Syrien besiegt Irak 91:81 in der WM-Qualifikation – Donte McGill glänzt mit 34 Punkten bei seinem Nationalmannschafts-Debüt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSyrien feiert ersten Sieg in der WM-Qualifikation: 91:81 gegen Irak
Syrien hat im dritten Anlauf den ersten Sieg in der FIBA-Basketball-WM-Qualifikation 2027 eingefahren. Gegen den Irak setzte sich die Mannschaft von Trainer Muhammad Hayen Jamal am Donnerstag in Amman mit 91:81 durch und verbesserte sich in der Gruppe C auf 1:2 Siege.
Der entscheidende Faktor war Donte McGill. Der 30-jährige Aufbauspieler feierte sein Nationalmannschafts-Debüt mit 34 Punkten, 5 Rebounds, 4 Assists und 2 Steals – eine der beeindruckendsten Premieren in der Geschichte der asiatischen Qualifikation.
Spielverlauf: Enge Partie mit dramatischem Finale
Beide Teams waren mit 0:2-Siegen in den dritten Spieltag gestartet – der Druck war enorm. Nur die ersten drei Teams jeder Gruppe erreichen die zweite Runde. Syrien (Weltrangliste 72) und der Irak (85) lieferten sich eine intensive Begegnung mit 9 Führungswechseln und 6 Ausgleichen.
Das erste Viertel endete 18:17 für den Irak. Zur Halbzeit führte Syrien knapp mit 35:33. Der Irak kämpfte sich im dritten Viertel zurück (52:56), ehe Syrien im Schlussabschnitt die Entscheidung erzwang.
Der Wendepunkt: Galloways Verletzung
Der game-changing Moment kam im zweiten Viertel, als Iraks Starspieler Ramon Galloway nach einer Landung auf dem Fuß eines Gegenspielers umknickte und nicht zurückkehrte. Galloway, mit 19,5 Punkten pro Spiel der Topscorer seiner Mannschaft, hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 5 Assists verteilt. Ohne ihren Anführer konnte der Irak die Offensive nicht mehr auf dem gleichen Niveau organisieren.
McGill nutzte die Gelegenheit. In den letzten Minuten traf er einen Drei-Punkte-Wurf aus der Distanz und legte sekundenschnell einen Assist auf Omar Idelbi nach, der ebenfalls von jenseits der 6,75-Meter-Linie traf – 20 Sekunden, die die Vorentscheidung brachten.
Die Schlüsselspieler
Donte McGill (Syrien) – 34 Punkte, 5 Rebounds, 4 Assists, 2 Steals, 5/6 Dreier. Der gebürtige US-Amerikaner, der in der libanesischen Liga für Central Al Akazi spielt, traf 7/8 Freiwürfe und spielte 39 Minuten. Seine 34 Punkte waren die höchste Ausbeute eines syrischen Spielers in dieser Qualifikation.
Omar Idelbi (Syrien) – Der 26-jährige Flügelspieler steuerte 17 Punkte bei und traf den entscheidenden Drei-Punkte-Wurf auf Vorlage von McGill.
Muhammad Bil Atley (Syrien) – 15 Rebounds, 3 Assists und 2 Blocks. Der 2,03 m große Center dominierte die Bretter und gab Syrien zweite Chancen.
Ehab Alzaheri (Irak) – 15 Punkte und 7 Rebounds. Der große Mann des Irak kämpfte bis zur letzten Sekunde, konnte die Niederlage aber nicht verhindern.
Nach Zahlen: Die Statistik entschlüsselt
Syrien traf 40 % aus dem Zweierbereich und 40 % von der Drei-Punkte-Linie – eine deutliche Steigerung zum eigenen Schnitt von 27,2 % Dreierquote. Auch die Freiwurfquote von 88 % (7/8 bei McGill, insgesamt 14/16) lag weit über dem Turnierdurchschnitt.
Der Irak holte 53 Rebounds (15 offensive) – weit über dem eigenen Schnitt von 34,8 –, vergab aber zu viele einfache Würfe und traf nur 14/23 Freiwürfe (61 %).
Beide Teams gehören zu den wenigen Nationen in der Asien-Qualifikation, die noch nie mindestens 10 Dreier in einem WM-Qualifikationsspiel getroffen haben. Syrien traf acht, der Irak sieben.
Was der Sieg bedeutet
Durch den Erfolg hat Syrien den dritten Platz in der Gruppe C erobert und den Irak auf den letzten Rang verwiesen. Die Tabelle: Jordanien (3:0), Iran (2:1), Syrien (1:2), Irak (0:3).
Syrien trifft am 5. Juli 2026 auf den Iran im Prince Hamza Hall in Amman. Ein weiterer Sieg würde die Chancen auf den Einzug in die zweite Runde deutlich verbessern. Der Irak spielt am selben Tag gegen Gruppenführer Jordanien.
Fazit
Donte McGill hat sich mit einer historischen Debütleistung in den Fokus der asiatischen Basketballwelt gespielt. Syrien lebt im Rennen um den dritten Platz – der Irak steht nach drei Niederlagen mit dem Rücken zur Wand. Die Partie am 5. Juli wird zeigen, ob Syrien den Schwung mitnehmen kann.
Syrien und Irak trafen 2 Mal aufeinander — Syrien gewann 1 Mal, Irak 1 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2024 zurück. Insgesamt fielen 269 Tore in diesen Partien, im Schnitt 134.50 pro Spiel (133 für die Heimmannschaft, 136 für die Gäste). Beide Teams trafen in 2 Spielen (100%). In 2 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 70–78 im Jahr 2026.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 4. Juli 2026