungenutzt, doch Georgien führte 5:0 – eine kleine Sensation gegen den amtierenden Weltmeister.
Südafrika brauchte rund 20 Minuten, um in der Partie anzukommen. Die Antwort kam in der 21. Minute durch das Markenzeichen der Junior Boks: das Gedränge-Maul. Nach einer starken Lineout-Situation trieb die südafrikanische Pack den Ball unaufhaltsam Richtung Mallinie, und Kapitän Siphosethu Mnebelele tauchte am Boden des Haufens ab, um den ersten Versuch zu erzielen. Luan Giliomee vergab die Conversion, es stand 5:5.
Nur elf Minuten später legte Mnebelele nach. Erneut war es das südafrikanische Maul, das sich unaufhaltsam Richtung Versuchslinie schob – Mnebelele schnappte sich den Ball und drückte zum zweiten Mal ab. Giliomee verwandelte diesmal und stellte auf 12:5 (33. Minute). Mit diesem Spielstand ging es in die Halbzeitpause.
Gelbe Karten schwächen Georgien in Unterzahl
Die zweite Hälfte begann für Georgien denkbar schlecht. Daviti Tsiklauri sah in der 40. Minute die Gelbe Karte wegen eines hohen Tacklings, und nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff war Georgien erneut in Unterzahl, als Luka Tabatadze ebenfalls mit Gelb vom Feld geschickt wurde (45. Minute nach Spielzeit). Für zehn Minuten mussten die Gastgeber mit nur 13 Spielern auskommen – eine Phase, die Südafrika eiskalt ausnutzte.
Der dritte Versuch der Junior Boks fiel in der 52. Minute. Cheswill Jooste fing einen präzisen Cross-Kick von Luan Giliomee auf der rechten Seite und sprintete davon – 17:5. Giliomee verwandelte zum 19:5 (53. Minute).
Nur fünf Minuten später war es Giliomee selbst, der nach einem schnellen Straftritt die Abwehr überrumpelte und seinen eigenen Versuch legte. Die Conversion zum 26:5 folgte in der 60. Minute.
Den Schlusspunkt setzte Luke Cannon in der 78. Minute. Der Flanker, der über das gesamte Spiel hinweg der auffälligste Spieler auf dem Feld war, drückte nach einer weiteren Druckphase der Südafrikaner den Ball über die Linie. Alzeadon Felix verwandelte zum 33:5-Endstand.
Wendepunkt: Die Gelbe Karte gegen Tsiklauri
Der entscheidende Moment des Spiels war die Gelbe Karte gegen Daviti Tsiklauri in der 58. Minute (korrigiert: 40. Minute). Georgien hatte sich bis dahin tapfer gewehrt und die Halbzeit mit nur einem Versuch Rückstand überstanden. Die Unterzahl zu Beginn der zweiten Halbzeit öffnete jedoch Räume, die Südafrika mit seiner körperlichen Überlegenheit gnadenlos bestrafte. Als Tabatadze wenig später ebenfalls auf die Sünderbank musste, war Georgien mit 13 Mann hoffnungslos unterlegen.
Die Spieler des Spiels
Kapitän Siphosethu Mnebelele (Südafrika) war der Mann des Abends. Der Hakler erzielte zwei Versuche aus dem rollenden Maul und führte sein Team mit einer dominanten Leistung in der offenen Gasse an. Seine Führungsqualitäten waren in einer Phase, in der Südafrika noch nicht voll im Spiel war, von unschätzbarem Wert.
Luan Giliomee (Südafrika) lieferte eine nahezu fehlerfreie Vorstellung ab. Der Spielmacher erzielte einen Versuch, verwandelte drei von vier Conversions und steuerte insgesamt elf Punkte bei. Sein Cross-Kick zum Versuch von Jooste in der 52. Minute war ein Geniestreich.
Luke Cannon (Südafrika) war mit 16 Ballkontakten der laufstärkste Spieler auf dem Feld. Der Flanker war in der Abwehr und im Angriff gleichermaßen präsent und krönte seine Leistung mit dem letzten Versuch des Spiels.
Luka Tabatadze (Georgien) traf zwar für den frühen Führungsversuch der Gastgeber, sah aber später die Gelbe Karte, die Georgien in Bedrängnis brachte. Dennoch war er der auffälligste Georgier an diesem Abend.
Zahlen und Fakten
Die Statistik spiegelt die südafrikanische Dominenz wider, wenngleich das Ergebnis härter wirkt als der Spielverlauf. Südafrika erzielte fünf Versuche zu einem, die Junior Boks dominierten vor allem im Gedränge und beim Maul (176 Ballkontakte zu 43 für Georgien). Die Südafrikaner verbuchten sechs Line Breaks zu drei bei den Gastgebern. Georgien verlor 12 Ballbesitzphasen durch eigene Fehler, während Südafrika nur neunmal den Ball hergab.
Die entscheidende Phase war die 14-minütige Unterzahl der Georgier zu Beginn der zweiten Halbzeit, in der Südafrika zwei Versuche erzielte und das Spiel endgültig drehte.
Was das Ergebnis bedeutet
Mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel festigt Südafrika die Tabellenführung in der Gruppe A. Die Junior Boks haben nach dem 106:0-Auftaktsieg gegen Uruguay und dem 33:5 gegen Georgien nun zehn Punkte auf dem Konto. Georgien liegt nach einer Niederlage gegen Wales (0:47) und nun gegen Südafrika mit zwei Punkten auf dem dritten Platz.
Südafrika trifft im dritten Vorrundenspiel am 6. Juli 2026 auf Wales, während Georgien am selben Tag gegen Uruguay um den ersten Turniersieg kämpft.
Fazit
Südafrika tat sich gegen einen leidenschaftlich verteidigenden Gastgeber lange schwer, zeigte aber die Klasse eines Titelverteidigers. Die Geduld im Aufbau und die Überlegenheit im Maul waren die Schlüssel zum Erfolg. Georgien kann trotz der Niederlage viel Positives mitnehmen – die Anfangsphase und die defensive Geschlossenheit waren beeindruckend. Die Lücke zu den absoluten Topnationen ist jedoch weiterhin deutlich spürbar.
Scorer:
- Südafrika U20 (33): Versuche: Siphosethu Mnebelele (21.', 32.'), Cheswill Jooste (52.'), Luan Giliomee (58.'), Luke Cannon (78.') – Conversions: Luan Giliomee (33.', 53.', 60.'), Alzeadon Felix (79.')
- Georgien U20 (5): Versuch: Luka Tabatadze (7.')
Rivalität seit 2017
South Africa U20 vs Georgia U20 Direkter Vergleich· 2
South Africa U20 und Georgia U20 trafen 2 Mal aufeinander — South Africa U20 gewann 2 Mal, Georgia U20 0 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2017 zurück. South Africa U20 führt den Direktvergleich mit 2 Siegen aus 2 Begegnungen an. Insgesamt fielen 112 Tore in diesen Partien, im Schnitt 56.00 pro Spiel (71 für die Heimmannschaft, 41 für die Gäste). Beide Teams trafen in 2 Spielen (100%). In 2 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 33–27 im Jahr 2018.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 4. Juli 2026
