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Erzgebirge Aue vs VfL Halle

8. Juli 2026 um 18:30
71
Auswärts

VfL Halle

AI

Erzgebirge Aue gewinnt das fünfte Testspiel der Vorbereitung gegen Oberligist VfL Halle 1896 mit 7:1. Khvicha Shubitidze besiegt seinen Sohn Luca im Trainer-Duell.

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Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Erzgebirge Aue deklassiert VfL Halle 7:1 – Shubitidze gewinnt Familien-Duell

Erzgebirge Aue hat auch das fünfte Testspiel der Saisonvorbereitung 2026/27 gewonnen. Gegen Oberligist VfL Halle 1896 siegte die Mannschaft von Trainer Khvicha Shubitidze auf dem heimischen Trainingsgelände mit 7:1 (1:0) – und bescherte dem Coach einen besonderen Erfolg im Duell gegen seinen Sohn Luca, der die Gäste betreut.

Wie es lief

Offiziell unter Ausschluss der Öffentlichkeit angesetzt, verfolgten dennoch zahlreiche Neugierige rings um den Trainingsplatz am Erzgebirgsstadion das Geschehen bei sommerlichen Temperaturen. (FC Erzgebirge Aue)

Aue bestimmte von Beginn an das Spiel, fand gegen tiefstehende und eng gestaffelte Hallenser aber nur selten Lücken. Den einzigen Treffer der ersten Halbzeit erzielte Tim Maciejewski früh zur 1:0-Führung, nachdem Simon Skarlatidis einen Standard schnell ausführte und der Außenbahnspieler einköpfte. (FC Erzgebirge Aue)

Nach der Pause und mehreren Wechseln fielen die Tore dann in schneller Folge. Stylianos Kokovas erhöhte auf 2:0, Maxim Burghardt traf zum 3:0. Die disziplinierten Gäste kamen zum Ehrentreffer, als Kokovas beim Rückpass-Versuch mit der Brust ins eigene Tor traf (3:1). (MDR)

Aue ließ sich davon nicht beeindrucken. Chadi Ramadan staubte zum 4:1 ab, Finn Heidrich erzielte das 5:1. Den Schlusspunkt setzte Quentin Fraulob mit einem Doppelpack: zunächst aus der Distanz, dann aus Nahdistanz zum 7:1-Endstand. (FC Erzgebirge Aue)

Aufstellung FCE: Kretschmer (Uhlig) – Maciejewski (Burghardt), Kapp (Prosche), Strietzel, Wagner (Kaps), Kehl (Kamm), Lihsek (Heidrich), Angleberger, Ramadan, Skarlatidis (Fraulob), Queißer (Bär). (FC Erzgebirge Aue)

Der Wendepunkt

Die Halbzeitansprache und die anschließenden Wechsel veränderten das Spiel grundlegend. Lag Aue zur Pause nur 1:0 vor, genügten nach dem Wiederanpfiff wenige Minuten, um den Widerstand des Oberligisten zu brechen. Die Hereinnahme von Burghardt, Heidrich und Fraulob brachte die nötige Durchschlagskraft gegen die kompakte Defensive. Selbst das Eigentor zum 3:1 änderte nichts mehr an der Dominanz der Veilchen.

Das Familien-Duell

Die Partie avancierte zum emotionalen Höhepunkt der Vorbereitung: Vater Khvicha Shubitidze stand als Trainer des FCE erstmals seinem 26-jährigen Sohn Luca als „Amtskollege“ des VfL Halle im direkten Duell gegenüber – und behielt deutlich die Oberhand. Luca ist seit einem Jahr Cheftrainer in Halle und landete in der NOFV-Oberliga Süd 2025/26 auf Anhieb auf Rang sechs. (FC Erzgebirge Aue – Familien-Duell)

„Ich traue mich gar nicht nach Hause zu meiner Frau“, lachte Shubi Senior nach dem 7:1. Über seinen Sohn sagte er: „Er macht es gut.“ Das Ergebnis sei zweitrangig gewesen – für beide Mannschaften lag der Fokus auf Praxis, Abläufen und Lösungen. „Ich bin zufrieden mit den Jungs, wir haben absolutes Vertrauen in diesen Kader“, resümierte Khvicha Shubitidze. (FC Erzgebirge Aue – Familien-Duell)

Die Spieler des Spiels

  • Quentin Fraulob: Der Stürmer traf zweimal – aus der Distanz und per Abstauber – und war der auffälligste Angreifer nach seiner Einwechslung.
  • Tim Maciejewski: Erzielte die frühe Führung per Kopf und setzte den ersten Nadelstich.
  • Finn Heidrich: Kam nach der Pause und markierte das 5:1, auch im Kombinationsspiel präsent.

By the Numbers

Die Statistik des 7:1 spricht eine klare Sprache, auch wenn offizielle xG-Werte für dieses Testspiel nicht vorliegen. Aue bestimmte das Spiel über die gesamten 90 Minuten, fand aber in Halbzeit eins nur selten Lücken gegen die defensive Grundordnung der Gäste. Dass alle sechs Tore nach der Pause fielen, zeigt die Wirkung der Breite im Kader: Aue brachte elf frische Spieler und konnte das Tempo so hochhalten, während Halle nachließ. Das Eigentor von Kokovas war der einzige statistische Wermutstropfen auf Auer Seite.

Was das Ergebnis bedeutet

Der FCE bleibt in der Vorbereitung makellos: Fünf Spiele, fünf Siege. Die Mannschaft präsentiert sich zweieinhalb Wochen vor dem Regionalliga-Auftakt gegen Altglienicke am 26. Juli 2026 in Torlaune. Alle einsatzfähigen Spieler des Kaders erhielten Wettkampfpraxis, lediglich Aurel Loubongo fehlte noch vor seiner Rückkehr ins Mannschaftstraining. (FC Erzgebirge Aue)

Der nächste Härtetest steht bereits am 11. Juli 2026 an: Dann gastiert der tschechische Zweitligist SK Kladno im Greifensteinstadion in Ehrenfriedersdorf. (FC Erzgebirge Aue – Testspielinfo)

Für den VfL Halle 1896 war es der letzte Test vor dem Start in der Oberliga Süd. Die Disziplin in der ersten Halbzeit war ermutigend, die zweite Hälfte offenbarte jedoch die deutlichen Unterschiede im Tempo und in der individuellen Klasse.

Fazit

Ein standesgemäßer Sieg des Regionalligisten gegen den Oberligisten, der in der Höhe erst in der zweiten Hälfte zustande kam. Die Breite des Auer Kaders und die Effizienz vor dem Tor nach der Pause waren die entscheidenden Faktoren. Für Halle gilt: Die erste Halbzeit macht Mut für die eigene Saison, die zweite zeigt die Lücke zum Profifußball.

Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.

API-Daten: 9. Juli 2026