Monheim besiegt Ratingen 2:0 im Rheinstadion – Klassenerhalt perfekt, Aufstiegstraum von Ratingen geplatzt. Entscheidung am 34. Spieltag der Oberliga Niederrhein.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungMonheim besiegt Ratingen mit 2:0 – Klassenerhalt besiegelt, Aufstiegstraum geplatzt
Monheim. Am finalen 34. Spieltag der Oberliga Niederrhein Saison 2025/26 kam es im Rheinstadion vor 550 Zuschauern zu einem brisanten Aufeinandertreffen zwischen dem 1. FC Monheim und Germania Ratingen 04/19. Am Ende stand ein hochverdienter 2:0 (2:0)-Heimsieg für die Gastgeber, der für völlig unterschiedliche Emotionen auf beiden Seiten sorgte: Während Monheim den Klassenerhalt aus eigener Kraft perfekt machte, platzte für Ratingen der Traum vom Aufstieg in die Regionalliga West.
Die Ausgangslage: Alles oder nichts
Die Tabelle vor dem letzten Spieltag hätte unterschiedlicher kaum sein können. Der 1. FC Monheim stand als Aufsteiger auf Rang elf mit 40 Punkten und benötigte noch einen Sieg, um den Klassenerhalt endgültig zu sichern. Germania Ratingen hingegen führte die Tabelle über 31 Spieltage hinweg an, war aber in den letzten Wochen von einer beeindruckenden Rückrunde des VfB Hilden überholt worden. Eine Niederlage in Monheim hätte die Endgültigkeit bedeutet. Für Ratingen zählte nur ein Sieg – bei gleichzeitiger Hoffnung auf eine Punkteteilung des Spitzenreiters Hilden in St. Tönis.
Erste Halbzeit: Monheim überlegen, Ratingen enttäuschend
Die Hausherren erwischten einen Traumstart und machten von Beginn an deutlich, dass sie nicht gewillt waren, dem Favoriten auch nur den Hauch einer Chance zu schenken. „Wir haben gegen Ratingen den Gegner ständig beschäftigt und einfach mehr Intensität und Leidenschaft an den Tag gelegt“, sagte Monheims Trainer Dennis Ruess nach dem Abpfiff.
In der 31. Minute belohnte sich Monheim für die starke Anfangsphase – wenn auch auf kuriose Art und Weise. Nach einer scharfen Hereingabe von der linken Seite geriet Ratingens Innenverteidiger Silberbach unter Druck und lenkte den Ball unglücklich ins eigene Tor. 1:0 für Monheim – ein schwerer Schlag für die ohnehin verunsicherten Gäste.
Nur sechs Minuten später legte Monheim nach. Safikhanov nutzte eine Unachtsamkeit in der Ratinger Defensive und traf aus kurzer Distanz zum 2:0 (37. Minute). Die Germania-Abwehr wirkte viel zu bieder und ohne den nötigen Biss – ein Bild, das sich in den letzten Wochen der Saison bereits mehrfach gezeigt hatte.
Zweite Halbzeit: Ratingen findet kein Mittel
Trainer Damian Apfeld reagierte in der Pause und brachte Routinier Sven Kreyer für Demircan. Doch auch der erfahrene Stürmer konnte das Spiel nicht mehr drehen. Ratingen fand offensiv kaum statt, Monheim verwaltete die Führung clever und ließ defensiv nichts mehr anbrennen. „Vor vier Wochen hat uns bei dem Restprogramm niemand den Klassenerhalt zugetraut. Ich habe aber keine Sekunde daran gezweifelt. Nach dem 2:0 waren wir hochpräsent und haben einfach nichts mehr zugelassen. Daher geht der Sieg auch vollkommen in Ordnung“, so Ruess.
Die Nachricht, dass Hilden in St. Tönis zwischenzeitlich zurücklag, machte die Sache für Ratingen nicht besser – das eigene Spiel wollte einfach nicht in Fahrt kommen. Monheim blieb auch nach der Pause die klar bessere Mannschaft und hätte den Vorsprung sogar noch ausbauen können. Am Ende blieb es beim verdienten 2:0.
Die Schicksalsminuten: VfB Hilden wird Meister
Parallel zu dieser Partie spielte der VfB Hilden beim SC St. Tönis. Nach einem frühen Rückstand glich Hilden in der Nachspielzeit (90.+1) zum 1:1 aus – und sicherte sich damit die Meisterschaft und den Aufstieg in die Regionalliga West mit 69 Punkten.
Ratingen hingegen rutschte nach der Niederlage auf den zweiten Tabellenplatz ab – mit 67 Punkten (19 Siege, 10 Unentschieden, 5 Niederlagen). „31 Spieltage lang hieß der Tabellenführer der Oberliga Ratingen 04/19, zur Winterpause sogar mit einem satten Vorsprung auf die Verfolger. Kurz vor Schluss wurden die Blau-Gelben aber noch vom starken VfB Hilden abgefangen”, analysierte RevierSport.
Reaktionen: „Wir haben das hier selbst verkackt“
Die Enttäuschung im Ratinger Lager war riesig. Boss Jens Stieghorst zeigte sich trotz allem gefasst: „Die letzten drei Wochen waren einfach nicht mehr zwingend genug. Das war eindeutig zu wenig. Natürlich überwiegt die Enttäuschung, aber jetzt werde ich erst einmal Glückwünsche nach Hilden senden. Wahnsinn, was die für eine Rückrunde gespielt haben.”
Noch deutlicher wurde Routinier Sven Kreyer, der in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde: „Das ist ganz schwer in Worte zu fassen. Wir haben zwar von Anfang an versucht, im Spiel Kontrolle zu erlangen, aber einfache Ballverluste und Ungenauigkeiten haben nichts zugelassen. Leider war das in den letzten Wochen häufiger der Fall.” Der 35-jährige Stürmer nahm kein Blatt vor den Mund: „Wir haben das hier selbst verkackt. Die Enttäuschung ist unfassbar groß. Wir wollten unbedingt hoch in die Regionalliga.”
Monheims Trainer Ruess: „Was für eine wahnsinnige Liga“
Monheims Coach Dennis Ruess hingegen strahlte nach dem Schlusspfiff: „Was für eine wahnsinnige Liga. Vor vier Wochen hat uns bei dem Restprogramm niemand den Klassenerhalt zugetraut. Ich habe aber keine Sekunde daran gezweifelt.” Der langjährige FCM-Coach blickte bereits optimistisch nach vorn: „Von den Namen her ist das für uns wie ein Aufstieg, die neue Spielzeit wird ein echtes Highlight, Woche für Woche.”
Die Aufstellungen
Monheim: Fenzl – Schneider, Safikhanov, Kiefer, Kang – Klefisch, Blaise, Ferreira Zufelde (72. Biskup), Hirsch (77. Alexandris), Demir – Bojkovski (58. Galonske)
Ratingen: Gomoluch – Matondo Armando, Henrichs, Gusic, Yildiz – Zimmerling (71. Deljkovic), Asare, Rexha (65. Zhushi), Silberbach, Hammoud – Demircan (46. Kreyer)
Tore: 1:0 Silberbach (ET, 31.), 2:0 Safikhanov (37.)
Schiedsrichter: Marco Lechtenberg (Mönchengladbach)
Zuschauer: 550
Tabellenkontext
Die Abschlusstabelle der Oberliga Niederrhein 2025/26 zeigt Ratingen 04/19 mit 67 Punkten auf Rang zwei – mit nur zwei Punkten Rückstand auf Meister VfB Hilden (69 Punkte). Die Germania verzeichnete die zweitbeste Offensive (86 Tore) und die drittbeste Defensive (48 Gegentore), konnte die starke erste Saisonhälfte aber in den entscheidenden Wochen nicht bestätigen.
Der 1. FC Monheim beendet die Saison mit 43 Punkten auf Platz elf, mit komfortablem Abstand zu den Abstiegsrängen. Für den Aufsteiger ist der Klassenerhalt ein voller Erfolg – und das nach einem Restprogramm, das viele Experten bereits als zu schwer für das Team von Dennis Ruess eingestuft hatten.
Rivalität seit 2020
Monheim vs Germania Ratingen Direkter Vergleich· 8
Monheim und Germania Ratingen trafen 8 Mal aufeinander — Monheim gewann 2 Mal, Germania Ratingen 3 Mal, dazu kamen 3 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2020 zurück. Germania Ratingen führt den Direktvergleich mit 3 Siegen aus 8 Begegnungen an. Insgesamt fielen 28 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.50 pro Spiel (13 für die Heimmannschaft, 15 für die Gäste). Beide Teams trafen in 6 Spielen (75%). In 4 Begegnungen (50%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Monheim ist in den letzten 4 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–5 im Jahr 2022.
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API-Daten: 18. Juni 2026