Die Schweiz besiegt Nordirland 2:1 in der WM-Qualifikation. Reuteler mit Tor und Vorlage, Cassap trifft bei Debüt.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungReuteler ebnet der Schweiz den Weg: Nordirland trotz Cassap-Debüttor mit 1:2 unterlegen
Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft hat ihre makellose Bilanz in der WM-Qualifikation gewahrt. Am Dienstagabend bezwang die Equipe von Trainer Rafel Navarro Nordirland im Mourneview Park von Lurgan mit 2:1 (2:0) und holte im sechsten Gruppenspiel den fünften Sieg. Die bereits als Gruppensiegerinnen feststehenden Gäste erledigten die offensiven Pflichtaufgaben vor der Pause, ehe die Nordirinnen durch ein Traumtor der 17-jährigen Debütantin Emily Cassap (85.) noch einmal für Spannung sorgten.
Wie es lief
Nordirland begann mutig, doch die erste dicke Chance vergab Reuteler nach einem missglückten Abschlag von Burns (10.). Danach übernahmen die Schweizerinnen die Kontrolle. In der 23. Minute sah Nordirlands Andrews die erste Gelbe Karte, fünf Minuten später folgte Morgan. Die dritte Verwarnung der Hausherrinnen – Kerr (37.) – kassierte sie nach einem Foul an Crnogorčević, die ebenfalls Gelb sah.
Den Führungstreffer leitete Wandeler ein: Ihre unfreiwillige Ballablage im Strafraum landete bei Reuteler, die aus 16 Metern präzise ins rechte untere Eck traf (29.). Keine zehn Minuten vor der Pause legte Reuteler den Ball an der Grundlinie mustergültig quer; Wandeler ließ durch, und Vallotto schob am zweiten Pfosten zum 2:0 ein (41.).
Nach Wiederanpfiff wechselte Navarro Crnogorčević gegen Riesen aus, Nordirlands McArdle brachte Howe für Wade. Die Intensität ließ spürbar nach. Die größte Chance der zweiten Hälfte vergab Cassap nicht: 66 Sekunden nach ihrer Einwechslung (84.) nahm die 17-Jährige einen Ball nach Maritz' Ballverlust auf, setzte sich gegen Wälti durch und schlenzte den Ball gefühlvoll ins Eck – ihr erstes Länderspieltor bei ihrem ersten Einsatz (85.). In der Nachspielzeit wechselte die Schweiz noch Muratovic für Wälti ein, dann war Schluss.
Der Wendepunkt
Reutelers erster Treffer in der 29. Minute war der psychologische Dosenöffner. Nordirland hatte sich bis dahin teuer verkauft, doch die frühe Führung zwang die Hausherrinnen zu mehr Risiko – und öffnete Räume, die Vallotto noch vor der Pause zum 2:0 nutzte. Der Doppelschlag innerhalb von zwölf Minuten ließ der Partie den Nerv nehmen.
Die Schlüsselspielerinnen
Géraldine Reuteler (Schweiz) – Die Frankfurterin war an beiden Treffern direkt beteiligt: Tor und Vorlage. Laufstärke, Übersicht und Abschlussqualität auf höchstem Niveau. SRF bezeichnete sie als «die beste Spielerin auf dem Platz».
Smilla Vallotto (Schweiz) – Nutzte ihre Startelfchance mit dem wichtigen 2:0 kurz vor der Pause. In der Defensive engagiert, wenngleich sie nach 67 Minuten ausgewechselt wurde.
Emily Cassap (Nordirland) – Die 17-Jährige feierte ein denkbar spektakuläres Länderspieldebüt. Ihr Treffer 66 Sekunden nach der Einwechslung war das erste Tor ihrer Seniorenkarriere im Nationaltrikot und weckt Hoffnungen für die Zukunft.
Elvira Herzog (Schweiz) – Bis auf Cassaps unhaltbaren Schlenzer blieb die Schweizer Torhüterin weitgehend beschäftigungslos, war aber bei Burns' frühem Patzer aufmerksam.
Spielerin des Spiels: Géraldine Reuteler
By the Numbers – interpretiert
Die Statistik zeigt eine Begegnung mit zwei Gesichtern. Vor der Pause dominierte die Schweiz mit strukturiertem Ballbesitz und schnellen Umschaltmomenten – die beiden Tore waren die logische Konsequenz. Nach der Pause flachte das Spiel der Gäste jedoch merklich ab. Nordirland kam zu mehr Ballkontakten in der gegnerischen Hälfte, blieb aber bis zum Cassap-Tor harmlos. Dass die Schweiz am Ende nur einen Treffer Vorsprung hatte, täuscht über die klare Überlegenheit in der ersten Hälfte hinweg.
Was das Ergebnis bedeutet
Die Schweiz schließt die Gruppe B2 der UEFA Women's Nations League (Liga B) mit 16 Punkten aus sechs Spielen als überlegener Gruppensieger ab – fünf Siege, ein Remis, 18:5 Tore. Die Mannschaft von Rafel Navarro ist damit die punktbeste Gruppensiegerin der gesamten Liga B und hat sich bereits vor diesem Spieltag für die nächste Qualifikationsphase qualifiziert.
Nordirland beendet die Gruppe mit sechs Punkten auf Rang drei (zwei Siege gegen Malta, vier Niederlagen gegen die Schweiz und die Türkei). Das Team von Michael McArdle behält dank der Ergebnisse auf anderen Plätzen den Status in Liga B und bestreitet im Herbst die Play-offs. Das nächste Pflichtspiel steht für die Nordirinnen noch nicht fest; die Schweiz wartet auf die Auslosung der nächsten Runde.
Fazit
Ein Pflichtsieg der Schweizerinnen, die früh die entscheidenden Akzente setzten, nach der Pause aber nachließen. Nordirland zehrte lange von einer soliden Defensive, ehe Cassaps Debüttor für einen versöhnlichen Abschluss sorgte – ein Moment, der über die Ergebnisenttäuschung hinwegtröstet. Für die Schweiz bleibt der Eindruck, dass das Niveau über 90 Minuten konstanter werden muss.
Spielereignisse
Spielereignisse zwischen Northern Ireland W und Switzerland W — 3 Tore und 4 Karten in diesem Spiel.
Vorlage: Leila Wandeler
Vorlage: G. Reuteler
Vorlage: M. Moore
Rivalität seit 2022
Northern Ireland W vs Switzerland W Direkter Vergleich· 2
Northern Ireland W und Switzerland W trafen 2 Mal aufeinander — Northern Ireland W gewann 0 Mal, Switzerland W 1 Mal, dazu kamen 1 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2022 zurück. Switzerland W führt den Direktvergleich mit 1 Sieg aus 2 Begegnungen an. Insgesamt fielen 6 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.00 pro Spiel (2 für die Heimmannschaft, 4 für die Gäste). Beide Teams trafen in 1 Spiel (50%). In 1 Begegnung (50%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–2 im Jahr 2022.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 3. Juli 2026
