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7. Juni 2026 um 15:30Jahn-Sport-Anlage, Tönisvorst
11
Auswärts

Hilden

AI

Der VfB Hilden sichert sich durch ein 1:1 beim SC St. Tönis den Meistertitel in der Oberliga Niederrhein und steigt in die Regionalliga West auf – Siyak trifft für St. Tönis, Feese gleicht in der Nachspielzeit aus.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Ausgangslage: Ein Finale um den Aufstieg

Mit einem Punkt Vorsprung auf Germania Ratingen reiste der VfB Hilden zum letzten Spieltag nach Tönisvorst. Die Rechnung war einfach: Ein Punkt würde zum Aufstieg reichen, sofern Ratingen nicht selbst gewann. Die Hildener hatten eine herausragende Rückrunde gespielt – 14 Siege aus 17 Partien – und sich damit nach einem schwachen Start in die Saison auf den ersten Platz vorgearbeitet.

Der SC St. Tönis hingegen stand bereits als Tabellenfünfter fest und hatte eine turbulente Woche hinter sich. Das Team von Trainer Bekim Kastrati hatte auf Mallorca verweilt, am Samstagabend gab es ein Mannschaftsgrillen zur Feier des DFB-Pokalloses Eintracht Frankfurt. Viele Beobachter rechneten daher nicht damit, dass die Gastgeber dem Tabellenführer ernsthaft Paroli bieten würden.

Erste Halbzeit: Hilden dominant, St. Tönis stabil

Die Partie begann turbulent. Bereits in der 2. Minute hatte Hilden die erste Riesenchance: Feese setzte sich über links durch und legte quer auf Weber, der aus sechs Metern an Mariano scheiterte (2.). Kurz darauf sah Hildens Zimmermann nach einem taktischen Foul die frühe Gelbe Karte (3.).

Ein Freistoß brachte beinahe die Führung für die Gäste: Nikolaou kam aus sieben Metern völlig frei zum Kopfball, setzte diesen aber über die Latte (4.). Hilden blieb tonangebend. Sangl nahm einen abgewehrten Ball volley, verfehlte das Tor jedoch deutlich (9.).

Nach 20 Minuten fand St. Tönis besser in die Partie. Pöstges tauchte frei vor Lenze auf, der Hildener Schlussmann verhinderte mit einer starken Parade den Rückstand (20.). Auf der Gegenseite scheiterte Feese mit einem Schuss ans Außennetz (25.).

Die größte Chance der ersten Hälfte hatte Hilden kurz vor der Pause: Eine Kombination legte Sangl quer auf Cisse, der aus kurzer Distanz an Mariano scheiterte (47.). Auf der Gegenseite traf Nakano per Kopf den Pfosten (44.). So ging es mit einem torlosen Remis in die Kabinen – für Hilden dennoch eine gute Nachricht, da Monheim parallel gegen Ratingen mit 2:0 führte.

Zweite Halbzeit: St. Tönis überrascht, Hilden zittert

Nach dem Seitenwechsel kam der SC St. Tönis deutlich stärker aus der Kabine. In der 51. Minute hatte Heffungs die Riesenchance zur Führung: Nach einer Hereingabe von Pohlig pennte Hildens Kapitän zur Linden, Heffungs spitzelte den Ball nur Zentimeter am rechten Pfosten vorbei.

St. Tönis drückte, Hilden kam kaum noch gefährlich vor das gegnerische Tor. Die Gastgeber erspielten sich Ecke um Ecke, Pohlig köpfte knapp über die Latte (55.). Auf der Gegenseite hatte Lier plötzlich aus 18 Metern die Möglichkeit zur Führung, schoss aber genau auf Mariano (75.).

Die Belohnung für den couragierten Auftritt der Gastgeber folgte in der 83. Minute. Über rechts drang St. Tönis in den Strafraum ein, der Ball prallte zur Linden an den Arm. Alle warteten auf den Pfiff, doch Yigit Siyak, der in der 72. Minute eingewechselt worden war, schnappte sich den Ball und schob rechts unten zum 1:0 ein (83.).

Nachspielzeit: Feese rettet Hilden den Aufstieg

Hilden warf nun alles nach vorne. Zimmermann zwang Mariano zu einer Parade, danach versuchten sich Feese, Weber und Gatzke, brachten den Ball aber nicht im Tor unter (87.). In Monheim stand es weiter 2:0 – Hilden wäre selbst bei einer Niederlage aufgestiegen.

Doch dann schlug die Stunde von Etienne Feese. Cisse machte das Spiel schnell, nach mehreren Versuchen gelangte der Ball zu Feese, der aus kürzester Distanz zum 1:1 einköpfte (90.+1). Der Ausgleich in der Nachspielzeit!

Schiedsrichter Felix May beendete die Partie wenig später. Der Jubel beim VfB Hilden kannte keine Grenzen – der Aufstieg in die Regionalliga West war perfekt.

Stimmen zum Spiel

Fabian zur Linden (Kapitän VfB Hilden): „Das ist einfach überragend. Es ist ein wunderschönes Gefühl, dass sich der ganze Kreis hier jetzt schließt. Es ist generell ein geiles Gefühl, aufzusteigen, gerade nach unserem schlechten Start. Wir haben uns enorm gesteigert und eine fantastische Rückrunde gespielt."

Tim Schneider (Trainer VfB Hilden): „Es ist noch wie im Film, was hier abläuft. Am Ende kommt es nur darauf an, dass der Kopf funktioniert. Gerade in der zweiten Halbzeit hatten wir Probleme. Aber es ist eben die Qualität dieser Mannschaft, auch in St. Tönis zurückzukommen. Wir werden gleich nach Hilden fahren, dort im positiven Sinne die Hütte abreißen und einfach ordentlich feiern."

Analyse: Eine Rückrunde für die Geschichtsbücher

Der VfB Hilden war in der Hinrunde nur Mittelmaß, fand aber nach der Winterpause zu einer Einheit. In 17 Rückrundenpartien gab der VfB nur acht Punkte ab, gewann 14 Mal und spielte einmal unentschieden – ausgerechnet am letzten Spieltag in St. Tönis. Dazu kamen zwei Niederlagen. Diese Serie war der Schlüssel zum Aufstieg.

Trainer Tim Schneider, der den Verein nach dem Aufstieg verlassen wird, hinterlässt ein Team, das sich in die Regionalliga West hochgearbeitet hat. Für den SC St. Tönis bleibt die Genugtuung, dem späteren Meister ein Bein gestellt und bis zur Nachspielzeit eine Sensation möglich gemacht zu haben.

Fazit

Der SC St. Tönis zeigte trotz einer ungewöhnlichen Woche mit Mallorca-Reise und Pokalauslosung eine charakterstarke Leistung und war dem Tabellenführer über weite Strecken ebenbürtig. Am Ende reichte es nicht zum Sieg, aber der Respekt der gesamten Liga war den Gastgebern sicher. Für den VfB Hilden beginnt mit dem Aufstieg in die Regionalliga West ein neues Kapitel – und das völlig verdient nach einer herausragenden Rückrunde.

Rivalität seit 2022

SC St. Tönis vs Hilden Direkter Vergleich· 7

SC St. Tönis und Hilden trafen 7 Mal aufeinander — SC St. Tönis gewann 1 Mal, Hilden 4 Mal, dazu kamen 2 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2022 zurück. Hilden führt den Direktvergleich mit 4 Siegen aus 7 Begegnungen an. Insgesamt fielen 16 Tore in diesen Partien, im Schnitt 2.29 pro Spiel (4 für die Heimmannschaft, 12 für die Gäste). Beide Teams trafen in 2 Spielen (29%). In 3 Begegnungen (43%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2024.

Unentschieden
2
·
4
Siege
Tore gesamt
16 · 2.3/Spiel
Beide getroffen
2/7 · 29%
Über 2,5
3/7 · 43%

Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.

API-Daten: 18. Juni 2026