2. Bundesliga· Saison 2025
Hüttenberg schlägt Ludwigshafen 33:31 im letzten Saisonspiel der 2. Handball-Bundesliga. Moritz Zörb (7 Tore) verabschiedet sich, Mats Grupe glänzt bei seinem Eulen-Abschied mit 12 Paraden.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungTV Hüttenberg besiegt Eulen Ludwigshafen 33:31 – gelungene Revanche zum Saisonabschluss
Der TV 05/07 Hüttenberg hat sein letztes Saisonspiel in der 2. Handball-Bundesliga gewonnen. Bei den Eulen Ludwigshafen setzten sich die Mittelhessen am Samstagabend vor 1.970 Zuschauern in der Friedrich-Ebert-Halle mit 33:31 (14:13) durch.
Für Hüttenberg war es eine kleine Genugtuung. Genau ein Jahr zuvor hatte der TVH am selben Ort am letzten Spieltag die bis dahin sichere Aufstiegsrunde noch verspielt – eine 27:29-Niederlage, die schmerzhaft nachwirkte. Diesmal war der Druck geringer, der Sieg aber umso gelungener.
Starker Mats Grupe – doch Hüttenberg hält dagegen
Die erste Halbzeit gehörte vor allem einem Mann: Eulen-Torhüter Mats Grupe, der sein letztes Spiel für Ludwigshafen bestritt und dabei eine herausragende Leistung zeigte. Nach 23 Minuten hatte der 23-Jährige bereits zehn Paraden auf seinem Konto und damit mehr als die Hälfte aller TVH-Wurfversuche vereitelt. In der 6. Minute parierte er gleich einen Siebenmeter von Danil Dyatlov samt Nachschuss – und traf wenig später selbst ins verwaiste Hüttenberger Gehäuse.
„Mats hat bewiesen, dass er bundesligareif ist“, lobte Mannschaftskollege Marc-Robin Eisel später. Mit zwölf Paraden und zwei Toren beendete Grupe sein Eulen-Kapitel eindrucksvoll – er wechselt zur neuen Saison in die 1. Bundesliga.
Doch Hüttenberg ließ sich nicht beirren. Kreisläufer Moritz Zörb (7 Tore) und Paul Ohl (6 Tore) hielten die Gäste im Spiel. Zur Pause führten die Hüttenberger knapp mit 14:13.
Spannung bis zur Schlusssekunde
Nach dem Seitenwechsel hatte Hüttenberg stets die Nase vorn, ohne sich entscheidend absetzen zu können. Vier Minuten vor Schluss brachte Paul Ohl den TVH mit 32:28 in Führung – eine scheinbar vorentscheidende Situation. Doch die Eulen kämpften sich zurück: Kapitän Freddy Stüber, der mit 5/5 Treffern eine fehlerfreie Quote ablieferte, erzielte zwei wichtige Tore. 23 Sekunden vor dem Abpfiff traf Stüber zum 31:32-Anschlusstreffer.
Doch Youngster Leonard Volk, der an diesem Abend den Vorzug vor Philipp Schwarz erhalten hatte, machte mit seinem dritten Treffer den Deckel drauf und sorgte für den 33:31-Endstand. Die rund 70 mitgereisten Hüttenberg-Fans konnten den Auswärtssieg bejubeln.
Emotionale Verabschiedungen
Das Spiel stand ganz im Zeichen von Abschieden. Auf Hüttenberger Seite beendete Moritz Zörb nach zehn Jahren im TVH-Trikot seine Karriere. Der 30-Jährige, der zuvor schon in der 1. Bundesliga für Wetzlar gespielt hatte, wurde von den Eulen mit einer Bühne geehrt. „Sei stolz auf Dich“, gratulierte Eulen-Teammanager Philipp Grimm.
Bei den Eulen verabschiedeten sich gleich fünf Spieler: Torhüter Mats Grupe (Wechsel in die 1. Bundesliga), Žiga Urbič (TV Großwallstadt), Tim Schaller (Karriereende als Maschinenbau-Ingenieur), Leon Hein (Eintracht Hildesheim) und Kapitän Freddy Stüber. Stüber hatte bereits eine bewegte Geschichte bei den Eulen hinter sich – von 2017 bis 2020 und erneut ab 2024. Ihm schrieb Grimm den „vielleicht bedeutsamsten Assist der Vereinshistorie“ zu.
„Ich möchte Danke sagen, dass ich nochmals hier spielen konnte“, betonte Stüber in seiner Verabschiedung.
Saisonfazit
Für Hüttenberg endet die Saison 2025/26 mit dem versöhnlichen 33:31-Auswärtssieg. Der TVH beendet die Spielzeit auf Platz 11. Die Eulen Ludwigshafen rangieren mit 24:44 Punkten auf Platz 13 – das vom Sportlichen Leiter Christian Deller vorgegebene Ziel von 30 Punkten wurde trotz gewaltigen Verletzungspechs zwar verpasst, der Klassenerhalt aber gesichert.
„Ich möchte mich bei den Fans für ihre Treue und dem Trainerteam um Michael Haaß für die Top-Arbeit allen Widrigkeiten zum Trotz bedanken“, sagte Eulen-Geschäftsführer Andreas Olbert nach dem Abpfiff.
Aufstellungen
TV Hüttenberg: Böhne, Shamir (11 Paraden/31 %) – Schwarz, Volk (3), P. Ohl (6), Zörb (7), Rüdiger (3), Haack (1), Anselm (2), Stehl (1), Dyatlov (6), Schreiber, Kuntscher (4)
Eulen Ludwigshafen: Grupe (12 Paraden/35 %), Wenning, Urbič (5 Paraden/33 %) – Stüber (5), Waldvogel, Menges (1), Schaller (8/4), Eisel (4), Bülow (1), Zobel (2), Hein (2), Müller (1), Falk, Schwarzer (1), Straub (3), Schmitt (1)
Rivalität seit 2012
Ludwigshafen vs Huttenberg Direkter Vergleich· 17
Ludwigshafen und Huttenberg trafen 17 Mal aufeinander — Ludwigshafen gewann 9 Mal, Huttenberg 6 Mal, dazu kamen 2 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2012 zurück. Ludwigshafen führt den Direktvergleich mit 9 Siegen aus 17 Begegnungen an. Insgesamt fielen 941 Tore in diesen Partien, im Schnitt 55.35 pro Spiel (480 für die Heimmannschaft, 461 für die Gäste). Beide Teams trafen in 17 Spielen (100%). In 17 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 35–30 im Jahr 2024.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 13. Juni 2026