Nürnberg II und Kladno trennen sich 1:1 im Testspiel: Skowronek trifft per Kopf zur Führung (34.), Kladno gleicht per Sonntagsschuss in der 83. Minute aus.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSo lief die Partie
Trainer Andreas Wolf ließ seine Mannschaft im ersten Test der Saisonvorbereitung 2026/27 in einem 4-3-3-System auflaufen. Die Partie fand in Prag statt — der eigentliche Gegner Sparta Prag II hatte sich kurzfristig anders verpflichtet, sodass mit Kladno ein anderer tschechischer Meister auf die Nürnberger U23 wartete.
Die Club-Reserve erwischte einen guten Start. Bereits nach sechs Minuten brachte Rau den Ball von der linken Seite scharf vors Tor, doch Kladno klärte zur Ecke. In der 15. Minute versuchte es Rau per Volley, verfehlte das Ziel aber knapp.
In der 20. Minute schickte Wiezorrek einen weiten Ball aus dem Halbfeld in den Strafraum, der immer länger wurde und schließlich auf dem Tordach landete. Rau kam wenig später zu zwei weiteren Abschlüssen, blieb aber ohne Erfolg.
Der Führungstreffer fiel in der 34. Minute: Gjini trat eine Ecke vors Tor, und Skowronek drückte das Leder aus kurzer Distanz über die Linie — 1:0 für Nürnberg II. Mit diesem Vorsprung ging es in die Pause.
Die zweite Halbzeit: Kampf und verpasste Entscheidung
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein von vielen Zweikämpfen geprägtes Spiel. Gefährliche Aktionen im Strafraum blieben zunächst Mangelware. Kurz nach der 60. Minute chippte der eingewechselte Abu El Haija den Ball über die Abwehrkette, doch Chiumento konnte vor dem einschreitenden Kladno-Torwart nicht per Kopf abschließen.
Fünf Minuten später bediente Fuchs seinen Teamkollegen Horst, der aus halblinker Position jedoch über den Querbalken zielte. Kirsch tauchte wenig später vor dem Tor auf, verpasste die mögliche Vorentscheidung aber ebenfalls.
15 Minuten vor Schluss brachte Fuchs eine Flanke auf den zweiten Pfosten. Chiumento legte per Kopf in die Mitte zurück, wo Dibamba bereitstand — der Ball verfehlte das Tor nur knapp. Die letzte große Gelegenheit für die Wolf-Elf hatte Horst, der einen Gegner aussteigen ließ, dann aber zu zentral abschloss.
Der Wendepunkt: Kladnos Sonntagsschuss
In der 83. Minute bestrafte Kladno die vergebenen Chancen eiskalt. Einen Distanzschuss aus der zweiten Reihe — von den Club-Berichten als „Sonntagsschuss" bezeichnet — zog der tschechische Drittligameister unhaltbar zum 1:1-Ausgleich ins Netz. Der Treffer war der einzige Torschuss von Kladno in der zweiten Hälfte, der sein Ziel fand.
Die Aufstellungen
1. FC Nürnberg II (Startelf): Pohlmann — Heß, Menig, Dibamba, Gjini — Haxhiu, Skowronek, Hagmeyer — Rau, Schulten, Wiezorrek
Eingewechselt: Abu El Haija, Fuchs, Chiumento, Kirsch, Kracht, Kaiser, Taye, Horst, Obiogumu
Tore: 1:0 Skowronek (34.), 1:1 Kladno (83.)
Zuschauer: 100
By the Numbers — Interpretiert
Das Verhältnis von Torschüssen und Feldüberlegenheit sprach klar für Nürnberg II, das sich mehrere gute Chancen herausspielte — insbesondere über die linke Seite mit Rau, der im ersten Durchgang die gefährlichsten Aktionen einleitete. Dass nur ein Treffer dabei heraussprang, lag an mangelnder Präzision im Abschluss und gutem Stellungsspiel der Kladno-Defensive. Kladno dagegen nutzte seine einzige klare Gelegenheit der zweiten Hälfte eiskalt. Das Spiel zeigte klassische Testspiel-Muster: viel Wechsel, sinkende Intensität im zweiten Durchgang und Bestrafung von Chancenwucher.
Was das Ergebnis bedeutet
Für Nürnberg II, den amtierenden Meister der Regionalliga Bayern, war es der erste Härtetest der Vorbereitung auf die neue Saison, die am dritten Juli-Wochenende beginnt (voraussichtlicher Start: 23.–26. Juli 2026). Die Wolf-Elf reist am 2. Juli zu einem nicht-öffentlichen Test gegen Legia Warschau nach Herzogenaurach und empfängt am 4. Juli den FC Ingolstadt II am Sportpark Valznerweiher.
Für den SK Kladno, Meister der tschechischen dritten Liga und Aufsteiger, war es ein weiterer Schritt in der Vorbereitung auf die neue Saison — der Gegner Am Mittwoch, 15. Juli, trifft Kladno auswärts auf FC Erzgebirge Aue.
Fazit
Ein typisches erstes Testspiel mit Licht und Schatten. Nürnberg II zeigte über weite Strecken die reifere Spielanlage und erspielte sich die besseren Chancen, ließ vor dem Tor aber die letzte Konsequenz vermissen. Der Ausgleich per Sonntagsschuss war ein früher Fingerzeig, dass die U23 in dieser Vorbereitung an der Chancenverwertung arbeiten muss. Trainer Wolf dürfte vor allem mit der ersten halben Stunde zufrieden gewesen sein — der zweiten Hälfte fehlte nach zahlreichen Wechseln der Spielfluss.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 29. Juni 2026