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BundesligaSaison 2025

Flensburg-H. vs Eisenach

4. Juni 2026 um 19:00
3631
Auswärts

Eisenach

AI

SG Flensburg-Handewitt besiegt ThSV Eisenach 36:31 im letzten Heimspiel. Simon Pytlick überragt mit 11 Toren, vier Spieler werden emotional verabschiedet.

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Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

SG Flensburg-Handewitt besiegt ThSV Eisenach 36:31 – Emotionaler Abschied in der Hölle Nord

Die SG Flensburg-Handewitt hat ihr letztes Heimspiel der Saison 2025/26 in der DAIKIN Handball-Bundesliga mit einem 36:31 (21:18)-Sieg gegen den ThSV Eisenach beendet. Vor 6.300 ausverkauften Zuschauern in der GP JOULE Arena – der „Hölle Nord“ – überragte Simon Pytlick mit elf Treffern. Der Sieg war verdient, doch die letzte Hoffnung auf die Champions-League-Qualifikation platzte endgültig, weil der Tabellenzweite Füchse Berlin zeitgleich in Melsungen gewann.

„Ich glaube, wenn ich erst einmal allein bin, kommen alle Tränen raus.“ – Kevin Möller im NDR

Tempo und Emotionen von der ersten Minute

Es war viel los in der „Hölle Nord“: Die Weltmeister von 1978 betraten vor dem Anpfiff das Feld, SG-Ehrenkapitän Tobias Karlsson und SG-Legende Jim Gottfridsson waren zu Gast – und 6.300 Zuschauer sorgten für eine rauschende Atmosphäre.

Simon Pytlick zeigte gleich zweimal sein Können, auch Marko Grgić traf gegen seinen Ex-Klub früh doppelt. Dennoch führte Eisenach nach zwölf Minuten mit 8:7. Felix Aellen, der sechs Tore für die Gäste erzielen sollte, und Maximilian Leu (fünf Tore) hielten die Thüringer zunächst im Spiel.

Doch dann drehte Flensburg auf. Pytlick erzielte per Sprungwurf das 10:9, Emil Jakobsen verwandelte sicher per Siebenmeter. In der 19. Minute zelebrierte die SG ihren schönsten Angriff: Torhüter Kevin Möller parierte und sprintete los, Kapitän Johannes Golla – mit einem Kopfverband nach dem European-League-Halbfinale gegen Melsungen – vollendete per Konter ins leere Tor zum 13:11. Der Jubel kannte keine Grenzen.

Rote Karte für Eisenach-Kapitän Walz

Der Wendepunkt kam in der 28. Minute: Eisenachs Kapitän Peter Walz traf den eingewechselten Lasse Möller bei dessen Sprungwurf mit dem Ellenbogen im Gesicht – die Rote Karte war folgerichtig. In Unterzahl geriet der ThSV zusätzlich unter Druck. Marko Grgić erhöhte mit Wucht auf 15:12. Mit einer 21:18-Führung für die Hausherren ging es in die Kabinen – 39 Tore in einer Halbzeit zeugten von einer offensivlastigen Begegnung.

Pytlick und Grgić nicht zu stoppen

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Flensburg dominant. In den ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit hielten die Abwehrreihen zunächst die Null, dann erlöste Grgić den Anhang mit dem ersten Treffer. Emil Jakobsen düste per Gegenstoß zum 28:24 und wurde unter frenetischem Jubel gefeiert. Simon Pytlick stellte mit dem 31:26 das erste Fünf-Tore-Polster her und ging in den emotionalen Austausch mit der Nordtribüne.

Pytlick war mit elf Treffern der überragende Mann – er glich damit seinen Bundesliga-Saisonbestwert aus. Grgić kam auf neun Tore und traf damit eindrucksvoll gegen seinen Ex-Verein. Emil Jakobsen steuerte sieben Treffer bei, alle fünf Siebenmeter verwandelte er sicher. Auf Seiten der Gäste kämpften neben Aellen (6) und Leu (5) auch Milan Capric (4), Nicolas Attenhofer (4) und Stephan Seitz (3) unverdrossen, doch die individuellen Fehler – insbesondere nach der Roten Karte – waren nicht mehr zu kompensieren.

Vier Spieler verabschiedet – Tränen und Standing Ovations

Der emotionalste Moment folgte kurz vor Schluss: Bei einer Team-Auszeit beim Stand von 35:30 applaudierten Kevin Möller und Johannes Golla dem Publikum. Die letzten Aktionen wurden von stehenden Ovationen begleitet. Moritz Detlefsen feierte sein Bundesliga-Debüt, während Thilo Knutzen den letzten Treffer zum 36:31 erzielte.

Nach der Partie wurden jene vier Spieler offiziell verabschiedet, die den Verein im Sommer verlassen: Kapitän Johannes Golla (Rückkehr zur MT Melsungen), Torwart Kevin Möller (Wechsel zu GOG Dänemark), der an einem Kreuzbandriss laborierende Lukas Jörgensen (Veszprem) und Adin Faljić (Zukunft unbekannt).

„Ich habe alles genossen hier. Dass ich die Ehre hatte, hier dabei sein zu dürfen, ist ein absolutes Highlight in meinem Leben.“ – Kevin Möller

Champions League verpasst

Durch den zeitgleichen Sieg der Füchse Berlin bei der MT Melsungen haben die Flensburger vor dem letzten Spieltag zwei Punkte Rückstand und ein nahezu unaufholbares Torverhältnis von minus 65 auf die Hauptstädter. Die SG wird damit auch in der kommenden Saison in der European League antreten. Mit 6.300 Zuschauern in der ausverkauften Arena feierten die Fans ihre Mannschaft dennoch gebührend.

Eisenach, das als Tabellen-13. bereits den Klassenerhalt sicher hatte, zeigte erneut, dass es mit den Spitzenteams der Liga mithalten kann – in Flensburg hat der ThSV allerdings weiterhin noch nie gewonnen.

Fazit

Ein gebührender Abschluss in der Hölle Nord: Flensburg verabschiedete sich mit einem souveränen Sieg von seinem Publikum. Simon Pytlick war mit elf Toren der Spieler des Spiels, Marko Grgić glänzte gegen seinen Ex-Klub. Während die Champions-League-Träume zerplatzten, bleibt die Erinnerung an einen emotionalen Handball-Abend, der vor allem von den vier scheidenden Spielern geprägt wurde.


Statistik

SG Flensburg-Handewitt – ThSV Eisenach 36:31 (21:18)

SG Flensburg-Handewitt: K. Møller (12 Paraden) – Pytlick (11), Golla (5), Kirkeløkke, Grgić (9), Faljić, Tønnesen (2), Horgen, Volz, Jakobsen (7/5), Blagotinšek, Novak (1), L. Møller, Knutzen (1), Detlefsen

ThSV Eisenach: Spikic (4 Paraden), Heinevetter (3 Paraden) – Joelsson (2), Reichmuth, Capric (4), Attenhofer (4), Walz (1), Ende (1), Aellen (6/1), Antonijevic (2), Seitz (3), Kurch (2), Büchner (2), Leu (5)

Zuschauer: 6.300 (ausverkauft) Rote Karte: Walz (28., Foulspiel) Siebenmeter: 5/5 : 3/1 Zeitstrafen: 10:8 Minuten Schiedsrichter: vom Dorff/vom Dorff (Kaarst)

Rivalität seit 2013

Flensburg-H. vs Eisenach Direkter Vergleich· 9

Flensburg-H. und Eisenach trafen 9 Mal aufeinander — Flensburg-H. gewann 7 Mal, Eisenach 1 Mal, dazu kamen 1 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2013 zurück. Flensburg-H. führt den Direktvergleich mit 7 Siegen aus 9 Begegnungen an. Insgesamt fielen 543 Tore in diesen Partien, im Schnitt 60.33 pro Spiel (305 für die Heimmannschaft, 238 für die Gäste). Beide Teams trafen in 9 Spielen (100%). In 9 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Flensburg-H. ist in den letzten 3 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 39–39 im Jahr 2025.

Unentschieden
1
·
1
Siege
Tore gesamt
543 · 60.3/Spiel
Beide getroffen
9/9 · 100%
Über 2,5
9/9 · 100%

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API-Daten: 13. Juni 2026