Argentinien U20 feiert einen 30:9-Kantersieg gegen Kanada U20 in der Gruppe II des President's Cup der U20-Handball-WM der Frauen 2026 in Jinzhong.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungArgentinien U20 deklassiert Kanada U20 im President's Cup mit 30:9
Lede
Argentinien U20 hat am Montag in Jinzhong einen der höchsten Siege des Turniers gefeiert. Gegen Kanada U20 setzte sich die südamerikanische Mannschaft in der Gruppe II des President's Cup bei der U20-Handball-Weltmeisterschaft der Frauen mit 30:9 (14:5) durch. Der Sieg fiel so deutlich aus, dass er die grösste Tordifferenz der laufenden Wettbewerbsphase markiert.
So verlief die Partie
Argentinien übernahm von Beginn an die Kontrolle. Bereits zur Halbzeit führte das Team mit 14:5 — ein Vorsprung, der auf einer hocheffizienten Offensive und einer aggressiven Deckung basierte. In der zweiten Hälfte liess Argentinien nicht nach und baute die Führung auf 21 Tore aus.
Die Torschützinnen verteilten sich breit über das argentinische Team. Selena Maitini Belhits war mit 7 Treffern aus 10 Versuchen die erfolgreichste Werferin. Luou Martina Genoud steuerte 5 Tore bei 8 Würfen bei, Milagros Schneider traf bei 5 Versuchen ebenfalls 5 Mal — eine perfekte Quote. Josefina Ferraro ergänzte mit 4 Toren aus 5 Versuchen.
Auf kanadischer Seite erzielten Florence Boisclair, Mahély Lemaire und Petra-Sinziana Botarel jeweils zwei Tore. Clara Maria Halus-Udrea traf einmal.
Die Schiedsrichter Al Saqer Mohammed Jassim und Al Suqufi Ali Mohammed aus Saudi-Arabien leiteten die Partie im Shanxi Medical University Zhongdu Campus Gymnasium.
Der Wendepunkt
Die Entscheidung fiel früh. Nach ausgeglichenen ersten Minuten zog Argentinien mit einem 6:0-Lauf auf 9:3 davon. Kanada fand offensiv kaum Mittel gegen die aggressive 6:0-Deckung Argentiniens und scheiterte immer wieder an der eigenen Abschlussschwäche. Zur Halbzeitpause war die Partie bereits entschieden.
Die besten Spielerinnen
Selena Maitini Belhits (ARG) — 7 Tore bei 10 Versuchen (70 % Quote) Die Rückraumspielerin war die auffälligste Angreiferin und traf aus allen Lagen — ob aus dem Rückraum oder aus der Nahdistanz.
Milagros Schneider (ARG) — 5/5, 100 % Wurfquote Perfekte Effizienz von der rechten Position. Schneiders fünf Treffer kamen ohne einen einzigen Fehlwurf.
Luou Martina Genoud (ARG) — 5 Tore bei 8 Versuchen Die Flügelspielerin war stets Anspielstation und nutzte ihre Chancen konsequent.
Auf kanadischer Seite konnte sich Florence Boisclair (2/7) am ehesten in Szene setzen, blieb aber weitgehend unbelohnt.
Die Zahlen — interpretiert
Argentiniens Wurfquote von 61 % (30/49) steht in krassem Gegensatz zu Kanadas 27 % (9/33). Besonders deutlich wird der Unterschied in der Nahdistanz: Argentinien erzielte 18 Treffer aus dem Nahbereich, Kanada lediglich 5. Auch aus dem 6-Meter-Raum (7:0) und per Tempogegenstoss (5:1) dominierte Argentinien klar.
Die 9-Meter-Würfe gingen mit 5:2 ebenfalls an Argentinien, und bei den Siebenmetern traf Argentinien beide Versuche (100 %), während Kanada keinen seiner zwei Strafwürfe verwandelte.
Das Verhältnis von 49:33 Schüssen unterstreicht die Überlegenheit Argentiniens, die sich auch in der besseren Raumaufteilung und höheren Spielintelligenz ausdrückte.
Was das Ergebnis bedeutet
Das Spiel war der Auftakt der Gruppe II im President's Cup — der Platzierungsrunde für die Teams, die in der Vorrunde den Einzug in die Hauptrunde verpasst haben. Argentinien startete nach einer Vorrundengruppe mit Spanien (19:29-Niederlage), Südkorea und der Türkei in diese Runde. Kanada hatte in der Vorrunde alle drei Spiele verloren und reiste mit 42:125 Toren aus der Gruppenphase an.
Mit dem deutlichen Sieg positioniert sich Argentinien bestens für den weiteren Verlauf des President's Cup. Am 30. Juni trifft Argentinien auf Brasilien, Kanada spielt gegen die Türkei.
Fazit
Argentinien nutzte seine körperlichen und spielerischen Vorteile schonungslos aus und fuhr einen Start-Ziel-Sieg ein, der in dieser Höhe selten ist bei einer Weltmeisterschaft. Kanada fehlte es an Durchschlagskraft in der Offensive und Stabilität in der Abwehr — ein Desaster, das die Kanadierinnen im Turnierverlauf schnell abstellen müssen, wenn sie noch eine realistische Platzierung anstreben wollen.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 30. Juni 2026
