Rosenborg besiegte Molde in einem Testspiel-Krimi 2:1 – Dino Islamovic traf per Elfmeter in der 97. Minute zum Sieg.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungRosenborg gewinnt Testspiel-Krimi gegen Molde – Islamovic verwandelt Last-Minute-Elfmeter
Rosenborg hat das prestigeträchtige Testspiel gegen Erzrivale Molde am Sonntag mit 2:1 (1:0) für sich entschieden. Vor 1.119 Zuschauern im Lerkendal Stadion besiegelte Dino Islamovic mit einem verwandelten Strafstoß in der siebten Minute der Nachspielzeit den Sieg – es war der letzte Ballkontakt der Partie. Eine Woche vor dem Wiederstart der Eliteserien nach der Sommerpause setzte der Rekordmeister damit ein Ausrufezeichen gegen den Liga-Konkurrenten.
So verlief die Partie
Rosenborg erwischte den deutlich besseren Start. Bereits in der achten Minute hatte Amin Chiakha nach einer Flanke von Emil Konradsen Ceide die erste gute Chance, setzte den Ball aus zwölf Metern aber über das Tor. Der frühe Druck zahlte sich in der 12. Minute aus: Jonas Svensson wurde auf der rechten Seite freigespielt und flankte flach in den Strafraum. Chiakha ließ den Ball clever durch, und Simen Bolkan Nordli musste aus fünf Metern nur noch ins leere Tor einschieben – 1:0.
Molde kämpfte sich im Laufe der ersten Halbzeit besser in die Partie, doch Rosenborgs Führung hielt bis zur Pause. Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste aus der Romsdal hellwach aus der Kabine. Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff traf Halldor Stenevik zum Ausgleich: Sein Schuss touchierte die Unterkante der Latte und schlug hinter Leopold Wahlstedt im Tor ein (48. Minute).
In der Folge wurde die Partie durch zahlreiche Auswechslungen auf beiden Seiten zerfahrener. Ballverluste und Fouls prägten den zweiten Durchgang, echte Torchancen blieben Mangelware. Rosenborg gelang in der Schlussphase noch einmal eine Druckphase.
Der Wendepunkt
Fünf Minuten der Nachspielzeit waren angezeigt, als Rosenborg eine Serie von Eckbällen ansetzte. In der 95. Minute wurde Tomas Nemcik nach einer Ecke von einem hohen Tritt getroffen – der Schiedsrichter zeigte sofort auf den Punkt. Dino Islamovic, in der Halbzeit eingewechselt, übernahm die Verantwortung und verwandelte eiskalt zum 2:1-Endstand (90.+7). Es war der letzte Spielzug der Begegnung.
Die Schlüsselspieler
Dino Islamovic (Rosenborg): Der Stürmer kam zur Halbzeit für Mads Bomholt und bewies einmal mehr seine Kaltschnäuzigkeit vom Punkt. Sein Siegtreffer in der Nachspielzeit sicherte den Erfolg.
Simen Bolkan Nordli (Rosenborg): Der Norweger erzielte das frühe Führungstor (12.) und war über seine Einsatzzeit von 41 Minuten ein Unruheherd im Mittelfeld, ehe er verletzungsbedingt ausgewechselt wurde.
Halldor Stenevik (Molde): Der Verteidiger markierte den zwischenzeitlichen Ausgleich per sehenswertem Schuss ans Gebälk und war damit der auffälligste Spieler auf Seiten der Gäste.
Die Zahlen – interpretiert
Acht Gelbe Karten (fünf für Rosenborg, drei für Molde) deuten auf eine intensive Partie hin, die trotz des Freundschaftsspiel-Status hart umkämpft war. Rosenborg ging verdient in Führung, verlor nach der Pause aber etwas den Faden – Molde kam durch das frühe 1:1 zurück. Die zweite Halbzeit war geprägt von vielen Wechseln (Rosenborg brachte sieben neue Spieler, Molde mindestens fünf), was das Spielniveau merklich senkte. Dass die Entscheidung erst in der Nachspielzeit fiel, unterstreicht die Ausgeglichenheit der Partie.
Was das Ergebnis bedeutet
Für Rosenborg war es der erste echte Härtetest vor dem Eliteserien-Restart. Der Sieg gegen den direkten Konkurrenten aus Molde dürfte dem Team von Trainer Alfred Johansson Selbstvertrauen geben. Molde zeigte über weite Strecken eine solide Leistung, offenbarte aber in Standardsituationen Schwächen – der entscheidende Elfmeter resultierte aus einer Ecke. Beide Teams haben am kommenden Spieltag (11./12. Juli 2026) ihre ersten Pflichtspiele nach der Sommerpause in der Eliteserien.
Fazit
Rosenborg belohnte sich für eine couragierte erste Halbzeit und eine effektive Schlussphase. Molde war über weite Strecken ebenbürtig, muss aber in der Standardsituation-Abwehr nachbessern. Dino Islamovic bewies einmal mehr seine Klasse als Vollstrecker – der eingewechselte Stürmer traf mit dem letzten Ballkontakt der Partie.
Spielereignisse
Rosenborg und Molde trafen 22 Mal aufeinander — Rosenborg gewann 9 Mal, Molde 8 Mal, dazu kamen 5 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2016 zurück. Rosenborg führt den Direktvergleich mit 9 Siegen aus 22 Begegnungen an. Insgesamt fielen 67 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.05 pro Spiel (35 für die Heimmannschaft, 32 für die Gäste). Beide Teams trafen in 15 Spielen (68%). In 15 Begegnungen (68%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Molde ist in den letzten 3 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 4–2 im Jahr 2025.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 6. Juli 2026