Karlsruher SC und SGV Freiberg trennen sich 4:4 im Testspiel – Broschinski-Doppelpack, Rupp-Doppelpack, Valpoort-Doppelpack und ein später Malungo-Ausgleich vor 700 Zuschauern im Badenia Stadion.
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Spielanalyse
KI-Zusammenfassung4:4-Wahnsinn im Badenia Stadion: KSC verspielt zweimal Führung gegen SGV Freiberg
Acht Tore, zwei Comebacks und ein später Ausgleich: So verlief das torreichste Testspiel der KSC-Vorbereitung
Der Karlsruher SC und der Regionalligist SGV Heilbronn-Freiberg haben sich am 9. Juli 2026 ein Schützenfest im Badenia Stadion geliefert. Vor 700 Zuschauern endete das Testspiel 4:4 (2:0) – ein Ergebnis, das die wechselhafte Leistung des Zweitligisten mit zwei komplett unterschiedlichen Mannschaftshälften widerspiegelt.
So lief die Partie
Der KSC begann dominant und belohnte sich durch Neuzugang Moritz Broschinski. Der Stürmer, im Sommer von VfL Bochum gekommen, traf in der 31. Minute per Linksschuss nach einem Zweikampfgewinn zur Führung. Zehn Minuten später nickte Broschinski eine abgefälschte Hereingabe von Deniz Ofli zum 2:0 ein (41.) – sein Doppelpack zur Halbzeit.
Trainer Maximilian Senft wechselte zur zweiten Hälfte alle elf Feldspieler aus – wie auch in den vorherigen Testspielen üblich. Der SGV nutzte die fehlende Abstimmung in der neu formierten KSC-Defensive eiskalt aus. Gwangin Lee verkürzte direkt nach Wiederanpfiff auf 1:2 (46.), ein abgefälschter Schuss senkte sich unhaltbar über Keeper Hansi Bernat.
Vier Minuten später glich Meghon Valpoort aus (50.), ehe der SGV-Stürmer in der 59. Minute nach einem Konter sogar die 3:2-Führung erzielte – der KSC war nach einem eigenen Eckball ausgekontert worden.
Der KSC schlug postwendend zurück: Noah Rupp traf aus 13 Metern platziert ins untere Eck zum 3:3 (60.). In der 85. Minute schien der Zweitligist das Spiel endgültig zu drehen – Rupp zog aus 25 Metern ab und jagte die Kugel in den Winkel. Doch der SGV gab nicht auf: Joel Malungo glich in der 89. Minute zum 4:4-Endstand aus.
Der Wendepunkt
Der komplette Austausch der Startelf zur zweiten Halbzeit war der entscheidende Faktor. Die erste Elf um Kapitän Marvin Wanitzek und Broschinski hatte eine souveräne 2:0-Führung erspielt. Die zweite Garde fand dagegen nie richtig in den Rhythmus – drei Gegentore binnen 13 Minuten nach der Pause brachten den KSC um den sicheren Sieg. Für Senft war dies jedoch bewusst in Kauf genommen, um allen Spielern Einsatzzeit zu geben und die Belastung zu verteilen.
Die Spieler des Spiels
Moritz Broschinski (KSC): Der Neuzugang zeigte seine Torqualitäten mit einem Doppelpack in der ersten Hälfte. Ein Kopfball nach Wanitzek-Eckball verfehlte das Tor nur knapp (2.), dann traf er zweimal eiskalt. Ein vielversprechender Einstand im blau-weißen Trikot.
Noah Rupp (KSC): Der Mittelfeldspieler war der Mann der zweiten Hälfte. Zwei Tore – ein platziertes und ein Distanzschuss in den Winkel – retteten dem KSC immerhin das Remis. Hätte den Siegtreffer markieren können, wäre der SGV nicht noch spät ausgeglichen.
Meghon Valpoort (SGV): Der Freiberger Stürmer war mit zwei Toren (50., 59.) der entscheidende Faktor für die Aufholjagd des Regionalligisten. Seine Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor beeindruckte.
By the Numbers – interpretiert
Die acht Tore sprechen für eine torreiche, aber auch fehleranfällige Partie. Der KSC erzielte vier Treffer aus dem Spiel heraus – je zwei pro Halbzeit. Die defensive Stabilität brach mit dem kompletten Wechsel jedoch ein: Drei Gegentore in 13 Minuten (46.–59.) zeigen, dass die zweite Formation noch nicht eingespielt ist. Der SGV drehte die Partie zweimal – ein Zeichen für Moral und offensive Durchschlagskraft, aber auch für die nachlassende Konzentration des Zweitligisten nach der Führung.
Was das Ergebnis bedeutet
Für den KSC war es der dritte Test der Vorbereitung auf die Zweitligasaison 2026/27. Am 11. Juli reist die Mannschaft ins Trainingslager nach Neukirchen (Österreich). Auf der Rückfahrt steht ein Test gegen den japanischen Erstligisten Shimizu S-Pulse an. Die offensiven Ansätze stimmen – die Defensive muss bis zum Saisonstart noch deutliche Fortschritte machen.
Der SGV Heilbronn-Freiberg, Vizemeister der Regionalliga Südwest, zeigte sich gegen den höherklassigen Gegner erneut moralisch stark. Bereits im vorherigen Test gegen die SG Sonnenhof Großaspach (2:2) hatte der SGV Comeback-Qualitäten bewiesen. Nächster Prüfstein ist am 11. Juli die Partie gegen die TSG 1899 Hoffenheim II.
Fazit
Ein torreicher, unterhaltsamer Test, der vor allem die KSC-Probleme in der Tiefe des Kaders offenlegte. Die erste Elf um Wanitzek und Broschinski überzeugte, die zweite Garde haderte. Für den SGV war es ein Achtungserfolg – der Regionalligist präsentierte sich auf Augenhöhe mit einem Zweitligisten.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 10. Juli 2026
