Österreichs U19-Frauen starten mit einem souveränen 3:0 gegen Island in die UEFA Women's Under-19 EURO 2026. Lueger, Leidler und Krassnig treffen in Zenica.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungGelungener EM-Auftakt: Österreichs U19-Frauen besiegen Island klar mit 3:0
Österreichs U19-Nationalteam der Frauen ist mit einem souveränen 3:0 (2:0) gegen Island in die UEFA Women's Under-19 EURO 2026 gestartet. Im Stadion Bilino Polje von Zenica ebneten Denise Lueger (28.), Ronja Leidler (45.+2) und die eingewechselte Tina Krassnig (90.) den Weg zum Auftaktsieg in der Gruppe B.
Vor nur 92 Zuschauern in der Hitze von Zenica dominierte die Mannschaft von Trainer Markus Hackel die erste Halbzeit und legte mit zwei Treffern den Grundstein für den ersten von drei Punkten. Österreich führt die Gruppe B nach dem 2:2-Unentschieden zwischen Titelverteidiger Spanien und der Schweiz vom selben Tag mit drei Zählern und einem Torverhältnis von 3:0 an.
So lief das Spiel
Österreich erwischte einen kontrollierten Start in die Partie im 5-3-2-System. Die Defensive um Ronja Leidler und Kapitänin Valentina Illinger stand kompakt, Island fand in der Anfangsphase kaum Mittel, um durch die österreichischen Linien zu kommen.
Den ersten Treffer leitete Katharina Richter ein: Ihre Flanke in den Strafraum erreichte Denise Lueger, die aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung traf (28.). Island zeigte sich wenig beeindruckt – Rakel Jonsdottir sah kurz darauf die Gelbe Karte (35.) –, doch Österreich blieb das aktivere Team.
Kurz vor der Pause fiel der wichtige zweite Treffer. Nach einer Ecke von Magdalena Keckeis köpfte Innenverteidigerin Ronja Leidler aus dem Getümmel zur 2:0-Pausenführung ein (45.+2). Es war das perfekte Timing: Zwei Minuten zuvor hatte Österreich eine verletzungsbedingte Auswechslung verkraften müssen (Anna Osl raus, Elena Herbst rein).
Die Entscheidung
Island kam mit personellen Wechseln aus der Kabine (I. Magnusdottir für E. Kristjansdottir) und versuchte, mehr Druck aufzubauen. Trainer Halldór Jón Sigurðsson brachte in der 63. Minute mit Brynjarsdóttir und Jóhannesdóttir frische Kräfte. Österreichs Abwehr um Torhüterin Valentina Grabenhofer ließ jedoch nichts zu. Island kam zwar auf 51 % Ballbesitz, aber nur auf drei Torschüsse aufs Ziel – alle von Grabenhofer gehalten.
Die Vorentscheidung fiel in der Schlussphase: Tina Krassnig, in der 82. Minute für Richter eingewechselt, nutzte eine Vorlage von Theresa Frizberg und traf in der Nachspielzeit (90.+3) zum 3:0-Endstand. Es war Krassnigs erster Ballkontakt im Strafraum nach ihrer Einwechslung.
Die Schlüsselfigur
Österreichs defensiver Verbund war der Schlüssel zum Sieg. Trainer Hackel ließ sein Team mit einer Fünferkette agieren, die Islands Angriffsbemühungen wirkungsvoll erstickte. Die Isländerinnen verbuchten über das gesamte Spiel hinweg nur sieben Schüsse (davon drei aufs Tor). Österreichs Passgenauigkeit von 66,4 % lag zwar unter den eigenen Standards, doch die Effizienz vor dem Tor war entscheidend: Aus 16 Schüssen machte Österreich drei Tore – eine Abschlusseffizienz von 18,8 %.
Die Spielerinnen des Spiels
- Denise Lueger (Österreich) – Eröffnete mit dem 1:0 den Torreigen, arbeitete defensiv stark mit und setzte die Island-Abwehr immer wieder unter Druck.
- Ronja Leidler (Österreich) – Traf kurz vor der Pause zum 2:0 und stand defensiv nahezu fehlerfrei.
- Valentina Grabenhofer (Österreich) – Drei Paraden bei drei Torschüssen auf ihr Tor, souveräne Ausstrahlung.
- Tina Krassnig (Österreich) – Joker-Tor in der Nachspielzeit, ihre erste Aktion im Strafraum.
Spielerin des Spiels: Denise Lueger
Die Statistiken im Kontext
Die offensiven Eckdaten unterstreichen Österreichs Überlegenheit, auch wenn Island mit 51,2 % Ballbesitz leicht vorn lag. Österreich gab 16 Torschüsse ab (8 aufs Tor) gegenüber Islands 7 (3 aufs Tor). Die Passgenauigkeit der Isländerinnen lag mit 59,9 % deutlich unter der Österreicherinnen (66,4 %). Österreich leistete sich 11 Fouls, Island 15. Bei den Ecken war es ausgeglichen (7:8).
Das Spiel war kein Spektakel, aber eine taktisch reife Vorstellung der Österreicherinnen, die ihre Chancen effizient nutzten und defensiv kaum Zugeständnisse machten.
Was das Ergebnis bedeutet
Österreich steht nach dem ersten Spieltag mit drei Punkten und einem Torverhältnis von 3:0 an der Spitze der Gruppe B. Titelverteidiger Spanien und die Schweiz trennten sich 2:2 und haben jeweils einen Punkt. Island liegt mit 0:3 Toren und null Punkten auf dem letzten Platz.
Am zweiten Gruppenspieltag am Dienstag, den 30. Juni 2026, trifft Österreich auf die Schweiz (17:00 Uhr, Bilino Polje), während Island gegen Spanien antreten muss. Ein Sieg gegen die Schweiz würde Österreich vorzeitig für das Halbfinale qualifizieren.
Fazit
Österreichs U19-Frauen haben ihre EM-Premiere 2026 souverän gemeistert. Die taktische Disziplin und Effizienz vor dem Tor waren die entscheidenden Faktoren gegen ein Island, das kämpferisch dagegenhielt, aber offensiv zu harmlos blieb. Trainer Markus Hackel kann auf eine geschlossene Mannschaftsleistung aufbauen.
Spielereignisse
Spielereignisse zwischen Austria U19 W und Iceland U19 W — 3 Tore und 3 Karten in diesem Spiel.
Vorlage: K. Richter
Vorlage: M. Keckeis
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 30. Juni 2026
