2. Bundesliga· Saison 2025
TuS N-Lübbecke besiegt HC Oppenweiler/Backnang 38:33 (21:18) am 34. Spieltag der 2. HBL. Emotionaler Saisonabschluss mit fünf Spielerverabschiedungen, 1.487 Zuschauern und Rang 8 in der Tabelle.
Match-Videos
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungRang 8 gesichert: TuS N-Lübbecke besiegt HC Oppenweiler/Backnang 38:33 zum Saisonabschluss
Lübbecke – Der TuS N-Lübbecke hat sich mit einem 38:33 (21:18)-Heimsieg gegen den HC Oppenweiler/Backnang aus der Saison 2025/26 der 2. Handball-Bundesliga verabschiedet. Vor 1.487 Zuschauern in der MERKUR Arena war es ein emotionaler Abend, an dem fünf Spieler verabschiedet wurden – darunter Kapitän Jó Gerrit Genz. Sportlich festigte der TuS mit dem dritten Sieg in Folge Rang 8 in der Abschlusstabelle.
Die Partie am 34. Spieltag war weit enger, als es das Endergebnis vermuten lässt. Der bereits feststehende Absteiger HC Oppenweiler/Backnang zeigte eine engagierte Vorstellung und forderte den Hausherren über weite Strecken alles ab.
Wilder Schlagabtausch in Halbzeit eins
Die Begegnung begann temporeich. Der TuS legte früh vor und führte nach gut zwölf Minuten mit 12:8. Doch der HCOB kämpfte sich eindrucksvoll zurück. Über ein starkes Kreisläuferspiel – angeführt von Tjörvi Týr Gislason – kombinierten sich die Gäste zum 18:18-Ausgleich. Niklas Diebel krönte die Aufholjagd mit einem Kontertor.
Doch die Hausherren behielten die Nerven. In den letzten drei Minuten vor der Pause zog Lübbecke noch einmal davon und stellte auf 21:18 – ein psychologisch wichtiger Vorteil zur Halbzeit.
Trainer Davor Dominikovic zeigte sich nach dem Spiel zufrieden mit der Moral seiner Mannschaft: „Das war heute – mit den vielen Abschieden – ein emotionaler Tag. Da ist es nie einfach, den Fokus auch noch ausreichend auf den Sport zu richten. Aber auch dafür haben die Jungs fleißig gearbeitet."
HCOB schockt Lübbecke mit Führung
Auch nach dem Seitenwechsel blieb der HCOB dran. Gäste-Coach Rui Silva ließ sein Team immer wieder mit einem siebten Feldspieler agieren – eine Taktik, die phasenweise hervorragend aufging. Außen Felix Klingler wurde mehrfach freigespielt und traf zweimal in Folge per Konter. Plötzlich führte Oppenweiler/Backnang mit 28:27 (47. Minute) und die MERKUR Arena wurde unruhig.
Doch der TuS steckte den Rückschlag weg. Dominikovic stellte die Abwehr um, Torhüter Fredrik Genz hielt wichtige Bälle und im Angriff übernahmen die erfahrenen Spieler Verantwortung.
5:1-Lauf entscheidet die Partie
Nach dem 30:30 (48. Minute) zündete Lübbecke den Turbo. Alexander Schulze traf zum 31:30, Henri Pabst legte in der zweiten Welle zum 32:30 nach, Tjorven Sturhahn erhöhte auf 33:31. Als Schulze nach einer Parade von Fredrik Genz das 34:31 markierte (54. Minute), war die Partie entschieden. Max Santos setzte mit einem sehenswerten Heber zum 35:31 den emotionalen Schlusspunkt.
In der Schlussminute sorgte Kapitän Jó Gerrit Genz mit dem 38:33 für den Endstand – sein letztes Tor im Trikot des TuS N-Lübbecke.
Abschied von fünf Spielern
Der Abend stand ganz im Zeichen der Verabschiedungen. Gleich fünf Spieler liefen letztmals für den TuS auf: Kapitän Jó Gerrit Genz, Tim Roman Wieling, Bence Hornyak, Sven Weßeling, Lutz Heiny und der dritte Torwart Louis Kleinschmidt.
Besonders die Verabschiedung von Genz war emotional. Der Fanclubvorsitzende ernannte ihn zur „Legende", und der Kapitän hielt eine bewegende Rede, in der er sich bei seiner Familie, seinem Bruder und Mannschaftskollegen Fredrik Genz sowie der gesamten Mannschaft bedankte. „Der TuS ist mein Herzensverein geworden", so Genz.
Zudem wurden die Schiedsrichter Frederic Linker und Sascha Schmidt verabschiedet, die mit ihrem letzten Einsatz einen Kreis schlossen – für sie war es die erste Partie mit Beteiligung des HCOB.
Dederding überzeugt gegen zukünftigen Arbeitgeber
Ein besonderer Blick galt HCOB-Linkshänder Malte Dederding. Der im Herbst aus Würzburg gekommene Rückraumspieler erzielte acht Treffer – die meisten aller Spieler auf dem Feld – und hinterließ in der MERKUR Arena nachhaltig Eindruck. Kein Wunder: Dederding wird in der kommenden Saison für den TuS N-Lübbecke auflaufen, genau auf der Position des verabschiedeten Jó Gerrit Genz.
Dominikovic freut sich über den Neuzugang: „Seine Wurfstärke ist ein Element, das uns bislang gefehlt hat."
Trainerstimmen
Davor Dominikovic (TuS N-Lübbecke): „Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung, mein Dank geht an meine Mannschaft! Und ich danke unseren Fans für die immer immens laute Unterstützung! Beim Sieben-gegen-Sechs fehlte uns oft das rechte Timing."
Rui Silva (HC Oppenweiler/Backnang): „Ich bin stolz auf meine Mannschaft! Wir wussten, wie gut der TuS organisiert ist und auch, wie schnell Nettelstedt spielen kann. Es ist nie einfach, hier in Lübbecke zu bestehen. Es war eine schwierige Saison für uns. Auf Wiedersehen, Zweite Liga!"
Tabellarische Einordnung
Mit dem 38:33-Sieg festigte der TuS N-Lübbecke seinen achten Tabellenplatz in der Abschlusstabelle der 2. Handball-Bundesliga – eine ordentliche Rückrunde nach einem holprigen Saisonstart. Drei Siege am Stück zum Saisonende unterstrichen die positive Entwicklung unter Dominikovic.
Der HC Oppenweiler/Backnang beendet die Saison als Tabellenletzter und steigt nach nur einem Jahr Zweitklassigkeit zurück in die 3. Liga ab. Die Mannschaft von Rui Silva zeigte jedoch in den letzten Wochen eine deutliche Leistungssteigerung und verabschiedete sich mit einer ansprechenden Vorstellung aus der 2. Bundesliga.
Statistik
TuS N-Lübbecke: Fredrik Genz, Leon Grabenstein – Jó Gerrit Genz (5), Max Santos (3), Lutz Heiny (2), Tjorven Sturhahn (1), Kasper Haugen Furu (2), Alexander Schulze (3), Jacob Lundahl, Bence Hornyak (2), Yannick Dräger (2), Niko Blaauw (2), Sven Weßeling (1), Henri Pabst (4), Patrik Blazicko (4), Tim Roman Wieling (6/4)
HC Oppenweiler/Backnang: Dave Hörnig, Janis Boieck – Tjörvi Týr Gislason (5), Frieder Hail, Timm Buck, Nick Fröhlich (5/3), Niklas Diebel (2), Martin Schmiedt (5), Ruben Sousa (2), Felix Klingler (6), Paul Krügele, Lukas Rauh, Malte Dederding (8)
Siebenmeter: 4/4 – 3/4 | Strafminuten: 2 – 6 | Zuschauer: 1.487 (MERKUR Arena, Lübbecke)
Schiedsrichter: Frederic Linker / Sascha Schmidt
Rivalität seit 2025
N-Lubbecke vs Oppenweiler/Backnang Direkter Vergleich· 1
N-Lubbecke und Oppenweiler/Backnang trafen 1 Mal aufeinander — N-Lubbecke gewann 1 Mal, Oppenweiler/Backnang 0 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2025 zurück. N-Lubbecke führt den Direktvergleich mit 1 Sieg aus 1 Begegnung an. Insgesamt fielen 71 Tore in diesen Partien, im Schnitt 71.00 pro Spiel (39 für die Heimmannschaft, 32 für die Gäste). Beide Teams trafen in 1 Spiel (100%). In 1 Begegnung (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 32–39 im Jahr 2025.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 13. Juni 2026
