2. Bundesliga· Saison 2025
Nordhorn-Lingen besiegt Krefeld am 34. Spieltag der 2. HBL mit 36:28 (21:10) im Euregium. Kristian van der Merwe überragt mit zwölf Paraden in Halbzeit eins, Lasse Lingers feiert Traumdebüt mit erstem Tor.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungAusgangslage: Saisonfinale mit unterschiedlichen Perspektiven
Zum letzten Spieltag der Saison trafen zwei Teams mit gegensätzlichen Zielen aufeinander. Nordhorn-Lingen, das in der Tabelle einen soliden Mittelfeldplatz belegte, wollte sich vor heimischer Kulisse mit einer starken Leistung von den Fans verabschieden. Kräftigen.
Krefeld reiste hingegen als bereits feststehender Absteiger an. Der vorläufig letzte Auftritt der „Eagles“ in der 2. Bundesliga war geprägt von personellen Veränderungen und Experimenten. Neben Matija Mircic fehlte auch Julius Rose, der aufgrund muskulärer Probleme unter der Woche nicht trainieren konnte.
Erste Halbzeit: Nordhorn-Lingen dominiert nach Belieben (21:10)
Die Gastgeber erwischten einen Start nach Maß. Bereits nach neun Minuten stand es 6:3 für die HSG, wobei vor allem die Außenspieler früh für Torgefahr sorgten. Kristian van der Merwe im Tor der Hausherren erwischte einen Glanztag und sammelte allein in der ersten Halbzeit zwölf Paraden – darunter eine spektakuläre Rettungstat gegen Jörn Persson nach einem Tempogegenstoß.
Während die Fans im Euregium bei van der Merwes Paraden „Simply the Best“ skandierten, bauten die Rot-Weißen ihre Führung kontinuierlich aus. Maximilian Lux erhöhte auf +7 und wenig später auf +8. Beim Stand von 15:7 (26. Minute) war die Partie bereits vorentschieden. Auch der frischgebackene Vater Tarek Marschall, der von der Bank kam, traf gleich viermal.
Den Schlusspunkt vor der Pause setzte Björn Zintel mit einem sehenswerten Kempa-Trick zum 21:10-Halbzeitstand – ein Pendant, das den Spielverlauf der ersten 30 Minuten treffend widerspiegelte.
Zweite Halbzeit: Krefelder Aufholjagd kommt zu spät (36:28)
Auch nach dem Seitenwechsel ließ Nordhorn-Lingen nicht nach. Für den guten Rechtsaußen Lux kam Kyan van Berlo, und die HSG legte vier weitere Tore zum 25:10 nach (34. Minute). Zu diesem Zeitpunkt schien eine noch höhere Niederlage für Krefeld unabwendbar.
Doch die Gäste bewiesen Moral. Mit einem 6:0-Lauf verkürzte Krefeld auf 25:16, der rot-weiße Faden schien kurzzeitig wie abgerissen. Erst Jaris Tobeler beendete sieben torlose Minuten der Hausherren und stellte den alten Abstand wieder her.
Großen Anteil am Krefelder Zwischenspurt hatte Finn Rüspeler im Tor, der in der zweiten Halbzeit insgesamt neun Paraden verbuchte. Zudem zeigte Christopher Klasmann in seinem letzten Spiel für die Eagles noch einmal seine Qualitäten.
Debütant Lasse Lingers sorgt für Gänsehaut-Moment
Beim Stand von 28:17 kam der 17-jährige Lasse Lingers zu seinem Debüt. Nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung brachte der Linksaußen einen Tempogegenstoß zum 29:17 ins Ziel – sein erstes Zweitligator überhaupt. Das Euregium tobte und feierte den jungen Nordhorner, der sogar eine Auszeit der Gäste provozierte.
„Das war ein unbeschreibliches Gefühl. Ich habe geträumt, hier irgendwann einmal zu spielen, aber dass es gleich so klappt, ist Wahnsinn“, sagte Lingers nach der Partie.
Schlussphase und emotionaler Abschied
In den letzten Minuten ließen beide Teams noch einmal alle Register springen. Torhüter Kristian van der Merwe traf persönlich ins leere Gästetor zum 35:24. Den Schlusspunkt setzte Krefelds Lucas Schneider mit einem Kempa-Treffer zum 36:28-Endstand – eine sehenswerte Aktion, die von den Zuschauern beider Lager mit Applaus bedacht wurde.
Nach dem Schlusspfiff wurde es emotional: Nordhorn-Lingen verabschiedete Geschäftsführer Matthias Stroot nach acht Jahren, Vereinsurgestein Ralf Lucas sowie mehrere Spieler, darunter Kristian van der Merwe, Björn Zintel, Jaris Tobeler, Maximilian Jaeger, Max Potgeter, Luka Sokolić und Frieder Bandlow.
„Nordhorn hat verdient gewonnen. Wir hatten Probleme, die Spannung hochzuhalten. Heute haben wir auch einige Dinge ausprobiert und allen Spielern Einsatzzeiten gegeben. Respekt an Nordhorn, die ihre Aufgabe sehr gut gelöst haben“, fasste Krefelds Kapitän Niklas Ingenpaß zusammen.
Schlüsselfiguren der Partie
Kristian van der Merwe war der herausragende Spieler auf dem Platz. Mit zwölf Paraden allein in der ersten Halbzeit und einem Tor ins leere Krefelder Gehäuse zeigte der Torhüter, der den Verein nach der Saison verlässt, noch einmal sein ganzes Können.
Auf Krefelder Seite war Mike Schulz mit sieben Treffern (davon sechs per Siebenmeter) der erfolgreichste Werfer. Christopher Klasmann leitete in seinem letzten Spiel für die Eagles in der zweiten Halbzeit die Aufholjagd ein.
Fazit und Ausblick
Während Nordhorn-Lingen die Saison mit einem versöhnlichen Heimsieg abschließt und im Sommer einen personellen Umbruch bewältigen muss, beginnt für die HSG Krefeld Niederrhein ein neues Kapitel. Der Abstieg ist besiegelt, der Verein wird in der kommenden Saison in der 3. Liga antreten.
„Vor der Pause haben wir keine Spannung aufgebaut, da hat uns Nordhorn beim Sommerhandball bestraft. Mit Finns Paraden haben wir dann noch eine gute zweite Halbzeit gespielt und das Ergebnis erträglich gestaltet“, bilanzierte Krefelds Sportlicher Leiter Stefan Meler.
Rivalität seit 2023
Nordhorn-Lingen vs Krefeld Direkter Vergleich· 2
Nordhorn-Lingen und Krefeld trafen 2 Mal aufeinander — Nordhorn-Lingen gewann 2 Mal, Krefeld 0 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2023 zurück. Nordhorn-Lingen führt den Direktvergleich mit 2 Siegen aus 2 Begegnungen an. Insgesamt fielen 132 Tore in diesen Partien, im Schnitt 66.00 pro Spiel (69 für die Heimmannschaft, 63 für die Gäste). Beide Teams trafen in 2 Spielen (100%). In 2 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 37–40 im Jahr 2023.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 13. Juni 2026
