Island U20 besiegt Brasilien U20 30:27 im Platzierungsspiel um Rang 19 bei der U20-Handball-WM – Thórhallsdóttir mit 10/11 Treffern.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungIsland U20 bezwingt Brasilien U20 30:27 im Platzierungsspiel um Rang 19
Island U20 hat sich am letzten Spieltag der 25. IHF Frauen-Junioren-Weltmeisterschaft mit einem 30:27 (15:14)-Erfolg gegen Brasilien U20 den 19. Platz gesichert. Vor 290 Zuschauern im Shanxi Medical University Zhongdu Campus Gymnasium von Jinzhong setzten die Isländerinnen ihre starke Form im President's Cup fort und bewiesen vor allem in der Tempogegenstoss-Abteilung eine klare Überlegenheit.
So verlief die Partie
Das Spiel begann rasant. Arna Karítas Eiríksdóttir eröffnete den Torreigen in der 2. Minute per Durchbruch, und Island legte ein 2:0 vor. Brasilien konterte jedoch durch Lauendy Vitória Da Silva Vitor – die Rückraumspielerin traf gleich zweimal per Siebenmeter zum 2:2-Ausgleich (6.).
Es entwickelte sich eine enge Begegnung mit wechselnden Führungen. Ásthildur Jóna Thórhallsdóttir, die herausragende Akteurin des Spiels, erzielte in der 8. Minute einen Tempogegenstoss zum 4:2. Bis zur 16. Minute kämpfte sich Brasilien zum 6:6 heran – Raquel Cardoso Brandao Ladeia traf per Durchbruch.
Doch Island fand immer wieder Antworten. Alexandra Osk Viktorsdóttir (16.) und Thórhallsdóttir per Tempogegenstoss-Lupfer (17.) stellten auf 8:6. Nach dem 8:8-Ausgleich durch Da Silva Vitor (19.) zog Island mit einem 4:1-Lauf auf 12:9 davon – angetrieben von Thórhallsdóttir (zwei Tore) und Hulda Hrönn Bragadóttir per Durchbruch.
Brasilien kämpfte sich erneut heran. Samanta Hevelin De Oliveira Martins (27.) glich per Durchbruch-Lupfer zum 13:13 aus. Doch Gudrún Hekla Traustadóttir verwandelte einen Siebenmeter zum 14:13 (27.), und Viktorsdóttir traf in der letzten Sekunde der ersten Halbzeit per Tempogegenstoss zum 15:14-Pausenvorsprung.
In der zweiten Halbzeit dominierte Island die Anfangsphase. Viktorsdóttir und Thórhallsdóttir netzten in Serie, und ein 5:0-Lauf zwischen der 33. und 36. Minute brachte Island mit 21:16 in Front – die höchste Führung des Spiels. Brasilien verkürzte zwar mehrfach auf drei Tore Rückstand, näher als 21:18 (40.) und 24:20 (49.) kam die Mannschaft von Trainer Marlon Aguiar De Araujo jedoch nicht mehr heran.
Der Wendepunkt
Der entscheidende Moment kam in der 33. Minute. Brasilien hatte durch Da Silva Vitor auf 16:15 verkürzt, doch Island antwortete mit einem vernichtenden 5:0-Lauf innerhalb von nur drei Minuten. Thórhallsdóttir traf zweimal, Viktorsdóttir ebenfalls zweimal – alle Treffer fielen aus dem Spiel heraus oder per Tempogegenstoss. Trainer Aguiar De Araujo nahm nach dem 21:16 eine Auszeit, doch die defensive Schwäche Brasiliens gegen Islands schnelles Umschaltspiel war nicht mehr zu korrigieren.
Schlüsselspieler
Ásthildur Jóna Thórhallsdóttir (Island) war die unumstrittene Spielerin des Spiels. Die Rückraumspielerin traf bei 10 von 11 Versuchen (91 %) – eine Effizienz von Weltklasse-Niveau. Dazu steuerte sie zwei Assists bei und leistete sich nur einen einzigen technischen Fehler.
Alexandra Osk Viktorsdóttir (Island) glänzte mit 6 Toren aus 9 Versuchen (67 %) auf dem rechten Flügel, darunter vier Treffer in der zweiten Halbzeit, als Island das Spiel entschied. Zudem verbuchte sie drei Assists.
Lauendy Vitória Da Silva Vitor (Brasilien) war mit 10 Toren aus 13 Versuchen (77 %) die mit Abstand beste Torschützin Brasiliens. Sie traf zweimal per Siebenmeter, dreimal per Durchbruch und fünfmal per Tempogegenstoss.
Sif Hallgrímsdóttir (Island) parierte 14 von 39 Würfen (36 % Fangquote) und war ein entscheidender Faktor in der isländischen Defensive.
Statistiken – interpretiert
Die nackten Zahlen belegen Islands Überlegenheit im Umschaltspiel: Island erzielte 7 von 7 Tempogegenstössen (100 %), Brasilien keinen einzigen. Die 64-prozentige Wurfausbeute Islands (30/47) lag deutlich über Brasiliens 55 Prozent (27/49). Besonders auffällig: Islands Torhüterinnen hielten 14 von 41 Würfen (34 %), während Brasiliens Schlussfrauen nur 10 von 40 parierten (25 %). Die 18 Assists Islands (bei nur 12 technischen Fehlern) unterstrichen das effizientere Zusammenspiel gegenüber Brasiliens 8 Assists und 12 technischen Fehlern.
Was es bedeutet
Island U20 beendet das Turnier auf dem 19. Platz – eine solide Leistung nach dem Gewinn der President's Cup Gruppe III mit Siegen über Guinea (31:20), die USA (33:23) und Algerien (33:23). Die Mannschaft von Trainer Halldór Stefán Haraldsson zeigte im Turnierverlauf eine deutliche Aufwärtstendenz. Brasilien U20 schliesst die WM auf Rang 20 ab, nachdem die Südamerikanerinnen ihre President's Cup Gruppe II als Tabellenerster beendet hatten, sich aber in den Platzierungsspielen gegen Kroatien (32:33 n. V.) und Island nicht durchsetzen konnten.
Fazit
Ein verdienter Sieg Islands, der auf einer überlegenen Tempogegenstoss-Effizienz und der herausragenden Einzelleistung von Ásthildur Jóna Thórhallsdóttir gründete. Brasilien hielt über weite Strecken gut mit, scheiterte aber an der mangelnden defensiven Kontrolle gegen Islands schnelles Umschaltspiel und der eigenen Torhüterleistung.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 4. Juli 2026
