Tennis Borussia Berlin besiegt Lichtenberg 47 mit 1:0 durch ein spätes Tor von Marlon Kolobarić und sichert sich den Klassenerhalt. Lichtenberg beendet die Saison auf Rang zwei.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungKolobaric trifft in der Nachspielzeit – TeBe rettet sich, Lichtenberg verabschiedet Reiniger
Tennis Borussia Berlin hat sich am 30. Spieltag der NOFV-Oberliga Nord mit einem 1:0 (0:0) beim SV Lichtenberg 47 den Klassenerhalt gesichert. Vor 1.563 Zuschauern in der HOWOGE-Arena Hans Zoschke erzielte Marlon Kolobarić in der fünften Minute der Nachspielzeit das entscheidende Tor – ein Konter nach Vorarbeit von Ebrima Jobe. Für Lichtenberg endete die Saison damit auf Rang zwei, zum dritten Mal in Folge verpasste der Verein den Aufstieg in die Regionalliga Nordost.
So lief die Partie
Die erste Halbzeit war geprägt von taktischer Disziplin auf beiden Seiten. Tennis Borussia, das mit einer kompakten Fünferkette agierte, neutralisierte die Offensive der Hausherren weitgehend. Lichtenberg hatte durch Hannes Graf und Christian Gawe zwei Halbchancen, TeBe seinerseits verzeichnete einige vielversprechende Konter, die jedoch unvollendet blieben. Zur Pause stand folgerichtig ein torloses Remis.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild nur langsam. Lichtenberg erhöhte den Druck, fand aber gegen die tief stehenden Gäste kaum Lücken. TeBe-Torhüter Yannik Bangsow hielt sein Team mit einer Glanztat in der 65. Minute im Spiel – die Szene, die Gästetrainer Jeffrey Seitz in der Pressekonferenz als „Weltklasse-Parade“ bezeichnete.
Als sich alle auf ein torloses Unentschieden einzustellen schienen, schlugen die Gäste per Konter zu. Ebrima Jobe setzte sich auf der rechten Seite durch und legte quer auf Marlon Kolobarić, der aus kurzer Distanz zum 0:1 traf – sein erster Saisontreffer in der Oberliga. Schiedsrichter beendete die Partie direkt nach dem Wiederanstoß.
Der Wendepunkt
Die Parade von Yannik Bangsow in der 65. Minute. Nach einer der besten Kombinationen von Lichtenberg schien der Ball im Tor zu liegen, doch der TeBe-Schlussmann klärte aus kurzer Distanz. Wäre das 1:0 für Lichtenberg gefallen, hätte sich die Partie völlig anders entwickelt. Stattdessen blieb TeBe im Spiel und belohnte sich spät für eine disziplinierte Defensivleistung.
Die Schlüsselspieler
Marlon Kolobarić (TeBe): Der Joker traf in der 90.+5 Minute zum Sieg – sein erstes Oberliga-Tor überhaupt. Trainer Jeffrey Seitz bescheinigte ihm, „perfekt eingewechselt“ und „bereit“ gewesen zu sein.
Yannik Bangsow (TeBe): Hielt die Null mit mehreren Paraden, darunter einer Weltklasse-Intervention in der 65. Minute. Seitz: „Dass uns dann auch noch mal im Spiel gehalten hat.“
Sebastian Reiniger (Lichtenberg): Der langjährige Kapitän und Publikumsliebling bestritt sein letztes Pflichtspiel für Lichtenberg 47 nach 15 Jahren im Verein. Von Trainer Nils Kohlschmidt nach dem Spiel gewürdigt: „Wir wollten Bobby heute zu seinem Abschied noch einmal drei Punkte schenken – es hat nicht sollen sein.“
Die Zahlen – interpretiert
Die Statistik zeigt ein ausgeglichenes Spiel ohne klares Übergewicht. Lichtenberg hatte mehr Ballbesitz, Tennis Borussia setzte seine Nadelstiche geduldig und zielstrebig. Dass die Gäste nur einen Treffer aus dem Spiel heraus benötigten, spricht für ihre defensive Stabilität: TeBe stand in einer 5-4-1-Formation tief und ließ kaum zentrale Durchbrüche zu. Die fünf Gelben Karten für Lichtenberg (Millgramm, Graf, Becker, Schock Negrete, Grießig) deuten auf eine wachsende Frustration in der Schlussphase hin – Kolobarićs Tor war die logische Konsequenz eines ausgepowersten Gegners.
Was das Ergebnis bedeutet
Tennis Borussia Berlin beendet die Saison auf Rang zwölf und vermeidet den direkten Abstieg. Der Verein ist damit auch in der kommenden Spielzeit 2026/27 in der NOFV-Oberliga Nord vertreten.
Lichtenberg 47 schließt die Runde als Tabellenzweiter mit 61 Punkten ab – sechs Zähler hinter Meister SV Tasmania Berlin. Drei Vizemeisterschaften in Serie stehen für einen Verein, der 2023 aus der Regionalliga abstieg und seitdem den Wiederaufstieg verpasst. Mit dem Rücktritt von Sebastian Reiniger und dem Abgang von Top-Talent Luis Millgramm (zu Eintracht Mahlsdorf) steht ein Umbruch bevor.
Fazit
Tennis Borussia belohnte eine disziplinierte Defensivarbeit mit dem späten Lucky Punch – der Klassenerhalt ist verdient, weil die Mannschaft in diesem entscheidenden Moment die größere Ruhe bewies. Lichtenberg hingegen scheitert erneut an der eigenen Abschlussschwäche und muss nun einen schmerzhaften Neuaufbau ohne seinen Kapitän und ein weiteres Leistungsträger stemmen.
Rivalität seit 2020
Lichtenberg vs Tennis Borussia Direkter Vergleich· 10
Lichtenberg und Tennis Borussia trafen 10 Mal aufeinander — Lichtenberg gewann 5 Mal, Tennis Borussia 3 Mal, dazu kamen 2 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2020 zurück. Lichtenberg führt den Direktvergleich mit 5 Siegen aus 10 Begegnungen an. Insgesamt fielen 38 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.80 pro Spiel (22 für die Heimmannschaft, 16 für die Gäste). Beide Teams trafen in 6 Spielen (60%). In 7 Begegnungen (70%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Lichtenberg ist in den letzten 6 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–4 im Jahr 2025.
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API-Daten: 27. Juni 2026
