BBL· Saison 2025-2026
Bayern München gewinnt Spiel 3 der BBL-Finalserie 91:83 in Berlin und stellt auf 2:1. Alba verpasst nach der Aufholjagd den erneuten Ausgleich.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungBayern schlägt zurück: Münchner entführen den Heimsieg aus Berlin
Der FC Bayern München Basketball hat in der Max-Schmeling-Halle die Führung in der Best-of-Five-Finalserie zurückerobert. Im dritten Spiel der easyCredit BBL Finals 2026 setzten sich die Münchner am Mittwochabend vor 8.500 Zuschauern mit 91:83 (45:37, 46:46) gegen ALBA Berlin durch und führen nun in der Serie mit 2:1. Die Mannschaft von Trainer Svetislav Pesic zeigte vor allem in der ersten Halbzeit eine dominante Vorstellung und ließ sich den verdienten Auswärtssieg auch im Schlussviertel nicht mehr nehmen.
Nachdem Alba Berlin mit dem 86:79 in München am Sonntag den Heimvorteil erobert hatte, schlug der Titelverteidiger in der Hauptstadt eindrucksvoll zurück. Vor heimischer Kulisse in der engen Max-Schmeling-Halle – normalerweise eine Festung der Berliner – erwischten die Gäste einen Start nach Maß und diktierten das Geschehen von Beginn an.
Erste Halbzeit: Bayern dominiert nach Belieben
Die Münchner legten los wie die Feuerwehr. Angetrieben von einem fokussierten Andreas Obst, der sich nach seiner schwächeren Vorstellung in Spiel zwei (12 Punkte) steigerte, und dem quirligen Neno Dimitrijevic setzten sich die Gäste früh ab. Besonders Center Johannes Voigtmann agierte als verlängerter Arm des Trainers auf dem Feld und verteilte kluge Pässe aus dem Hochposten.
Die Berliner Defensive, die in Spiel zwei noch so überzeugend gearbeitet hatte, fand diesmal kein Mittel gegen die variable Münchner Offensive. „Wir haben uns in der ersten Halbzeit in der Defense nicht so gefunden, wie wir es uns vorgenommen hatten. Bayern hat das eiskalt bestraft“, analysierte Alba-Coach Pedro Calles nach der Partie.
Mit einer 45:37-Führung für die Gäste ging es in die Kabinen – ein Puffer, der sich die gesamte zweite Halbzeit als entscheidend erweisen sollte.
Zweite Halbzeit: Alba kämpft sich heran, Bayern bleibt cool
Nach dem Seitenwechsel kam Alba mit neuem Elan aus der Kabine. Jack Kayil, bereits in den ersten beiden Finalspielen Berlins bester Scorer, übernahm mehr Verantwortung und traf wichtige Würfe. Auch Martin Hermannsson fand besser ins Spiel und verteilte gefährliche Pässe in die Offensive.
Die Berliner kämpften sich tatsächlich heran. Mitte des dritten Viertels war der Rückstand auf drei Zähler geschrumpft, die Halle kochte. Doch jedes Mal, wenn Alba gefährlich nahe kam, hatten die Münchner eine Antwort parat.
Oscar da Silva, der ehemalige Alba-Spieler, traf in entscheidenden Momenten und beherrschte die Zone. Der Nationalspieler sammelte nicht nur Punkte, sondern holte auch wichtige Rebounds auf beiden Seiten des Feldes. „Oscar hat heute eine Riesenvorstellung abgeliefert, besonders in den entscheidenden Minuten“, lobte Pesic seinen Flügelspieler.
Schlussviertel: Nervenstarke Münchner bringen Sieg nach Hause
Im letzten Viertel versuchte Alba noch einmal alles. Die Hausherren kämpften mit aller Macht, die Fans peitschten ihr Team nach vorne. Ein Dreier von Kayil brachte Berlin 4:40 Minuten vor dem Ende auf 73:77 heran – die Halle bebte.
Doch dann schlug Bayerns Erfahrung zu. Andreas Obst traf einen seiner typischen Dreier aus schwieriger Position, Neno Dimitrijevic zog zum Korb und verwandelte einen schwierigen Korbleger. Plötzlich stand es 83:73 für München – die Vorentscheidung.
Berlin gab zwar nicht auf und verkürzte durch Jonas Mattisseck und Justin Bean noch einmal, doch die Münchner verwalteten den Vorsprung souverän und verwandelten ihre Freiwürfe eiskalt. Am Ende stand ein verdienter 91:83-Erfolg für den Titelverteidiger.
Die Schlüsselfiguren des Spiels
Andreas Obst führte die Münchner Scorerliste an und zeigte, warum er zu den besten deutschen Distanzschützen gehört. Nach seinem schwachen Spiel zwei (3/13 FG) kehrte der Nationalspieler mit einer deutlichen Leistungssteigerung zurück. Fünf seiner insgesamt zehn Punkte erzielte er im Schlussviertel, als es darauf ankam.
Neno Dimitrijevic war erneut ein Faktor für die Bayern. Der nordmazedonische Guard erzielte 17 Punkte, verteilte kluge Pässe und war in Eins-gegen-Eins-Situationen kaum zu verteidigen. Zusammen mit Center Johannes Voigtmann, der mit seinen elf Assists in den ersten beiden Spielen brilliert hatte, bildete er das offensive Rückgrat der Münchner.
Auf Berliner Seite kämpfte Jack Kayil einmal mehr unermüdlich. Der junge Guard zeigte eine starke Vorstellung mit 18 Punkten und sechs Rebounds. Martin Hermannsson steuerte 14 Punkte und fünf Assists bei, während Norris Agbakoko in der Zone für Physis sorgte, aber offensiv nicht an die starken Leistungen der ersten beiden Spiele anknüpfen konnte.
Serie: Bayern 2:1 in Führung – Spiel vier am Freitag
Mit diesem Auswärtssieg haben die Münchner die Serie wieder unter Kontrolle gebracht. Alba Berlin hatte nach dem Erfolg in München auf eine Vorentscheidung in eigener Halle gehofft, doch Bayern zeigte seine Qualität und Champion-Mentalität.
„Wir wussten, dass es in Berlin schwer wird. Die Halle ist laut, die Fans stehen hinter Alba. Aber meine Mannschaft hat heute Charakter gezeigt“, sagte Svetislav Pesic, der mit seinen 76 Jahren den nächsten Meilenstein in seiner legendären Karriere anpeilt. Mit einem Sieg in dieser Finalserie würde er als erster Trainer in vier verschiedenen Jahrzehnten deutscher Meister werden (1997–2000 mit Berlin, 2014 und 2024/2025 mit München).
Spiel vier steigt bereits am Freitag, 19. Juni, wieder in der Max-Schmeling-Halle in Berlin (20:30 Uhr, live bei Dyn). Für Alba Berlin ist es die letzte Chance, die Serie auszugleichen und ein Entscheidungsspiel in München zu erzwingen. „Wir haben am Freitag eine weitere Chance vor unserem Publikum. Wir werden alles reinwerfen“, versprach Alba-Kapitän Jonas Mattisseck.
Sollte Alba Spiel vier gewinnen, kommt es am Sonntag, 21. Juni, zum alles entscheidenden fünften Spiel im SAP Garden in München. Verliert Berlin dagegen, krönt sich Bayern zum dritten Mal in Folge zum deutschen Meister – ein historischer Three-Peat.
Fazit
Bayern München hat eindrucksvoll gezeigt, warum es als Titelverteidiger und Topfavorit in diese Serie gegangen ist. Nach dem Ausrutscher in Spiel zwei bewies die Mannschaft von Svetislav Pesic Moral und Qualität und entriss Berlin den Heimvorteil auf eindrucksvolle Weise. Die Serie bleibt spannend, doch der Druck liegt nun wieder auf den Schultern der Berliner.
Rivalität seit 2014
Alba Berlin vs Bayern Direkter Vergleich· 19
Alba Berlin und Bayern trafen 19 Mal aufeinander — Alba Berlin gewann 6 Mal, Bayern 12 Mal, dazu kamen 1 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2014 zurück. Bayern führt den Direktvergleich mit 12 Siegen aus 19 Begegnungen an. Insgesamt fielen 3032 Tore in diesen Partien, im Schnitt 159.58 pro Spiel (1464 für die Heimmannschaft, 1568 für die Gäste). Beide Teams trafen in 19 Spielen (100%). In 19 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Alba Berlin ist in den letzten 3 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 115–88 im Jahr 2024.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 18. Juni 2026